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Perry Rhodan Nr. 2280: Exil der Orakel

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Der endgültige Rücksturz des Sternenozeans von Jamondi und des Arphonie-Sternhaufens in den Normalraum führt zu katastrophalen Verhältnissen: Ganze Sonnensysteme werden in beiden Bereichen durch Hyperstürme und Raumbeben vernichtet. Der restliche Schaumopal des Heiligen Bergs von Baikhal Cain deflagriert und fegt das gesamte System der Sonne Cain aus dem Universum. Im Umfeld von zehn Lichtstunden bleiben nicht einmal Trümmer übrig, auch 6 Kybb-Titanen werden dabei zerstört. Das ist das Ende der letzten auf Baikhal Cain verbliebenen Motana - aber es ist nicht das Ende der ca. 100.000 Schota-Magathe, die auf dem Planeten gelebt haben. Sie waren durch eine zunehmende, für sie quälende Ausstrahlung des Schaumopals gewarnt worden und hatten sich unter der Führung des jungen Patriarchen Bort Leytmark per Kollektiv-Teleportation zum Planeten Ios V gerettet. Dort trifft wenig später auch Patriarch Dan Errithi mit seiner Familie ein - die Nachricht von der Ankunft der Schota-Magathe hat sich schnell herumgesprochen. Dan Errithi überbringt eine Botschaft des Grauen Autonomen: Alle unabhängigen Völker des Sternenozeans sollen im Kampf gegen die Kybb zusammenstehen. Der Oberste aller Schota-Magathe, der alte Patriarch Goth Dungear, hat dagegen etwas einzuwenden. Er vertritt weiterhin die Doktrin der Nichteinmischung und Unsichtbarkeit. Es kommt zu einem Machtkampf zwischen ihm und Bort Leytmark, den der jüngere Patriarch für sich entscheiden kann.

Währenddessen ist die Stählerne Schildwache Atjaa bemüht, die Bionischen Kreuzer der 8.000 Einheiten starken Flotte der Todbringer, die 12.000 Jahre lang im Ortungsschutz der Sonne Kor versteckt gewesen ist, einsatzbereit zu machen. Es fehlt jedoch an geeigneten Rekruten. Deshalb werden nacheinander hundert Planeten, auf denen es laut dem Sternenkatalog der Fahrenden Besch Motana geben soll, von den Kybb-Besatzern befreit. Danach ist der Zustrom an Freiwilligen, die in ihrem Enthusiasmus kaum zu bremsen sind und die sich in erstaunlich kurzer Zeit zu fähigen Kreuzerbesatzungen und Todbringern ausbilden lassen, erst einmal gesichert. 2.500 Todbringerschiffe können bis zum März 1333 NGZ in Dienst genommen werden. Die Kybb verhalten sich in dieser Zeit seltsam passiv, sie scheinen sich mit all ihren Kräften darauf zu konzentrieren, ihre Flotten der erhöhten Hyperimpedanz anzupassen.

Atlan und Zephyda treffen sich mit Julian Tifflor bei Hayok. Neuigkeiten werden ausgetauscht, die Übernahme der Erde durch Gon-Orbhon wird diskutiert. Dann fliegt die SCHWERT nach Tom Karthay und lädt elf von Graugischt mitgebrachte Vernetzer aus, die sofort in ebenso vielen Bionischen Kreuzern installiert werden. Danach geht es weiter nach Ios V, die Nachricht vom Exil der Orakel ist von Dan Errithi überbracht worden. Zephyda und die sechs Schildwachen bitten Bort Leytmark, der Allianz der Moral beizutreten und nach Bedarf die Teleporterfähigkeiten seiner Leute in den Dienst der Allianz zu stellen. Sie bieten den Schota-Magathe eine neue Heimat an: Tan-Jamondi II, den Standort des Doms Rogan! Nach und nach teleportieren die ersten Schota-Magathe-Familien dorthin, unbemerkt von den Kybb-Streitkräften, die den Planeten immer noch bewachen. Auch das Paragonkreuz kehrt nach Tan-Jamondi II zurück, der Dom wird wieder in Betrieb genommen. Alles unter den Augen des Feindes, aber die Kybb reagieren zunächst nicht. Am 26.03.1333 NGZ werden nach einem Funkspruch, den die Motana nicht entschlüsseln können, alle bisher im Orbit stationiert gewesenen Kybb-Titanen Richtung Terra in Marsch gesetztů

Kommentar:

Ich finde es schon erstaunlich, was ein Autor auf nur 60 Seiten eines Romans unterbringen kann, wenn ihm die Hauptfiguren am Herzen liegen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf dem Schicksal Bort Leytmarks, dessen Sorgen um Volk und Familie ebenso eindringlich geschildert werden wie seine Auseinandersetzungen mit Goth Dungear. Überhaupt werden die teilweise etwas seltsamen Eigenheiten der Schota-Magathe auf amüsante Weise, aber nicht mit platten Kalauern herausgestellt. Aber auch die bisher etwas stiefmütterlich behandelten Schildwachen kommen in zwar vergleichsweise kurzen, aber nicht minder gut geschriebenen Kapiteln zu ihrem Recht. Mit der Indienststellung der Todbringerflotte haben sie eine sinnvolle Aufgabe erhalten - früher sind sie mir immer ein wenig wie vernachlässigbare Statisten vorgekommen. Und selbst Julian Tifflor, der nur einen ganz kurzen Auftritt hat, wird mal in einem neuen Licht dargestellt. Super gemacht! Mehr davon!

Ein paar kleine Misstöne sind mir aber doch aufgefallen. Da wird einerseits die Liebe als stärkste Triebkraft im Leben der Schildwachen beschworen, andererseits werden aber sämtliche Kybb gnadenlos niedergemetzelt. Gefangene macht man bei der Allianz der Moral wohl nicht? Ich sehe zwar ein, dass die Motana nicht gut auf ihre einstigen Unterdrücker zu sprechen sind, aber den Schildwachen sollte es doch möglich sein, allzu extreme Gewaltexzesse zu unterbinden? Ich finde, das hätte man auch anders machen können. Und nebenbei bemerkt halte ich es für unrealistisch, dass eine Gegenwehr der Kybb kaum spürbar ist. Allein aufgrund ihrer gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit müssten sie viel größere Erfolge im Kampf gegen die Motana erzielen können. Was ist denn zum Beispiel aus Iant Letoxx und seinen Kyber-Neutros geworden? Schlafen die alle?

Immerhin kommen die Dinge jetzt seit einigen Wochen doch merklich in Gang. Während die Handlung monatelang ziemlich lau dahingedümpelt ist, werden jetzt alle wichtigen Positionen besetzt, die Spielfiguren werden für die finalen Züge in Stellung gebracht. Die alles entscheidende Frage wird aber sein: Hat Carya Andaxi denn nun ein Mittelchen gegen die Kybb-Titanen oder hat sie keins?


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