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Perry Rhodan Nr. 2255: Die DISTANZSPUR

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Auf der FRIDTJOF NANSEN, einem ENTDECKER Typ II der Hayok-Flotte, beobachtet man, wie ein aus dem Hyperkokon herausgefallenes Schiff unbekannter Bauart von drei Kybb-Cranar-Würfeln angegriffen wird. Das rochenförmige Schiff setzt die Angreifer zwar außer Gefecht, wird aber selbst in Mitleidenschaft gezogen, als in seiner Nähe ein Sonnensystem in den Normalraum zurückkehrt. Ein terranisches Kommandoteam geht an Bord und findet bewußtlose Motana vor. Der unbeschädigte Bordrechner bereitet den Terranern einen unfreundlichen Empfang, aber als die Motana erwachen und als Julian Tifflor persönlich bzw. per Holo eingreift, dauert es nicht lange, bis man sich friedlich an einen Tisch setzt und Informationen austauscht. So erfährt Tifflor alles über die aktuellen Verhältnisse im Sternenozean und über die geschichtlichen Hintergründe. Man trennt sich in Freundschaft - die Motana wollen mit ihrem Bionischen Kreuzer SCHATTENSPIEL weiter Kybb-Cranar jagen.

Auf der SCHWERT gibt es neue Schwierigkeiten. Die Motana, vor allem Zephyda, leiden an furchtbaren Kopfschmerzen und verlieren vorübergehend ihre Psi-Kräfte. Atlan nimmt an, daß sich in der Nähe des Doms ein Kyber-Neutro befinden muß. Tatsächlich finden er und Lyressea eine unterirdische Anlage mit einer Roboterbesatzung, die nach der Aktivierung der DISTANZSPUR ausgefallen war und jetzt, nachdem die Verhältnisse im Tan-Jamondi-System sich normalisiert haben, reaktiviert wurde. Vermutlich befindet diese Anlage sich schon seit sehr langer Zeit an diesem Ort, um den Dom vor jeglichem Zugriff durch Motana abzuschirmen. Lyressea nimmt ihre Zweite Gestalt an und vernichtet die Roboterbesatzung und den Kyber-Neutro im Alleingang. Wenig später nehmen die Raumbeben im gesamten Sternenozean enorm zu. Sämtliche Kybb-Titanen werden zum dritten Planeten, Tan-Eis, abgezogen. Somit ist die Bahn für die SCHWERT frei - sie stürzt sich in die DISTANZSPUR…

Am 8. September 1332 NGZ stürzt der Sternenozean von Jamondi endgültig in den Normalraum zurück. Hyperorkane von nie gekannter Stärke toben, Raumbeben und Verzerrungen der Raum-Zeit-Struktur sorgen für Chaos. Nach zwei Tagen klingen diese Begleiterscheinungen ab, der Hyperkokon hat sich völlig aufgelöst. Jetzt können die LFT-Schiffe erstmals in den Sternenozean eindringen und sich auf die Suche nach Rhodan und Atlan machen.

Kommentar:

Jetzt ist es soweit: Der Sternenozean ist "da" - und mit ihm die mächtigsten Waffen, die die Kybb aufzubieten haben. Diese Handlung ist aber nicht der Kern des Romans. Viel mehr Wert scheint mir auf ein längeres Gespräch gelegt worden zu sein, das Rhodan und Atlan unter vier Augen führen. Es kommt mir so vor, als würde darin einiges von dem zur Sprache kommen, was der PR-Redaktion im letzten Jahr an Leserkritik um die Ohren gehauen worden ist. Rhodan beklagt einen Mangel an Visionen und "Sense of Wonder" bei den Terranern. Nun, er kann ja nicht ahnen, daß die Folgen der erhöhten Hyperimpedanz, vor denen er sich fürchtet, zu genau jener Aufbruchsstimmung geführt haben, die er vermißt… und in der auch ich eine große Chance für die Serie sehen könnte, wenn man denn richtig damit umgehen würde…

Weiter macht Rhodan sich Gedanken über die Pläne der Kosmokraten. Was steckt wirklich hinter ihrem Bestreben, das "Leben an sich" einzudämmen? Egal wie viel oder wenig Leben es im Universum gibt - die Wahrscheinlichkeit dafür, daß es sich im Sinne der Ordnungsmächte entwickelt, verändert sich nicht. Tja, Perry: Du gehst davon aus, daß die Kosmokraten dir die Wahrheit gesagt haben und du nimmst an, daß sie dir alles gesagt haben. Vielleicht haben die Kosmokraten ja Mittel und Wege gefunden, die Entwicklung des Lebens hin zu ihrer "Lebensform" zu beeinflussen… Mittel, die aber nur effizient funktionieren, wenn es nicht zuviel Leben gibt?

Ich weiß nicht, wie logisch Rhodans und Atlans Überlegungen sind und ob es sinnvoll ist, ihre Grübeleien lang und breit auszuarbeiten - zu einem so späten Zeitpunkt in der Serie. Aber ich finde es gut, daß Rhodans innere Sorgen und Nöte überhaupt mal zur Sprache kommen.


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