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Perry Rhodan Nr. 2256: Bahnhof im Weltraum

Autor: Thomas Ziegler

Inhalt

Auf ihrem Weg zur Großen Magellanschen Wolke muss die RICHARD BURTON mehrere Wartungsstops einlegen und auf den vorausgeschickten Weltraumbahnhöfen der Kristallsturmflotte ihre Vorräte an Hawk-Konvertern auffüllen. Erster Halt soll die Raumstation MORGENROT-1 sein. Alle fünf MORGENROT-Stationen bestehen aus drei aneinandergekoppelten PONTON-Tendern und zwei LFT-BOXEN. Sie wurden nach dem Raumsektor benannt, in dem sie stationiert sind. Da die RICHARD BURTON in einem Hypersturm beschädigt wurde, ist der erste Zwischenstop auch dringend erforderlich - doch auf dem Weltraumbahnhof ist etwas nicht in Ordnung.

Dass etwas nicht stimmt, bemerkt die auf der Station eingesetzte Wartungstechnikerin Cilia Perish, als ihr Freund spurlos verschwindet. Es stellt sich heraus, dass er nur einer von vielen ist, die entweder unauffindbar sind oder sich krank gemeldet haben. Niemand scheint Cilias Sorgen ernst zu nehmen. Viele Besatzungsmitglieder wirken völlig apathisch, andere verhalten sich wie ferngesteuerte Zombies. Cilia fängt an, auf eigene Faust nach ihrem Freund zu suchen, wird aber von der Stationskommandantin verhaftet und eingesperrt. Mit Hilfe ihres normal gebliebenen Supervisors kann sie sich befreien, die beiden beobachten, wie die Stationsbesatzung sich in einer Kantine buchstäblich mästet. Da verwandelt sich auch Cilias Chef in einen feindseligen "Zombie", sie muss ihn paralysieren. Cilia stellt fest, dass der Mann eine kleine Schwellung wie von einem Insektenstich hat, ähnliches hat sie schon bei anderen Veränderten gesehen.

Als die RICHARD BURTON eintrifft, wird Reginald Bull wegen des seltsamen Verhaltens der Kommandantin sofort misstrauisch. Er schickt Gucky und Kantiran auf die Station. Die beiden finden schnell heraus, was geschehen ist: Auf MORGENROT-1 hat sich ein fremdes Wesen eingenistet, das von der Kommandantin der Station aus scheinbarer Raumnot gerettet worden ist. Der Fremde ist ein intelligentes Rieseninsekt und kann die Menschen mit winzigen lebendigen "Relais", die sich in ihre Körper bohren, mental fernsteuern. Der Fremde lockt auf diese Weise immer wieder Menschen zu sich, um sie zu fressen, denn er braucht frisches Fleisch, um seine in ihm heranwachsende Brut zu nähren. Er hat die Station unter seine Kontrolle gebracht und würde zu gern auch die RICHARD BURTON übernehmen, um seine geschlüpfte Brut zu weiteren Opfern zu bringen.

Auch Cilia wurde inzwischen von dem Rieseninsekt angelockt, doch Kant ist rechtzeitig zur Stelle, um sie zu retten und das Rieseninsekt zu töten. Mit dem Tod des Fremden und seiner Brut erlischt der suggestive Einfluss und nach kurzer Zeit können die Wartungsarbeiten beginnen.

Kommentar:

Das wird ein kurzer Kommentar, denn nichts was ich schreiben könnte, würde Thomas Zieglers letztem Beitrag zur PR-Heftromanserie gerecht werden. Es wird zwar nur eine vergleichsweise banale Geschichte erzählt, die zudem schon in vielen Romanen und Filmen vorgekommen ist - aber wie sie erzählt wirdů Ich kann nur sagen, dass dieser Roman endlich das lange vermisste Highlight des aktuellen Zyklus ist und dass er zeigt, welchen Verlust die Serie durch den Tod des Autors erlitten hat. Ich habe diesen Roman nicht gelesen, ich habe ihn in einer knappen Stunde verschlungen. Wie Ziegler die Spannung aufbaut, seinen typischen Stil und seine Formulierkunst einsetzt, wie er uns die Figuren (selbst Kantiran, den sonst so unsympathischen Bengel) näherbringt - genial. Einen besseren Roman hat es im vergangenen Jahr nicht gegeben. Könnte doch nur jeder PR-Roman so geschrieben sein wie dieserů


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