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Perry Rhodan Nr. 2266: Bastion von Parrakh

Autor: Michael Nagula

Inhalt

Reginald Bull, Icho Tolot und Gucky schmuggeln sich mit einem der vielen Raumschiffswracks, die durch die Parrakhon-Wolke treiben, auf den Planeten Parrakhon. Dort schaut Gucky sich ein wenig um und treibt allerlei Unsinn, so dass man bald auf die drei Spione aufmerksam wird. Sie werden in eine Falle gelockt und vom Motoschock eines Motoklons vorläufig außer Gefecht gesetzt. Drei der wichtigsten Persönlichkeiten der LFT sind somit in die Hände der Schergen Gon-Orbhons gefallen. Was Gucky und seine beiden zu Statisten degradierten Begleiter sonst noch so auf Parrakhon erleben, ist derart nebensächlich, belanglos und darüber hinaus auch noch langweilig, dass eine längere Zusammenfassung sich nicht lohnt.

Vergessen wir die wirre Story und notieren folgende Informationen:

Gon-Orbhon ist endgültig erwacht. Ein extrem starker Psi-Schock, der auf ganz Parrakh spürbar ist, lässt keinen anderen Schluss zu. Kurz vorher scheint eine wichtige Person auf Parrakh eingetroffen zu sein. Vielleicht Tagg Kharzani? Welche Auswirkungen Gon-Orbhons Erwachen zum Beispiel für seine Jünger auf Terra haben mag, darüber kann nur spekuliert werden…

Auf Parrakh herrscht hektische, nur teilweise zielgerichtete Betriebsamkeit. Ganze Flotten sowie einige Kybb-Titanen werden umgerüstet, vermutlich werden sie an die Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz angepasst. Weshalb das im Falle der Kybb-Titanen auf der Planetenoberfläche, in einem gigantischen Dock, erfolgen muss, ist mir schleierhaft. Den Aufwand, 20 Kilometer durchmessende Löcher in die Planetenkruste zu buddeln, hätte man sich sparen können - einfache Raumdocks hätten es auch getan.

Der Planet Parrakh wimmelt vor Techniten, Kybb-Völkern und gurrad-ähnlichen Wesen, den Arvezen. Letztere sind möglicherweise die Ahnen der Cortezen oder ein Seitenzweig dieses Volkes. Sie scheinen unter den Hilfsvölkern Gon-Orbhons eine wichtige Rolle zu spielen.

Ihre unglaublichen Beschleunigungswerte und Überlichtfaktoren verdanken die Kybb-Titanen dem Biodim-Triebwerk. Damit hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Die Biodim-Triebwerke eines Kybb-Titanen bestehen nämlich im Kern aus mehr als 36.000 zusammengeschalteten Behältern, in denen sich ein Bio-Zuchtprodukt befindet - und dieses wird aus Motana-Genen gewonnen! Den Kybb ist es offenbar gelungen, die Psi-Fähigkeiten der Motana quasi zu isolieren und maschinell nutzbar zu machen. Man benötigt also nicht unbedingt lebendige Motana zum Betrieb eines Raumschiffs…

Alles andere, was Gucky über Parrakhon herausfindet, kennen wir schon: Dass hier ein Nocturnenstock gestrandet ist, dass er in der Nähe eines ehemaligen Schutzherrendoms einen Krater geschlagen hat und so weiter. Der Roman ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mühsam aufgebaute Mysterien ganz schnell entzaubern kann. Viel zu leicht gelangen Gucky, Bull und Tolot nach Parrakh, viel zu einfach ist es für sie, dort ungestört herumzulaufen. Wieder mal im Schutz von Deflektoren übrigens, die in letzter Zeit immer als Allheilmittel herhalten müssen, wenn den Autoren sonst nichts einfällt. Als ob nur die Terraner diese Technik kennen würden und als ob man Deflektoren nicht orten könnte. Die Bastion von Parrakh, die dem Roman seinen Titel gibt, spielt übrigens erstmal praktisch überhaupt keine Rolle…

Warum mussten Bull und Tolot eigentlich mit von der Partie sein? Warum begeben sich immer die wichtigsten Leute in Gefahr? Na ganz einfach: Damit sie so richtig schön in die Patsche geraten können, was infolge von Guckys schierer Blödheit auch folgerichtig geschieht. Was dem Mausbiber hier angedichtet wird, ist einfach nur peinlich.

Selten musste ich mich - selbst im Sternenozean-Zyklus - durch einen derart hanebüchenen Roman quälen. Ich weiß nicht, wie ich den Stil des Romans beschreiben soll. Er bewegt sich irgendwo auf der Ebene eines billigen Witzblatts oder einer Teenie-Zeitschrift. Das ist wirklich Groschenheft-Niveau.


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