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Perry Rhodan Nr. 2271: Station im Hyperraum

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Atlan ist nicht tot. Die ELEBATO, auf der er sich befindet, wurde zwar durch den Angriff eines Hyperdimos in den Hyperraum abgestrahlt, ist dort aber nicht vernichtet worden. Nach einer Vision, in der Atlan den Kosmokraten Taurec zu sehen glaubt, nimmt der Hyperdimo sogar Kontakt zu dem Arkoniden auf. Das Energiewesen ist nämlich keineswegs ein dummes Tier, sondern die Anführerin eines Volks von Intelligenzwesen, das sich Taphero con Choth nennt. Ishkeyda, ihre Anführerin, hat Atlans Ritteraura erkannt und betrachtet ihn als tabu, weil die Taphero es schon einmal mit Kosmokratendienern zu tun gehabt haben und von ihnen an den Rand der Auslöschung gebracht worden sind. Die ELEBATO befindet sich jetzt in einer gigantischen stabilen Hyperraumblase, in der sich unzählige Taphero aufhalten, und wird von Ishkeyda zu einer Raumstation namens TIMBADOR gebracht, wo weitere "Opfer" der Hyperdimos leben. Die Macht liegt hier in den Händen der humanoiden Xipatio. Diese Pelzwesen beuten alle anderen "Schiffbrüchigen" aus.

Mit den Taphero hat es nämlich eine besondere Bewandtnis. Sie leben zwar in allen Teilen der Galaxis - oder besser gesagt: Im Hyperraum - müssen zur Fortpflanzung aber den Normalraum aufsuchen. Sie werden deshalb so oft in Arphonie gesichtet, weil dieser Sternhaufen sich in einem Hyperkokon befindet und für sie somit leichter zu erreichen ist. Darüber hinaus dient das stark strahlende Schloss Kherzesch den Taphero als eine Art Leuchtfeuer. Während der Fortpflanzung betrachten die Taphero alles, was sich schnell im All bewegt, als Bedrohung. Deshalb greifen sie alle Raumschiffe an. Die Taphero produzieren in ihren energetischen Körpern stoffliche Abfallprodukte, durch die sie immobilisiert werden. Damit das nicht geschieht, lassen sie sich von den Lebewesen auf TIMBADOR "melken". Ein wesentlicher Bestandteil dieser Abfallprodukte ist das wertvolle Schwingquarz Howalgonium. Und hier kommen die Xipatio ins Spiel: Sie zwingen die "Schiffbrüchigen" zur Arbeit, begeben sich aber nie selbst in die Nähe der Taphero, denn die Strahlung des Abfallprodukts ist extrem toxisch.

Atlans Erscheinen löst heftige Unruhen auf TIMBADOR aus, denn er erkennt, dass die Stoffwechselprozesse der Taphero sich wegen der erhöhten Hyperimpedanz verändert haben. Sie scheiden zuviel von dem Abfallprodukt aus und leiden deshalb unter Mangelerscheinungen. Atlan findet eine Lösung für dieses Problem, das für die Taphero schon existenzbedrohende Ausmaße angenommen hat: Die Energiewesen müssen, so ekelhaft das für sie sein mag, einfach einen Teil ihrer Ausscheidungen wieder zu sich nehmen… Dadurch wird den Xipatio aber ihre Haupt-Einnahmequelle abgegraben. Das macht sie automatisch zu Atlans Feinden. Außerdem wagen die unterdrückten Arbeiter den Aufstand, nachdem Atlan ihnen seine Unterstützung zugesichert hat. Mit Hilfe von Kämpfern der Todesgruppe werden die Xipatio und ihre halbrobotischen Schergen besiegt. Allerdings können die meisten Xipatio entkommen, denn was niemand wusste: Es gibt einige Transmitter auf der Station, über die man den Normalraum erreichen kann! Auf diesem Wege haben die Xipatio auch mit ihrer Howalgonium-Ernte handeln können. Bei ihrer Flucht müssen die Xipatio aber alle Transmitter unbrauchbar gemacht haben. Somit sitzt Atlan auf TIMBADOR fest.

Doch es gibt ja noch die dankbaren Taphero con Choth. Ishkeyda ist nicht nur bereit, die ELEBATO zurück in den Normalraum zu bringen, sondern sichert auch zu, dass die Hyperdimos keine Schiffe der Allianz der Moral mehr angreifen werden, wohl aber alle Kybb-Einheiten. Darüber hinaus überreicht Ishkeyda Atlan einen Howalgoniumbrocken. Wenn er diesen zerstrahlt, werden alle Taphero es spüren. So kann Atlan sie jederzeit zur Hilfe rufen.

Kommentar:

Ich halte den Expokraten zugute, dass sie Atlans vermeintlichen Tod nicht gar zu sehr aufgebauscht haben und dass der Arkonide schon nach zwei Romanen wieder auftaucht. Wäre ein großes Brimborium wegen dieser Sache veranstaltet worden und hätte man Atlans Wiederkehr z.B. bis zum nächsten Zyklus verzögert - dann hätte ich mich darüber geärgert. So aber ist der "Bobby-Ewing-Effekt" noch erträglich.

Jetzt wissen wir auch, von welcher Seite die Rettung für Graugischt kommen wird. Atlan wird ganz einfach die unbesiegbaren Taphero zu Hilfe rufen. Vermutlich wird das Eingreifen der Energiewesen sowieso die Entscheidung im Kampf gegen Tagg Kharzani bringen. Schade, dass die Handlung so vorhersehbar geworden ist…

Offen bleibt noch, wer die Station TIMBADOR errichtet hat, warum Atlan glaubt, Taurec zu sehen und was die Taphero für Probleme mit Kosmokratendienern hatten. Ich glaube nicht, dass die Xipatio oder gar die Taphero die ursprünglichen Erbauer von TIMBADOR sind. Eine Hyperraumblase von derartigen Ausmaßen zu erzeugen und eine Raumstation dort zu verstecken, dürfte über ihre Fähigkeiten hinausgehen. Wahrscheinlicher ist, dass die Xipatio wie alle anderen "Schiffbrüchigen" nach TIMBADOR gelangt sind und es lediglich geschafft haben, die Station unter ihre Kontrolle zu bringen.

Spätestens wenn Arphonie aus dem Hyperkokon herausfällt, wird es mit den guten Zeiten für die Taphero vorbei sein. Dann wird es auch egal sein, wo sie im Normalraum stofflich werden, d.h. vermutlich wird man dann nie wieder etwas von ihnen hören…


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