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Perry Rhodan Nr. 2254: Der ewige Gärtner

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Am 03.09.1332 NGZ landet die SCHWERT auf Tan-Jamondi II. Lyressea führt ihre Freunde in den Dom Rogan. Das ehemalige Zentrum des Schutzherrenordens ist verlassen, die meisten technischen Einrichtungen sind verschwunden und sämtliche Datenspeicher, selbst private Computertagebücher, sind gelöscht. Man weiß nicht, wie viel von den Kybb demontiert wurde, die hier seinerzeit vermutlich nach dem Paragonkreuz gesucht haben. Allerdings scheint der Dom sich selbst instand zu halten, denn es sind keine Spuren des Verfalls zu bemerken. Auch die Umgebung wirkt gepflegt, als sei dort ein Gärtner am Werk. Lyresseas Hoffnung, irgend einen Hinweis auf den Verbleib des Paragonkreuzes zu finden, scheint vergeblich gewesen zu sein, bis sie einen kleinen, solarzellenbetriebenen Spielzeugroboter entdeckt, der einst dem Schutzherrn Gimgon gehört hat. Gimgon war der einzige, der etwas über das Verschwinden des Paragonkreuzes gewusst hat, und er hat dieses Wissen in den Roboter eingespeist: Das Paragonkreuz ist zu Carya Andaxi auf den Planeten Graugischt geflohen - und der befindet sich, unerreichbar für Lyressea und ihre Freunde, im Arphonie-Sternhaufen.

Glücklicherweise gibt es jemanden, der Lyressea helfen kann. Orrien Alar, der ehemalige Hüter von Uralt Trummstam, ist noch am Leben. Er hat die Jahrtausende überdauert, indem er nach seinem "Tod" immer wieder neu aus sich selbst heraus entstanden ist, wobei jeweils sämtliche Erinnerungen erhalten geblieben sind. Dass er sich nicht an seine Herkunft erinnern kann, deutet darauf hin, dass dieser Reinkarnationsprozess irgendwann, noch vor dem Untergang der Schutzherren, schiefgegangen sein muss. Orrien Alar hatte sich aus dem toten Uralt Trummstam eine Hütte im Wald gebaut und seine Zeit damit verbracht, die Umgebung des Doms zu pflegen, mit einem Funkgerät die Kybb abzuhören und mit einem Aufzeichnungsgerät ein Tagebuch zu führen. Außerdem hat er immer wieder vergeblich versucht, einen neuen Uralt Trummstam aus Samenkapseln entstehen zu lassen, die er retten konnte. Als Atlan und Zephyda ihn aufspüren, ist er von der Ritteraura des Arkoniden beeindruckt. Man bringt ihn mit Lyressea zusammen, die er sofort wiedererkennt.

Aus den Tagebuchaufzeichnungen des Ewigen Gärtners geht hervor, dass man den Arphonie-Sternhaufen über die DISTANZSPUR erreichen kann. Leider bringen diese Erkenntnisse Lyressea und ihren Freunden wenig, denn die Verhältnisse im Tan-Jamondi-System normalisieren sich. Würde die SCHWERT jetzt starten, würde sie sofort geortet werden. Außerdem kommen 12 Kybb-Titanen durch die DISTANZSPUR nach Jamondi, einer geht über Tan-Jamondi II in den Orbit. Wenigstens hat Orrien Alar Grund zur Freude: Die vorletzte Samenkapsel hat zu keimen begonnen, eine grüne Spitze ist bereits durch den Boden gebrochen. Für Orrien Alar ist das ein Zeichen für den Beginn einer neuen Zeit.

Kommentar:

Jetzt wissen wir endlich, warum in Jamondi so wenig militärische Präsenz der Kybb zu bemerken war: Der größte Teil ihrer Streitkräfte und sämtliche Kybb-Titanen sind nach Arphonie verlegt worden. Dumm nur, dass dieser Sternhaufen ebenfalls dabei ist, in den Normalraum zurückzukehren, und das ganz in der Nähe von Terra… Die DISTANZSPUR wird von 16 SPURHÖFEN erzeugt und funktioniert nach dem Prinzip eines Fiktivtransmitters. Die SPURHÖFE zapfen die Sonne an und öffnen einen modifizierten (fest gefügten) Hyperraum-Tunnel, über den man Arphonie in einer halben Stunde erreichen kann. Der Flug durch diesen Tunnel kann weder unterbrochen noch beschleunigt werden und scheint - zumindest seit dem Hyperschock - nicht ungefährlich zu sein, denn 6 von 18 Kybb-Titanen sind bei der jetzigen Passage verloren gegangen…

Die Geschichte mit dem Spielzeugroboter fand ich wenig glaubwürdig. Wie wahrscheinlich ist es, dass er sich nicht aktiviert hat, während die Kybb im Dom waren, aber ausgerechnet dann, als Lyressea erscheint? Schließlich reagieren Solarzellen auf Licht, egal ob es von der Sonne kommt oder z.B. von einer Taschenlampe. Und die Kybb werden den Dom wohl kaum in völliger Finsternis durchsucht haben.

Die Lebensgeschichte von Orrien Alar nimmt breiten Raum in diesem Roman ein. Leider ist sie eher langweilig, vor allem aber wurde sie schon zu Anfang des Romans kurz zusammengefasst, was auch völlig ausgereicht hätte. Die Langversion hätte man danach nicht noch einmal lesen müssen. Eigentlich ist der Knabe nichts anderes als der "Freak of the week".


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