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Perry Rhodan Nr. 2268: Das Paragonkreuz

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Rhodan, Zephyda und Lyressea fliegen mit der SCHWERT den Planeten Petac an, wo sich das Paragonkreuz versteckt haben soll. Der Planet wird von den Kybb nur schwach gesichert - es ist kein Kybb-Titan anwesend - außerdem fangen die Igelwesen hier gerade erst an, auf Alttechnik umzustellen. Erst beim Landeanflug wird die SCHWERT deshalb entdeckt, die Verfolger lassen sich leicht abschütteln. Lyressea spürt die Anwesenheit des Paragonkreuzes, sie kann es aber nicht genau lokalisieren.

Unabsichtlich verursachen die Leute von der SCHWERT großes Leid bei den Tabtree, den relativ primitiven humanoiden Ureinwohnern dieser Welt. Der Schwarm der Kybb-Jäger, der die SCHWERT hätte abfangen sollen, rast nämlich mitten durch eine fliegende Hochzeitsprozession der Tabtree und tötet so die ganze königliche Familie. Dabei geht auch eine heilige Ikone verloren, eine Holokugel, die von Carya Andaxi bei ihrem Jahrtausende zurückliegenden Besuch zurückgelassen worden ist und die seither von den Tabtree genauso verehrt wird wie die Schutzherrin selbst. Sonder fan Dor, der Priester der Tabtree, hält sich für schuldig am Tod der Königsfamilie und sinnt auf Rache. Er dringt in den Heiligen Berg Gorithon ein, dessen Eingang nur die Priester kennen. Dort befindet sich ein Artefakt, das eine mächtige Waffe sein soll. Damit will er die Kybb, die auf Petac einen Stützpunkt unterhalten, vernichten.

Nachdem Rhodan und seine Leute in der Tabtree-Siedlung von dem ganzen Unglück erfahren haben, folgen sie dem Priester, können aber nicht verhindern, dass er von den Kybb gefangen genommen wird. Das Artefakt - wohl ein Handstrahler mit zu wenig Energie - erweist sich als wirkungslos. Da Rhodan annimmt, dass sich auch das Paragonkreuz im Heiligen Berg befindet, wird beschlossen, dass der Priester befreit werden muss, bevor die Kybb ihn verhören können. Die Aktion gelingt - aber nur, weil Lyressea aufgrund ihres Anteils an Cyno-Genen in der Lage ist, vorübergehend die Gestalt eines Kybb-Traken anzunehmen. Es sind zwar einige Tricks nötig, um den Priester von seinen Schuldgefühlen und Selbstmordgedanken abzubringen (man spielt ihm ein Holo von Carya Andaxi vor), aber dann führt er Rhodan, Zephyda und Lyressea in den Heiligen Berg.

Hier schweben sieben kreisförmig angeordnete keilförmige "Gräber", die keinen Schatten werfen. In der Mitte des Kreises steht ein Sockel, doch der ist leer - hier hatte der Strahler gelegen, den Sonder fan Dor mitgenommen hat. Lyressea, die genau spürt, dass das Paragonkreuz hier sein muss, versucht mentalen Kontakt aufzunehmen. Tatsächlich erscheint das Paragonkreuz in einer blendenden Lichterscheinung: Eine grell leuchtende, zwei Meter hohe und einen Meter durchmessende Energiespirale, von der eine erdrückend starke mentale Ausstrahlung ausgeht. Das Paragonkreuz trägt nicht nur einen Bewusstseinssplitter der Superintelligenz ES, sondern ist ein eigenständiges Wesen. Das zeigt sich schon daran, dass es sich zunächst weigert, der Allianz der Moral beizustehen. Erst nach einem leidenschaftlichen Plädoyer Lyresseas ändert es seine Meinung, sichert seine Unterstützung zu und versetzt sich in die SCHWERT.

Bevor man abfliegt, überreicht Rhodan dem Priester Sonder fan Dor eine neue Holokugel und gibt ihm eine (natürlich gefälschte) Botschaft Carya Andaxis mit auf den Weg, damit er sein Volk zu einem neuen Anfang führt.

Kommentar:

Wie schon so oft geht auch in diesem Roman alles wieder viel zu glatt. Viel zu einfach gelingen die Befreiung des Priesters und die Bergung des Paragonkreuzes. Die Kybb scheint es nicht weiter zu interessieren, was in ihrem Stützpunkt und darum herum geschieht, ebenso wenig scheint es sie zu stören, dass ein feindliches Schiff sich auf ihrem Planeten versteckt. Von irgendwelchen Suchaktionen oder Vergeltungsmaßnahmen gegen die Tabtree ist jedenfalls nichts zu lesen. Rhodan und seine Mädels müssen einfach mal ihre Deflektoren einschalten und können dann ungestört im Kybb-Stützpunkt herumspazieren.

Mir ist auch die Darstellung von Lyresseas Gestaltwandlerei zu uneinheitlich. In früheren Romanen war nie die Rede davon, dass sie das bewusst steuern kann - man hatte immer den Eindruck, dass der Gestaltwandel mit einem totalen Verlust der Selbstkontrolle einhergeht. Jetzt ist das wieder völlig anders, jetzt kann Lyressea sogar die Gestalt, die sie annehmen will, frei wählen.

Was es mit den schattenlosen Särgen im Heiligen Berg auf sich hat, wird leider nicht näher erläutert. Man denkt dabei natürlich sofort an die Cynos, die sich nach ihrem Tod ja in Obelisken verwandeln, die keinen Schatten werfen…

In einem Nebensatz wird in diesem Roman übrigens erwähnt, dass Rorkhete auf Graugischt zurückgeblieben sei, um dort am Zuwachs der Shoziden-Population mitzuwirken. Na so was! Der Glückliche! Hoffentlich übernimmt er sich nicht!


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