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Perry Rhodan Nr. 2286: TRIPTYCHON

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Während alle auf Terra lebenden Schohaaken den gleichen Traum haben - sie träumen von einer Lichterscheinung in Form einer Galaxie, die sich unter Strukturerschütterungen immer mehr ausdehnt und dann zu verschwinden scheint - erkunden Myles Kantor und Inshanin ihre Beziehung und die TRIPTYCHON-Station. In beiden Fällen haben sie Erfolg: Von nun an sind sie wirklich ein Paar und verbringen einige glückliche Stunden miteinander. Mit Orren Snaussenids Hilfe, der vom Zentralrechner TRIPTYCHONS als Techniker (leider nur mit eingeschränkten Rechten) anerkannt wird, enträtseln sie einige Geheimnisse der drei gigantischen knotenförmigen Gebilde, die vor 20 Millionen Jahren von den Schohaaken in der Sonne stationiert worden sind.

Zunächst erfahren sie die wahren Namen der Stationen. Nur DENYCLE (= Geist), die Station, auf der Kantors Team sich gerade befindet, war seinerzeit für Schohaakische Pilger zugänglich, die ARCHETIMS Grab besuchen wollten. Als Wallfahrtsstätte war DENYCLE prächtig ausgestattet worden, nur hier wurden Inkarnationen aufgestellt. Die beiden anderen Stationen, ODAAN (= Hand) und SCHANDAVYE (= Auge), dienten als nüchterne technologische Zentren und waren für Pilger gesperrt. Kantors Leute entdecken ein Transmittersystem, mit dem man (als Techniker) problemlos von einer Station zur anderen wechseln kann und das auch unter den Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz fehlerfrei funktioniert. Schohaakische Technik scheint durch die Veränderung dieser universellen Konstante nicht beeinträchtigt zu werden. Orren Snaussenid findet eine Inkarnation, bei der es sich um die letzte handeln muss, die auf DENYCLE entstanden ist. Sie steht noch in der Maschine (ein modifizierter Transmitter), mit der sie "hergestellt" worden ist. In SCHANDAVYE entdeckt der Schohaake zufällig einen Lagerraum, in dem weitere Inkarnationen gelagert sind - eine davon hat zwei Daumen an jeder Hand. Aufgrund der schlimmen Erfahrungen, die Orren mit Mamor Ir'kham gemacht hat, wagt er es nicht, sie zu berühren.

Die Anlagen ODAANS können in Betrieb genommen werden. Dadurch wird ARCHETIMS Korpus, den man von den Stationen aus sogar orten kann, zu einer seltsamen Aktivität angeregt: Der Geist der toten Superintelligenz scheint nach den Bewusstseinen der Menschen zu tasten. Dieses Tasten hört sofort auf, als die Anlagen deaktiviert werden. Wenig später wird ein Funkspruch von der MUNGO PARK aufgefangen. Gon-Orbhon hat den Kommandanten unter seine Kontrolle gebracht, das Schiff fällt in seine Hände. Jetzt sind die Leute von der INTRALUX endgültig von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Zu allem Überfluss nähern sich dann 50 Kybb-Titanen der Sonne und bestreichen sie mit hyperenergetischen Strahlungsfronten, die die TRIPTYCHON-Stationen schwer erschüttern, als diese zufällig von den Fronten gestreift werden. Inshanin findet heraus, dass Sol durch die Strahlungsfronten aufgeheizt wird - so wie seinerzeit durch die Todessatelliten der Cappins. Wird dieser Prozess nicht innerhalb der nächsten sechs Wochen, also spätestens am 27. Mai 1333 NGZ, gestoppt, so wird Sol sich unaufhaltsam zu einer Nova verwandeln. Offenbar hofft Gon-Orbhon, dass ARCHETIMS Korpus bei der Nova-Explosion aus der Sonne herausgeschleudert werden wird, damit er ihn nur noch "einsammeln" muss…

Kommentar:

Tja, Gon-O hält sich nicht lange damit auf, ARCHETIMS Korpus zu suchen und zu bergen! Er wählt eine radikalere und effizientere Methode - wenn man voraussetzt, dass ARCHETIM auch nicht durch eine Nova vernichtet werden kann. Dass "Tag X", ab dem eine Umkehrung des Aufheizungsprozesses nicht mehr möglich sein wird, mit dem Datum zusammenfällt, an dem die von Homer G. Adams auf den Weg gebrachten Krakatoa-Sonden den Vesuv erreichen werden, kann kein Zufall sein…

Dass die Leute von der INTRALUX noch nicht von Gon-O übernommen worden sind, wird mit der Nähe zur Sonne bzw. zu ARCHETIM erklärt. Überhaupt kommt es mir erneut so vor, als sei die Superintelligenz nicht ganz tot. Schließlich kann sie zu einer Art mentaler Aktivität angeregt werden. Zugegeben: Man weiß zu wenig über Superintelligenzen, um sagen zu können, wann sie eigentlich tot sind und was der Tod für ein Wesen dieser Art überhaupt bedeutet. Könnte ARCHETIM vielleicht sogar ins Leben zurückgeholt werden?

Der Roman konzentriert sich auf Myles Kantor und Inshanin. In Rückblenden werden die wichtigsten Stationen in Kantors Leben rekapituliert und man erfährt Genaueres über Inshanins unglückliche erste Liebesbeziehung, die zu ihrer Erblindung und zu ihrem etwas seltsamen Benehmen Männern gegenüber geführt hat. Ich fand diese Passagen gut gelungen und interessant, durch sie wird die etwas trockene Beschreibung der TRIPTYCHON-Stationen in eine schöne Rahmenhandlung eingebettet und die beiden Hauptfiguren erhalten mehr "Profil". Der Traum der Schohaaken könnte - wenn es sich nicht um eine falsche Fährte handelt - darauf hindeuten, dass tatsächlich demnächst ein Zellaktivatorträger sterben wird. Entsprechende Andeutungen wurden von der PR-Redaktion in letzter Zeit ja des Öfteren gemacht. Ich erinnere nur an ein Zitat aus PR-Extra-1: "Ein unsterblicher Terraner wird sein Leben zur Rettung der Menschheit opfern". Nun: Die Lichterscheinung, von der die Schohaaken träumen, entspricht dem Phänomen, das man beobachten kann, wenn ein Zellaktivatorträger getötet wird. Da diese Episode im Zusammenhang mit Myles Kantor erzählt wird, liegt der Verdacht nahe, dass er dran glauben muss…


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