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Perry Rhodan Nr. 2259: Tod von den Sternen

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die RICHARD BURTON landet zu Reparaturarbeiten auf einem erdähnlichen Planeten im Parrakhon-Sternhaufen und bleibt dort acht Tage lang. Gucky kuriert bei diesem Aufenthalt eine seelische Krise aus. Die Verletzungen, die er bei der Untersuchung des Raumschiffswracks (vgl. PR 2258) erlitten hat, sind zwar verheilt, aber er hat seinen gesamten Pelz eingebüßt. Bis das Fell wieder nachgewachsen ist, traut Gucky sich nicht aus der Krankenstation heraus und muss psychiatrisch betreut werden. Er fängt sich aber recht bald wieder. Die Auswertung des im Wrack gefundenen Logbuchs bringt neue Erkenntnisse: Das Raumschiff hatte zu einer Flotte Gon-Orbhons gehört, die über Jamondi hätte herfallen sollen. In dem Moment, als die Hyperkokons aktiviert wurden, war die Stimme Gon-Orbhons verstummt, vermutlich wegen des Schocks, den er dadurch erlitten hatte, dass seine "Pipeline" nach Sol abgeschnitten wurde. Die untergeordneten, jetzt führerlosen Machthaber Parrakhons waren in den folgenden Jahrhunderten übereinander hergefallen und hatten letztendlich die heute als Helix-Torpedos bekannten, autarken und dezentralen Waffensysteme aktiviert.

Auf dem Planeten, den die RICHARD BURTON als Reparaturstopp nutzt, leben die letzten Cortezen. Dieses humanoide kleinwüchsige ehemalige Hilfsvolk der Schutzherren von Jamondi ist auf einen vergleichsweise primitiven Zivilisationsstand zurückgesunken. Aus den Nachkommen der Cortezen, die seinerzeit nicht im Hyperkokon eingeschlossen worden sind, haben sich die Gurrads entwickelt. Als ein Corteze das getarnte Raumschiff entdeckt und sich ihm nähert, stellt sich heraus, dass diese Wesen durch Deflektorfelder "hindurchsehen" können. Jerofe Gangan Ouwmar, der zwar ängstliche, aber doch vorwitzige Corteze, hat darüber hinaus die besondere Fähigkeit des "Wahrträumens". So hat er auch davon geträumt, dass ein Raumschiff auf seiner Heimatwelt landen und den Cortezen den Tod bringen werde. Als er die Gurrads zu Gesicht bekommt, erleidet er einen Schock. Für weiteren Ärger sorgen die Gurrads, als Bull sie mit in eine nahe Cortezenstadt bringt. Wenige Tage später erliegen nämlich viele Cortezen einer rätselhaften Krankheit, die - wie die Terraner gerade noch rechtzeitig herausfinden - von den Gurrads eingeschleppt wurde. Ein Gegenmittel wird entwickelt, eine Katastrophe kann gerade noch abgewendet werden. Jerofe schließt Freundschaft mit dem wieder völlig genesenen Mausbiber und bleibt mit seiner Lebensgefährtin auf der RICHARD BURTON, als das Schiff den Weiterflug antritt.

Kommentar:

Auch auf diesen Roman hätte ich gern verzichten können. Es geschieht praktisch nichts von Bedeutung, wir erfahren nichts, was uns nicht ohnehin schon bekannt wäre, und auch sonst enthält das Heft nichts, was in irgend einer Weise interessant wäre. Hoffmann hätte gar nicht so ein Geheimnis um Guckys Kahlheit machen müssen - dieser Gag war doch von Anfang an klar. Ein "nackter" Gucky… das muss man sich mal bildlich vorstellen, aber offenbar haben die Ilts einen beneidenswert starken Haarwuchs, denn nach gut einer Woche ist Gucky schon wieder ganz der Alte, sein Pelz ist sogar seidiger als zuvor.

Bull macht schon wieder Dummheiten, mal ganz abgesehen von seinem völlig unprofessionellen Verhalten einem Besatzungsmitglied seines Schiffs gegenüber, den er scheinbar für die Reinkarnation eines Mannes hält, der ihn vor der ersten Mondlandung genervt hat. Obwohl er beobachtet hat, wie ein Corteze angesichts dreier Gurrads vor Panik in Ohnmacht fällt, schleppt Bull die drei Löwenmänner auch noch mit in die Cortezenstadt und wundert sich dann, dass es Ärger gibt. Übrigens: Warum haben die Cortezen Angst vor Gurrads, obwohl sie noch nie welchen begegnet sind und auch gar nicht wissen können, dass die Löwenmänner praktisch ihre Nachkommen sind? Der umgekehrte Fall wäre logischer gewesen, denn die Gurrads scheinen ja entsprechende Überlieferungen zu kennen.

In diesem Roman wird nicht ein einziges Mal erklärt, warum die BURTON überhaupt auf einem Planeten landen musste. So wie ich das sehe, werden alle Reparaturen innerhalb der geschlossenen Schiffszelle durchgeführt. Das hätte man doch ebenso gut im All erledigen können, anstatt das Schiff durch die Landung zu immobilisieren und damit noch angreifbarer zu machen. Ein Planet bietet ja auch keinen Ortungsschutz. Im Gegenteil: Es wäre eher zu erwarten, dass eine eventuell feindlich gesinnte Macht die Planeten, die sich in ihrem Einflussbereich befinden, viel genauer beobachtet als den freien Weltraum. Und wenn sich nun auf diesem Planeten eine Abschussbasis für Helix-Torpedos befunden hätte? Es wird zumindest nicht erwähnt, ob man vor der Landung entsprechende Untersuchungen durchgeführt hat…


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