Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2263
Zurück zu Nr. 2261


Perry Rhodan Nr. 2262: Der Submarin-Architekt

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Die SCHWERT wird zum "echten" Planeten Graugischt gebracht. Hier lebt das Volk der Toron Erih, die auch als Submarin-Architekten bekannt sind. In den Tiefen der Ozeane, von denen Graugischt zu 90 Prozent bedeckt ist, befinden sich nicht nur riesige Städte der Toron Erih und der Shoziden, sondern auch Fabrikationsanlagen, in denen heute die T-Kreuzer hergestellt werden. In früheren Zeiten sind hier die Bionischen Kreuzer entstanden. Hier wird auch die Substanz 101 gewonnen. Sie wird in winzigen Mengen von qallenartigen Wesen, den Porlimschen Schatten, produziert. Diese Riesenquallen, die über hundert Meter groß werden, sind vor Jahrtausenden von Carya Andaxi zu diesem Zweck genetisch programmiert worden, ursprünglich stammt die Substanz 101 aus einem porleytischen Designlabor. Die Submarin-Architekten selbst sind humanoide, kiemenatmende Wesen, die nur im Ozean existieren können. Ihre Körper sind flach und mit Hornschuppen bedeckt. Auf dem Rücken tragen sie zwei Schwingen aus ineinander verwobenen Tentakeln, den Toron. Der Toron dient zur Fortbewegung und zur Niedrigfrequenzkommunikation.

Auf Graugischt leben auch die Schota-Magathe. Sie pflegen die seit der Blutnacht sowohl körperlich kranke als auch seelisch angeschlagene Schutzherrin Carya Andaxi, von der sie abstammen. Remo Quotost, das Oberhaupt der Submarin-Architekten, betrachtet die Schutzherrin als sein persönliches Mündel. Als die SCHWERT ankommt, hält er dies für ein Täuschungsmanöver Tagg Kharzanis - seit die Planeten des Schattenstaats, die übrigens vor langer Zeit zu anderen Positionen in Arphonie transportiert wurden, aus ihren Raumzeitfalten-Verstecken herausgefallen sind, rechnen die Toron Erih jeden Moment mit dem Schlimmsten, nämlich mit der Entdeckung durch den Feind. Zu guter Letzt kann Remo Quotost aber doch davon überzeugt werden, dass der Bionische Kreuzer echt ist und dass die Ankömmlinge keine Agenten des Feindes sind. Obwohl er rangmäßig über General Traver steht, kann Remo Quotost nicht selbst über die Bitte der Ankömmlinge um Hilfe im Kampf gegen Tagg Kharzani entscheiden. Während Rorkhete sich - diesmal freiwillig - als Samenspender betätigt und während Keg Delloguns Familie sich unter ihre Artgenossen mischt, werden Rhodan, Atlan, Lyressea und Zephyda deshalb endlich zu Carya Andaxi vorgelassen.

Die Schutzherrin wird durch die Neuigkeiten zwar aus ihrer Depression gerissen und sie nimmt auch die Ritteraura der Galaktiker wahr, Lyressea kennt sie ja persönlich. Aufgrund ihrer hohen Moralvorstellungen kann sie jedoch nicht dazu bewegt werden, militärische Unterstützung zu leisten oder auch nur das Versteck des Paragonkreuzes zu verraten (falls sie es überhaupt kennt). Krieg, so drückt Carya Andaxi sich aus, ist "die falsche Welle". Sie wird nichts tun, um dem Krieg Vorschub zu leisten. Dabei steht der Krieg schon vor ihrer Haustür: Eine Sonde ist im All von den Ausläufern eines Hypersturms gestreift worden und hat für einige Sekunden Hyperfunksignale ausgestrahlt, bevor sie per Kodesignal von Graugischt gesprengt werden konnte. Sollte ein Kybb-Schiff diese Signale aufgefangen haben, würde es nicht lange dauern, bis Graugischt entdeckt wird. Außerdem ist die Ankunft eines Bionischen Kreuzers in Arphonie dem Feind nicht verborgen geblieben. Er wird alles daransetzen, die SCHWERT aufzustöbernů

Kommentar:

Ich halte es für eine ziemlich unpraktische Einrichtung, dass Bionische Kreuzer nur in Meerwasser repariert werden können. Daß der Grund dafür darin zu sehen ist, dass sie im Ozean gebaut worden sind, will mir auch nicht ganz einleuchten. Wird ein Bionischer Kreuzer im All so schwer beschädigt, dass die mitgeführten Reparatursets nicht ausreichen, kann man ihn nicht reparieren! Es sei denn, man würde ihn zu einem Planeten schleppen, auf dem es Ozeane gibtů Den Submarin-Architekten, der sich das ausgedacht hat, sollte man mit dem ersten Preis für misslungenes Design auszeichnen. Kampfschiffe mit einer solchen Schwäche auszustatten, ist eine Dummheit - und wie gesagt gibt es keinen einleuchtenden Grund dafür, warum es überhaupt so sein muß.

Die Arphonie-Shoziden von Graugischt scheinen Rorkhete davon überzeugt zu haben, daß er seinen Stolz vergessen und auf die einzig mögliche Weise zur Erhaltung seines Volkes beitragen muß. Hallo?!? Der Junge wurde gerade erst mehrfach vergewaltigt und gedemütigt - nur um jetzt freiwillig mitzuspielen? Das scheint mir doch eine gewisse Inkonsistenz im "Drehbuch" zu sein.

Die Unterwasserwelt der Toron Erih wird in diesem Roman auf interessante Weise eingeführt. Auch Carya Andaxi, die Riesen-Seekuh, bleibt geheimnisvoll. Man kann nur hoffen, dass das alles nicht zu bald wieder verflacht!


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2263
Zurück zu Nr. 2261