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Perry Rhodan Nr. 2281: Sturm auf Tan-Jamondi

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Als Zephyda einige Schiffe der Kybb-Cranar verfolgt, die die ELGEDORN des Fahrenden Besch Egh Larini vernichtet haben, entdeckt sie zufällig den Planeten Futhorn, auf dem nach der Blutnacht von Barinx Hunderttausende von Bionischen Kreuzern verschrottet worden sind (vgl. PR 2242). Der Schock, den diese Entdeckung auslöst, lässt den Hass Zephydas auf die Kybb noch weiter wachsen.

Nach dieser Episode wird der Sturm auf das Tan-Jamondi-System vorbereitet. Nachdem die Kybb-Titanen von dort abgezogen worden sind, will die Allianz der Moral den Standort des Doms Rogan zurückerobern. Alle einsatzfähigen Bionischen Kreuzer werden für den Angriff zusammengezogen, zur Verstärkung rückt Julian Tifflor von Hayok mit PRAETORIA und 5.000 LFT-BOXEN an. Ein Problem sind noch die Kyber-Neutros. Zephyda geht davon aus, dass eine unbekannte Anzahl dieser unheimlichen Waffen sich in den Schiffen befinden muss, die das System bewachen. Diese Bedrohung muss vor dem Angriff neutralisiert werden.

Diese Aufgabe fällt Atlan, Lyressea und der Shoziden-Todesgruppe unter Rorkhetes Führung zu. Sie sollen die Standorte der Kyber-Neutros ermitteln. Keg Delloguns Familie teleportiert sich mit der Einsatzgruppe nach SPURHOF 01, da sich dort die militärische Zentrale der Kybb befindet. Zwar werden sie entdeckt, Atlan wird sogar gefangen genommen, aber Lyressea setzt ihre gestaltwandlerischen Fähigkeiten bis zur totalen Erschöpfung ein und kann den Arkoniden befreien. Letztlich werden auch die benötigten Daten sichergestellt.

Jetzt kann der Angriff beginnen. Die LFT-BOXEN kümmern sich um die 298 Kyber-Neutro-Einheiten, die Bionischen Kreuzer veranstalten ein fröhliches Tontaubenschießen mit den kaum ernsthaft Gegenwehr leistenden Kybb-Schiffen. Zephyda kann sich aber nicht so recht über ihren Sieg freuen. Je mehr Schiffe der Kybb abgeschossen werden, desto heftiger nagt das Gewissen an ihr. Endlich begreift sie, dass sie sich mit ihrer Rachsucht selbst auf eine Stufe mit ihren Feinden stellt. Deshalb verhindert sie die totale Vernichtung der Kybb und akzeptiert die Kapitulation des Prim-Direktors von SPURHOF 01.

Die Allianz der Moral hat den Sieg errungen - aber dieser Erfolg wäre nichtig, wenn auch nur ein einziger Kybb-Titan zurückkehren würde. Also muss die legendäre Anti-Titanen-Waffe gefunden werden. Aus der Tatsache, dass Tagg Kharzani große Furcht vor einer solchen Waffe hat, zieht Zephyda den Schluss, dass er ihre Funktionsweise kennen muss. Sie meint, Kharzani müsse mindestens eine solche Waffe besessen haben. Vielleicht ist sie ja auf Tan-Jamondi II versteckt, wo doch selbst die Kybb-Traken einen großen Bogen um diesen Planeten machen?

Zephyda beweist, dass sie die Konsequenzen des Rücksturzes von Jamondi in den Normalraum begriffen hat: Der Sternenozean ist keine "Insel" mehr. Sie schickt deshalb zwei Bionische Kreuzer und die Schildwache Hytath zur Unterstützung der RICHARD BURTON in die GMW. Die Schildwachen Metondre, Eithani und Atjaa sollen die anderen in den Normalraum zurückgestürzten Sternhaufen untersuchen. Weitere Bionische Kreuzer werden ins Wegasystem abkommandiert - von dort ist ein Hilferuf Perry Rhodans eingetroffen…

Kommentar:

Es wurde höchste Zeit, dass die "Allianz der Moral" sich mal ihrem Namen entsprechend verhält. Ich hatte ja schon früher angemerkt, dass die Motana sich kaum besser als die Kybb verhalten, da sie keine Gefangenen machen. Jetzt endlich kommt wenigstens Zephyda zur Besinnung - allerdings auch erst dann, als schon so gut wie alle gegnerischen Schiffe und Stationen im Tan-Jamondi-System zu Klump geschossen sind. Da ist es natürlich einfach, den letzten paar Überlebenden Gnade zu gewähren. Aber was soll werden, wenn Gon-Orbhon und Tagg Kharzani erst einmal unschädlich gemacht sind? Die verschiedenen Kybb-Völker werden dann ja wohl kaum einfach die Waffen strecken und sich gar der Allianz der Moral anschließen...

Der Roman ist zwar okay, aber die Schilderung des Einsatzes auf SPURHOF 01 halte ich für Seitenschinderei. Außerdem wäre es schön, wenn man sich mal darauf einigen könnte, wie Lyresseas gestaltwandlerische Fähigkeiten wirklich funktionieren. Jetzt scheint sie sich bei jeder Verwandlung in eine Art Nebel aufzulösen…

Zephydas Rückschlüsse in Bezug auf die Anti-Titanen-Waffe kommen mir etwas gewagt vor. Schon die erste Überlegung ist recht wackelig. Kharzanis Angst vor solch einer Waffe ist doch kein Beweis dafür, dass sie tatsächlich existiert! Was, wenn allein die Vorstellung, dass eine solche Waffe existieren könnte, der Grund für Kharzanis Furcht ist? Wir erinnern uns: Der Knabe leidet unter Verfolgungswahn! Da ist es doch ganz klar, dass er Panik davor hat, seine mächtigsten Waffen (eben die Kybb-Titanen) könnten ihm aus der Hand geschlagen werden. Aber es steht natürlich jetzt schon fest, dass es so eine Waffe gibt und dass Zephyda (oder wer auch immer) sie in unter ihre Kontrolle bringen wird. Wie sonst sollte man die übermächtige Bedrohung durch die Kybb-Titanen, gegen die sonst kein Kraut gewachsen ist, wieder aus der Handlung herauskriegen? Es ist aber auch echt immer ein Kreuz mit diesen "ultimaten Waffen" in der Perry Rhodan - Serie, man wird sie so schwer wieder los…


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