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Perry Rhodan Nr. 2265: Die Krone von Roewis

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Die RICHARD BURTON geht in einen Orbit um den Planeten Roewis, der das Zentrum des gleichnamigen Gurrad-Reichs ist, um dort die nötigen Reparaturarbeiten erledigen und neue Hyperkristalle erwerben zu können. Reginald Bull erhält die Erlaubnis, in der Krone von Roewis, die eine Art Begegnungsstätte für alle Völker der GMW ist und aus Gebäuden aller denkbaren Baustile dieser Völker besteht, zu sprechen. Die Neuigkeit, dass die Gurrads von den Cortezen abstammen, verbreitet sich derweil wie ein Lauffeuer im planetaren Informationsnetz. Es läuft allerdings nicht alles glatt für Bully. Zum einen versucht sein Handelspartner, der Patriarch des sog. Konsortiums der Zweiundzwanzig, größtmöglichen Profit aus der Notlage der Terraner zu schlagen. Bulls Appell an die Völker der GMW, einig gegen Gon-Orbhon zusammenzustehen, stößt auf wenig Gegenliebe. Die Gurrads glauben, Gon-Orbhon habe es nur auf die Terraner abgesehen und sie selbst seien nicht in Gefahr.

Die Gurrads beschäftigen sich lieber mit internen Querelen und Intrigen. Die Situation eskaliert, als zwei Diplomaten von Roewis und aus dem Mantoll-Imperium ermordet werden. Vermutlich soll dadurch eine gerade stattfindende Konferenz torpediert werden, bei der ein Zweckbündnis zwischen diesen beiden Gurrad-Staaten geschlossen werden sollte. Nur dem Eingreifen Guckys ist es zu verdanken, dass es nicht zu einem Blutbad kommt. Dann wird plötzlich Systemalarm gegeben. Ein unbekanntes Diskusschiff nähert sich Roewis, reagiert auf keinen Funkspruch und kann auch durch Abwehrfeuer nicht aufgehalten werden. Das Diskusschiff setzt zwei Objekte auf Roewis ab und verschwindet wieder. Die Gurrads, die die Objekte untersuchen, finden Kristallbrocken aus 5D-Schwingquarz vor und verhalten sich seitdem sehr seltsam. Auch alle anderen Gurrads des Planeten erliegen wenig später einem eigenartigen Einfluss. So kommt es doch noch zur Einigung der Völker, aber nicht auf die von Bully gewünschte Art: Sie huldigen alle gemeinsam Gon-Orbhon.

Es ist klar, dass die Gurrads von Gon-Orbhon mental beeinflusst werden. Bull und seine Begleiter geraten in Gefahr und können nur fliehen, weil Kantiran für Ablenkung sorgt. Er bringt Massen von gefährlichen Nagetieren, die den Gurrads heilig sind und in der Krone von Roewis leben, unter seine Kontrolle und hetzt sie auf die Löwenmenschen. Die RICHARD BURTON ist bereits wieder einsatzfähig und fliegt zurück zum Parrakhon-Sternhaufen, wo der zur Beobachtung zurückgelassene Kreuzer EAGLE unter Daellians Kommando auf sie wartet.

Kommentar:

Dies ist der erste Perry Rhodan - Roman von M.M. Thurner, der schon einige akzeptable Atlan-Romane geschrieben hat. Auch sein Beitrag zur PR-Heftromanserie ist - bis auf ein paar sprachlich fragwürdige Stellen und einen etwas zu bemüht wirkenden Humor - durchaus lesbar. Leider geht die Geschichte um den Hausmeister der Krone und den Mörder, der die Gurradschen Verhandlungen stört, im finalen Tohuwabohu völlig unter. Was der Autor sich bei dem seltsamen Auftritt von Icho Tolot vor der Versammlung von Vertretern aller GMW-Völker gedacht hat, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, ebenso die Überlegungen, die Bull dazu bewogen haben mögen, ausgerechnet Kantiran auf eine diplomatisch zumindest heikle Mission mitzunehmen.

Bully kann es nicht wissen, aber für uns Eingeweihte ist ziemlich klar, dass es sich bei den auf Roewis abgesetzten 5D-Kristallbrocken nur um Bruchstücke des Nocturnenstocks Satrugar handeln kann, der seinerzeit auf Parrakh abgestürzt, wahnsinnig geworden und später mit dem damals noch gutartigen Schutzherrn Gon-Orbhon verschmolzen war. So ist es auch zu erklären, warum die Gurrads dem Einfluss viel schneller und vollständiger erliegen als die Terraner auf der Erde, die ja erstmal "träumen" müssen, bevor sie auch nur zu Jüngern Gon-Orbhons werden. Ein wenig erinnert das an BARDIOC und seine "Kleinen Majestäten".

Übrigens frage ich mich, warum die Besatzung des Schiffs, mit dem Bull auf Roewis gelandet ist, dem Einfluss nicht erliegt. Sollte er nur selektiv wirken? Kann ich mir kaum vorstellen. An Bullys Stelle würde ich die Leute ab sofort sehr genau im Auge behaltenů


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