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Perry Rhodan Nr. 2252: Welt der Ursuppe

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Wie praktisch: Die Planeten, auf denen die vier noch fehlenden Schildwachen versteckt wurden, sind Catiaane namentlich bekannt. Während Rhodan und Lyressea mit dem Bionischen Kreuzer GRÜNER MOND zum Tan-Jamondi-System fliegen, begeben Atlan, Catiaane und Zephyda sich mit der SCHWERT ins Ortiz-System, wo die männliche Schildwache Hytath sich befinden soll. Leider ist dieses Gebiet im Sternenkatalog der Besch als verbotene Zone eingetragen. Am Ziel angekommen stellt Zephyda fest, dass das Ortiz-System eine waffenstarrende Festung ist. Tausende Trakenschiffe, darunter viele schwere Einheiten, bewachen die Planeten. Es fällt Catiaane schwer, ihren Bruder per Niederschwellentelepathie zu lokalisieren. Irgendein störender Einfluss behindert sie. Schließlich fühlt sie, dass Hytath sich auf dem Planeten Etabe befinden muss. Diese Welt ist größtenteils von einem Ozean aus konzentrierten organischen Stoffen - einer Art Ursuppe - bedeckt.

Die SCHWERT kann unmöglich zu den Planeten des Ortiz-Systems gelangen. Atlan, Catiaane und einige Begleiter wechseln deshalb auf einen Frachter der Besch über, der zufällig gerade nach Etabe beordert worden ist. Die Besch haben von ihrem König den geheimen Befehl erhalten, jeden Bionischen Kreuzer, dem sie begegnen, zu unterstützen. Grund für diese Insubordination gegenüber den Machthabern des Sternenozeans ist die Verschärfung der Bedingungen, unter denen die Besch noch Handel treiben dürfen. Bisher konnten sie damit ganz gut leben, aber seit dem Hyperschock wird die Unterdrückung durch die Kybb unerträglich. Als Egh Larini, der Oberste Preistreiber des Besch-Raumers, auch noch die Schildwache zu Gesicht bekommt, hilft er sogar unentgeltlich (eigentlich unerhört für einen Besch). Die Amphibienwesen haben offenbar genauso viel Ehrfurcht vor den Schildwachen wie die Motana.

Der Besch-Raumer landet auf Etabe und wird von Kybb-Traken durchsucht, aber Atlan und seine Leute haben sich längst im Schutz von Deflektoren auf die Suche nach Hytaths Asyl gemacht. Sie stellen sich zwar unglaublich dumm dabei an, bleiben aber unentdeckt. Nebenbei finden sie heraus, dass Etabe wegen seiner reichen Hyperkristall-Vorkommen so wichtig für die Kybb ist. In der Ursuppe ist massenweise roter Khalumvatt gelöst, die Kristalle sind quasi zum Bestandteil der Nahrungskette geworden. Mit schwimmenden Fabriken wird die wertvolle Substanz aus der Ursuppe filtriert und gelagert. Die Ausstrahlungen der Kristalle sind auch der Grund für die Störung der telepatischen Verbindung zwischen den Schildwachen. Hytath wird trotz aller Schwierigkeiten gefunden und erweckt, seine Asylkapsel vernichtet sich selbst. Leider war sie mitten in der größten Hyperkristall-Raffinerie von Etabe versteckt und durch die Explosion wird eine Deflagration der Hyperkristalle ausgelöst. In all dem Durcheinander können die Gefährten mit Hytath entkommen - jetzt ist schon die Hälfte der Schildwachen wieder beisammen.

Kommentar:

Wieder so ein Roman, von dem ich hin- und hergerissen bin. Auf der einen Seite mag ich diese absonderlichen Besch mit ihren offenbar total verschlammten Raumschiffen und ihren eigenartigen Vorstellungen von Pädagogik. Sie erinnern mich übrigens sehr an die Quochten aus dem Odyssee-Zyklus Die Besch-Kapitel dieses Romans sind flott geschrieben, amüsant und gerade so abgedreht wie ich's mag. Dann sind da aber noch die Atlan-Kapitel. Sobald er und seine Leute Etabe betreten, läuft der Roman irgendwie aus dem Ruder. Längere Zeit ist die Gruppe hauptsächlich damit beschäftigt, sich so tollpatschig zu benehmen, dass ich nicht umhin kann zu glauben, Ellmer habe hier einige Slapstick-Einlagen einbauen wollen. Die passen nur leider überhaupt nicht in den Roman und nerven eigentlich nur. Die Entdeckung der Asylkapsel und die Bergung Hytaths werden dann in ein paar wenigen Sätzen abgehandelt. Es war wohl kein Platz mehr für eine überzeugendere Schilderung übrig.

Überhaupt ist diese Story ein Musterbeispiel dafür, wie man Gefahrensituationen wirkungslos verpuffen lassen kann. Erst wird betont, wie wahnsinnig gefährlich das Unternehmen sei, weil das Ortiz-System so super-gesichert ist. Dann schalten Atlan und seine Leute nur ihre Deflektoren ein und die Sache ist geritzt. Das war zu einfach, zumal sie ja auf einem Planeten operieren, der für die Kybb extrem wichtig sein muss. Warum kennen die Traken mit ihrer hoch entwickelten Technik eigentlich keine Antiflexbrillen?


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