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Perry Rhodan Nr. 2285: Tag der Verkündung

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Mondra Diamond kann aufatmen: Der Polizeigleiter, der Homers Stelldichein mit seinem Kontaktmann zu stören scheint, gehört zum "Geschäft": Die Positronikchips werden von korrupten Polizisten geliefert. Jetzt kann der Zirkus Rochette seine Zelte in Wien abbrechen und nach Neapel ziehen, wo erst einmal ein Kontrollpunkt überwunden werden muss. Nachdem der Zirkus wieder aufgebaut ist, verschaffen Homer, Mondra und die Zirkusleute sich durch einige Tricks und den Einsatz ihrer artistischen Fähigkeiten nicht nur die Erlaubnis, bei der Eröffnungsveranstaltung am "Tag der Verkündung" aufzutreten - sie brechen auch in ein Lager der Camorra ein und besorgen sich dort den Sprengstoff, der für Homers Plan benötigt wird. Nebenbei sorgen sie noch für etwas Verwirrung bei den Camorristas und Homer erleichtert Don Carreras um eine erhebliche Geldsumme, die er dem immer noch unter schweren finanziellen Sorgen leidenden Zirkusdirektor zukommen lässt.

Gon-Orbhon weitet derweil sein Terror-Regime auf Terra aus. Seine Macht stützt sich aber nicht nur auf mentale Beeinflussung und nackte Gewalt - es gibt auch mehr als genug Mitläufer, die sich ihm freiwillig anschließen. Am 15.04.1333 NGZ, dem "Tag der Verkündung", tritt Gon-Orbhon persönlich auf und erklärt, die Terraner seien würdig, "sein" Volk zu werden. Er braucht die Terraner aber nur solange, bis seine wahren Pläne verwirklicht sind. Er will ARCHETIMS Korpus aus Sol bergen und nach Parrakh, zum Standort Satrugars, transportieren. Das ist auch der eigentliche Grund dafür, warum er alle Kybb-Titanen im Solsystem zusammengezogen hat. Wie lange die Bergung ARCHETIMS dauern wird, ist noch völlig unklar. Und bis es soweit ist, sollen die Terraner ihm als Wachvolk dienen.

Die Show des Zirkus Rochette am "Tag der Verkündung", bei der ausgerechnet ein Vulkanausbruch mit Lava-Surfing simuliert wird, ist ein voller Erfolg. Und zwar auch für Homer, denn mit dem Hoverboard, das Mondra während der Show ergattert, hat er das letzte Hilfsmittel zur Verwirklichung seines Plans erhalten, von dem er sich auch nicht durch die Tatsache abbringen lässt, dass Reginald Bull sich bei Gon-Orbhon befindet, wie er bei der Show sehen konnte. Die mit Sprengstoff bestückten subterranischen Sonden werden mit Hilfe des Boards im Schacht einer alten Probebohrung unweit von Neapel versenkt, von wo aus sie sich, gesteuert durch die von Matti di Rochette programmierten Positroniken, auf den Weg zum Vesuv machen. Ihr Ziel werden sie aber erst Ende Mai erreichen. Babett Bündchen, eine Artistin des Zirkus Rochette, sorgt für kurze Aufregung: Die Kleine hat sich in Homer G. Adams verliebt. Als er sie zurückweist, öffnet sie enttäuscht ihren Geist für den Einfluss Gon-Orbhons und erliegt diesem. Norman erkennt, dass sie beeinflusst ist, und schubst sie in den Schacht, wo sie vermutlich in den Tod stürzt…

Kommentar:

Fangen wir wieder mit dem Positiven an… Zweierlei hat mir an diesem Roman richtig gut gefallen: Einmal die Schilderung des direkt über Neapel hängenden Kybb-Titans. Leo Lukas stellt das so plastisch und anschaulich dar, dass ich mir die Szenerie genau vorstellen konnte. Zum anderen finde ich den inneren Monolog Millitrons (Gon-Orbhons robotischer Leibwächter trägt diesen eigenartigen Namen) sehr gut gelungen. Millitrons Rationalisierungsversuche für Gon-Orbhons seltsames Verhalten zeigen erst so richtig, wie durchgedreht der "Gott" tatsächlich sein muss.

Allerdings hat der Roman genau die gleichen Schwächen wie PR 2284, und um mich nicht zu wiederholen, verweise ich auf meinen Kommentar zu diesem Roman. In einer anderen Geschichte, in einem anderen Kontext, hätte ich den Humor vielleicht sogar amüsant gefunden. Aber nicht so! Da werden Logik und Glaubwürdigkeit mit Füßen getreten, es wird alles so zurechtgebogen, damit eine an den Clownshaaren herbeigezogene Possengeschichte erzählt werden kann. Die Kontinuität innerhalb der PR-Serie scheint nicht mehr viel wert zu sein, denn keinen Redakteur oder Lektor scheint das zu interessieren.

Ich hoffe, dass ich nicht so bald wieder etwas über "Terra-Nostalgiker" lesen muss…


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