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Perry Rhodan Nr. 2249: Die Blutnacht von Barinx

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

In der für beide Seiten extrem verlustreichen Schlacht gegen die Flotten STROWWANS wird die Entscheidung zu Gunsten der Schutzherren durch tausende von unerwartet eingreifenden Bionischen Kreuzern und zwei von ES zur Hilfe gerufenen Nocturnenstöcken aus der Galaxis Laxaron (= Fornax) herbeigeführt, nachdem es einigen mit Paratechnik ausgerüsteten Schiffen STROWWANS sogar gelungen war, die Kunstwelt Wanderer aus dem Hyperraum zu reißen. Der Preis für den Sieg ist hoch, die Streitkräfte der Schutzherren gehen schwer angeschlagen aus dem Konflikt hervor. Die gegnerischen Einheiten fliehen zwar, könnten den Hauptwelten der Schutzherren aber immer noch gefährlich werden. Deshalb teleportiert der stark beschädigte Nocturnenstock Antallin nach Tan-Jamondi II, der Stock Satrugar begibt sich nach Parrakh. Antallin kommt jedoch vom Kurs ab und stürzt auf den Planeten Baikhal Cain, wo er stirbt. Er sinkt in die Planetenkruste ein, seine Substanz schäumt auf und vermischt sich mit der Planetenmaterie - so entsteht der Heilige Berg. Eine starke Psi-Komponente löst sich aus dem Berg und verschwindet im All. Daraus entwickelt sich später der Graue Autonom.

Der Nocturnenstock Satrugar stürzt auf Parrakh ganz in der Nähe des Schutzherren-Doms ab. Ein Binnenmeer entsteht, aus dem noch der Dom, ein Stück des Nocturnenstocks und sechs Vulkankegel hervorragen. Satrugar wird nach dem Absturz wahnsinnig. Gon-Orbhon versucht ihm zu helfen, verschmilzt dabei mit dem Stock und verwandelt sich dadurch in ein bösartiges Wesen, das sich für einen Gott hält. Jahrzehnte später wird STROWWAN endgültig von ES besiegt. Die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz prosperiert, aber mit den Schutzherren geht es bergab. Auch Uralt Trummstam ist davon betroffen: Der Baum stirbt. Das Paragonkreuz verschwindet, es können keine neuen Schutzherren mehr geweiht werden. Gon-Orbhon übernimmt in Amringhar die Macht. Der dortige Dom wird zum Kern seines Imperiums und heißt seitdem Bastion von Parrakh. Im Kampf gegen das Imperium Orbhon, das sich anschickt, Ammandul zu überrennen, sollen Tagg Kharzanis Kyber-Völker eine entscheidende Rolle spielen. Die mächtigste Waffe sind die Kybb-Titanen. Diese 16 - 17 Kilometer durchmessenden, an deformierte Bälle erinnernden Gebilde wirken auf seltsame Weise lebendig. Ihr Inneres ist von Nano-Cyborgs (Techniten) erfüllt, die alles erschaffen können, was benötigt wird. Etwas Geheimnisvolles geht auf den Kybb-Titanen vor, selbst Tagg Kharzani weiß nicht alles darüber. Die Herkunft der Kybb-Titanen bleibt ebenfalls unbekannt. In Bereichen, die niemand betreten kann, entstehen die Motoklone

Gon-Orbhon zapft die Sonne Talans bzw. deren 6-D-Komponente mit einem Jetstrahl an und beginnt mit der mentalen Beeinflussung ganzer Völker in Ammandul. Bald darauf schickt er Flottenkontingente in die Galaxis - wieder einmal bricht Krieg aus. Ein Vorstoß der Schutzherren nach Parrakh schlägt fehl. Da greift ES ein und versiegelt alle 16 Sternhaufen, die zum Machtbereich der Schutzherren und des Imperiums Orbhon in Ammandul, Amringhar und Kyranghar gehören, in Hyperkokons. Die Sternhaufen haben danach keinen Kontakt mehr untereinander und zum übrigen Universum. Dadurch wird der Krieg schlagartig beendet und ES kann in Ruhe seine Mächtigkeitsballung weiter aufbauen. Auch in Jamondi herrscht zunächst Frieden. Die wenigen verbliebenen Schutzherren rufen das Projekt DISTANZSPUR ins Leben. Sie wollen versuchen, eine Verbindung zwischen Jamondi und Arphonie zu erschaffen. Per Zufall wird festgestellt, dass überall in Jamondi Flottenverbände der Kybb aufmarschieren. Dahinter steckt Tagg Kharzani: Er will die Herrschaft über den Sternenozean an sich reißen. Die Schutzherren ziehen nach schweren Kämpfen alle verbliebenen Kräfte im "Ring der neun Sonnen" von Barinx zusammen. Dort werden sie vernichtend geschlagen - alle Schutzherren fallen. Die Schildwachen werden noch rechtzeitig evakuiert und auf verschiedenen Planeten versteckt. Die Kybb-Titanen vernichten Barinx und das gesamte Neun-Sonnen-System…

Damit endet Lyresseas Bericht. Gleichzeitig treffen die ersten Teilnehmer des Konvents der Majestäten auf Tom Karthay ein.

Kommentar:

Ich muss mich korrigieren: Arphonie ist nicht mit dem Sternenriff identisch. Es handelt sich um den Sternhaufen, der in der Nähe des Pfeifennebels in einem Hyperkokon hängt und auf den Namen "Paukenwolke" getauft wurde.

Viele offene Fragen wurden durch Haensels Doppelband beantwortet - das spricht alles für sich und muss nicht mehr kommentiert werden. ES handelt sehr eigennützig. Begründet wird das mit der Schwäche der noch jungen Superintelligenz nach dem Kampf gegen STROWWAN. Aber einfach mal so eben Abermilliarden von Lebewesen auf unbestimmte Zeit in Hyperkokons zu verbannen, nur damit die restliche Galaxis sich in Ruhe weiterentwickeln kann, ist doch ein starkes Stück. Wenn ES auch für das Verschwinden des Paragonkreuzes verantwortlich wäre, dann hätte die Superintelligenz damit dem Orden der Schutzherren den Todesstoß versetzt. Da muss man sich doch allmählich fragen, inwieweit ES sich mit seiner rücksichtslosen Vorgehensweise überhaupt von den Kosmokraten unterscheidet…

Wie im vorigen Roman tritt das persönliche Schicksal Lyresseas, auf die Haensel sich konzentriert, fast völlig gegenüber den größeren Zusammenhängen in den Hintergrund. Diese Zusammenhänge sind aber durchaus faszinierend genug, um den interessierten Fan von Anfang bis Ende zu fesseln. Die Einbeziehung alter Bekannter - der Nocturnen - in die aktuelle Handlung funktioniert gut. Mit verrückten Nocturnenstöcken hatten wir es ja schon einmal zu tun… Nicht ganz klar ist mir jetzt noch, ob Tagg Kharzani von Gon-Orbhon beeinflusst worden ist, oder ob er eigene Ziele verfolgt. Ich tippe auf letzteres, denn ich glaube nicht, dass der Einfluss Gon-Orbhons bis in die Hyperkokons hinein reicht.


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