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Perry Rhodan Nr. 2290: Daellians Kampf

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Als der Frachter DRAGUUN startet, bleibt das den Leuten von der RICHARD BURTON nicht verborgen, denn der ENTDECKER befindet sich im Ortungsschutz der Sonne, um die Dyons Welt kreist. Bei der Untersuchung des Frachters, dessen Antriebssysteme nach dem Start vollends versagt haben, werden zwei intakte Kybb-SPORNE entdeckt. Mit diesen Beibooten könnte man sich ins Parr-System einschleichen, aber sie sind natürlich nicht auf Hyperimpedanz-Bedingungen umgerüstet worden und müssten erst mit terranischer Technik flugtauglich gemacht werden. Für diese Aufgabe werden die besten Techniker und Wissenschaftler herangezogen, auch der Zaliter Trerok, der sich als Ascari da Vivos Begleiter auf der RICHARD BURTON befindet. Die Mascantin stimmt dem Einsatz des Zaliters nur unter der Bedingung zu, dass sie selbst und ihr Leibwächter Qertan freien Zugang zur DRAGUUN erhalten. Daellian hat keine andere Wahl, als darauf einzugehen.

Als Funksignale in einem alten USO-Geheimcode aufgefangen werden, schickt Daellian den Kreuzer EAGLE zur Erkundung aus. Dieser trifft auf die Absender der Nachricht: Zwei Bionische Kreuzer, die zur Unterstützung der Kristallsturm-Flotte in die Große Magellansche Wolke geschickt worden sind. Hytath, die Blutende Schildwache, befindet sich auf einem dieser Kreuzer und bringt die Leute von der RICHARD BURTON auf den neuesten Stand der Dinge. Daellian, der sich kein Kompetenzgerangel leisten kann, schickt Hytath mit einem der beiden Rochenschiffe zurück in die Milchstraße. Der zweite Bionische Kreuzer, die AUGENLICHT, bleibt als wertvolle Verstärkung in der GMW. Plötzlich schießt ein wahrer Energieorkan über den Jetstrahl ins Parr-System. Daellian erkennt sofort, dass es sich dabei nur um einen von Myles Kantor initiierten Angriff auf Gon-O handeln kann und befiehlt den direkten Angriff der Kristallsturm-Flotte auf Parrakh. Die DRAGUUN wird, nur bewacht von zwei Kreuzern, im Dyon-System zurückgelassen.

Tatsächlich befindet sich das Parr-System im Aufruhr. Die Streitkräfte der Kybb vernichten sich gegenseitig - offenbar ist Gon-Orbhon durch den Energieimpuls so verwirrt worden, dass er seinen Flotten den Befehl gegeben hat, auf alles zu schießen, was sich bewegt. Die RICHARD BURTON fliegt sofort den Planeten Parrakh an, um den Nocturnenstock mit Transformkanonen zu vernichten. Allerdings sind die Kybb nicht zu verwirrt, um nicht auch die RICHARD BURTON anzugreifen - ein Kybb-Titan geht auf Abfangkurs und verhindert, dass der ENTDECKER sich Parrakh auf Kernschussweite nähern kann. In letzter Sekunde kann Daellian das Schiff per Notmanöver in Sicherheit bringen. Auch der Rest der terranischen Einheiten muss sich ins Dyon-System zurückziehen. Dort hat inzwischen Ascari da Vivo die Initiative ergriffen. Mit Qertans Hilfe kapert sie einen der umgerüsteten Kybb-SPORNE, den man wegen seines Standorts am Bug der DRAGUUN auf den Namen TOP getauft hat. Sie tötet die noch an Bord befindlichen Wissenschaftler und Wachposten, dann flieht sie mit der TOP in Richtung Parr-System, wo sie Gon-Orbhon einen Pakt mit dem arkonidischen Imperium gegen die Terraner anbieten will.

Kommentar:

Ganz schön brutal, die verräterische kleine Mascantin, aber das hätte jedem klar sein müssen. Wieder einmal muss man sich fragen, wie blauäugig oder blind Daellian und seine Leute eigentlich sind. Wie kann man jemanden, der einer gegnerischen Macht angehört und der schon des Öfteren Aktionen durchgezogen hat, die nur als feindlich bezeichnet werden können, frei herumlaufen lassen? Offensichtlich hat Ascari auch auf der DRAGUUN nicht unter Bewachung gestanden, sonst wäre es ihr kaum möglich gewesen, mehrere Ertruser gleichzeitig auszuschalten, Strega-Waffe und Dron-Leibwächter hin oder her. Überhaupt: Warum darf Ascari eigentlich eine tödliche Waffe tragen? Die Dame sollte sich allerdings nicht zu früh freuen. Ich könnte mir vorstellen, dass Gon-Orbhon an einer Verbündung mit den Arkoniden nicht interessiert ist. Wozu sollte er das Kristallimperium brauchen, wenn er es mit seinen Kybb-Titanen genauso leicht unterwerfen kann wie die LFT oder jede andere galaktische Großmacht? Außerdem geht es ihm ja bekanntlich nur um ARCHETIM, dessen Korpus er gerne nach Parrakh schaffen möchte. Wenn das vollbracht ist, braucht er nicht einmal mehr die Terraner.

Ich habe ja schon mehrmals bemerkt, dass die RICHARD BURTON ein Irrenhaus ist. Nächstes Beispiel: Der Wissenschaftler Timm Kammschott, der gleich mehrere schwere Phobien hat und täglich einen ganzen Medikamentencocktail schlucken muss, um überhaupt arbeitsfähig zu sein. Der Knabe muss ja wirklich eine absolute Ausnahmeerscheinung, ein wahres Wunderkind sein, dass man sich darauf eingelassen hat, ausgerechnet ihn, der Angst vor dem Weltraum hat, auf eine solche Mission mitzunehmen. Warum hat man dann noch nie zuvor etwas von ihm gehört? Und wenn er gar nicht eine solche Lichtgestalt terranischer Wissenschaft wäre: Warum hat man dann nicht jemand anderen ausgesucht?

Neben der handfesten Action des Romans kommt auch die Charakterisierung verschiedener Hauptpersonen nicht zu kurz. So erfährt man von Bré Tsingas inneren Nöten (sie hat die Attacke auf ihr PsIso-Netz übrigens gut überstanden und ist immer noch frei von Gon-O) sowie den Namen ihres zweiten Sohnes, den sie mit Tom Clancy hat: Biophat. Auch Daellians Innenwelt und die verqueren Ansichten Ascaris, die immer noch unter dem Trauma ihrer Verstümmelung leidet, kommen gut rüber. Das macht den Roman abwechslungsreich und gut zu lesen.


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