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Perry Rhodan Nr. 2283: Zwielichtklingen

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Während man sich auf der INTRALUX noch über die von der MUNGO PARK empfangene Nachricht grämt, wonach 49 Kybb-Titanen im Solsystem erschienen sind (senden kann die INTRALUX selbst nicht mehr), öffnet sich unerwartet das Eingangsschott der TRIPTYCHON-Station für Orren Snaussenid. Orren tritt hindurch, dann schließt das Schott sich wieder und bleibt verschlossen. Orren streift durch die Station, bewundert die prächtige Ausstattung und kommt an zahlreichen Inkarnationen vorbei. Eine davon, ein schwarzer Schohaake, hinter dem zwei gekreuzte Schwerter an der Wand hängen, übt eine seltsame Faszination auf Orren aus. Er berührt die finstere Gestalt und erlebt das Schicksal von Mamor Ir'kham nach.

Mamor Ir'kham war ein Feldherr der Schohaaken, der im 5. Jahrtausend seit der Ankunft ARCHETIMS in Phariske-Erigon gelebt hat. In dieser Zeit war die Superintelligenz bereits im Bereich der Negasphäre in der Galaxie Tare-Scharm tätig, allerdings war die Retroversion noch nicht eingeleitet worden, zu Mamors Lebzeiten tobten in Tare-Scharm noch schreckliche Materialschlachten zwischen den Hilfsvölkern der Superintelligenzen und den Mächten des Chaos. Der von ARCHETIM in Phariske-Erigon gestiftete Friede war brüchig, Kriegstreiber wie Mamor nutzten die langen Phasen der Abwesenheit ARCHETIMS, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Durch gnadenloses Vorgehen gegen alle Widersacher und mit Hilfe der Symbolkraft der Zwielichtklingen - zweier goldener Schwerter aus der Zeit vor der Ankunft der Superintelligenz - schwang Mamor sich zum Gewaltherrscher über die ganze Galaxis auf, er besetzte sogar die Zentralwelt Oaghonyr. Gegen ARCHETIMS HORT und das Clateaux der Zeiten konnte er allerdings nichts ausrichten.

Nach der grausamen Niederwerfung aller Feinde bis auf einige Rebellen unter der Führung von ARCHETIMS FAUST war Mamors Herrschaft nicht von langer Dauer. Als Vorboten der Rückkehr ARCHETIMS erschienen überall seltsame pflanzenähnliche Wesen: Die Schmetterblüter. Diese beeinflussten alle intelligenten Lebewesen und nahmen ihnen die Aggressionen. Nach ARCHETIMS Rückkehr wurde dieser Einfluss perfekt. Alle Krieg führenden Völker wurden befriedet, die Ausstrahlung der Superintelligenz sorgte für Ruhe und Harmonie. Selbst Mamor unterlag diesem Einfluss, verfiel dann aber dem Wahnsinn. Zur Strafe für seine Untaten wurde er als Inkarnation konserviert.

Nur mit Mühe kann Orren sich von Mamor lösen und ihn mit den Zwielichtklingen zerschlagen, bevor die schrecklichen Visionen, die von der Inkarnation auf ihn übertragen zu werden scheinen, seinen Geist zerstören können. Dann aber begreift er, dass nicht alle Visionen auf Mamors Wahnsinn zurückzuführen sind - in Wirklichkeit waren es teilweise seine eigenen Erinnerungen! Plötzlich erinnert er sich, dass er beim Kampf ARCHETIMS gegen die Chaosmächte in Tare-Scharm dabei war und dort die Hölle erlebt hat… Zwanzig Tage lang irrt Orren durch die Station, bis er die Zentrale erreicht. Dort steht die vier Meter große goldene Statue eines Schohaaken: Der Zentralrechner. Orren nimmt Kontakt mit ihm auf und schafft es, ihn dazu zu bringen, ihn und die Leute von der INTRALUX als berechtigte Personen anzuerkennen. Danach muss der völlig entkräftete kleine Kerl erst einmal medizinisch versorgt werden.

Kommentar:

Die Schohaaken haben also Geschichtsfälschung betrieben, um Epochen wie die von Mamor Ir'kham aus der Erinnerung ihres Volkes zu tilgen. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass in ARCHETIMS so genanntem Reich des Friedens nicht alles zum Besten gestanden haben kann… Ansonsten halte ich Mamors Geschichte nur für eine eher unwichtige Episode, durch die hauptsächlich Orrens verschüttete Erinnerungen zutage gefördert werden sollten. Hoffmann wollte durch diese chaotisch-psychedelischen Szenen wohl einen Eindruck davon vermitteln, wie man sich eine Negasphäre vorstellen kann. Ich muss gestehen, dass ich diese Passagen nur quergelesen habe.

Orren war bzw. ist also wohl tatsächlich ein materialisierter Aktionskörper der Superintelligenz, der vermutlich an vielen Kämpfen gegen die Chaosmächte beteiligt war. Vermutlich hat er auch nur deshalb die lange Zeit in der TRIPTYCHON-Station ohne Nahrung und Wasser überlebt, weil er kein "echtes" Lebewesen ist.

In diesem Roman gibt es übrigens ein Kapitel, das sich exakt so liest wie eine Nacherzählung des Lichtschwertduells zwischen Obi Wan Kenobi und Darth Vader in STAR WARS. Sogar einige Dialogzeilen könnten direkt aus dem Film stammen. Das war für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen…


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