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Perry Rhodan Nr. 2247: Attentat auf Hayok

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Ascari da Vivo erhält einen Funkspruch von Imperator Bostich, mit dem dieser den Terranern bei Ihren Expeditionsvorbereitungen freie Hand gewährt. Die Mascantin stellt Bull nur eine Bedingung: Ein arkonidischer Beobachter muss den Flug in die GMW mitmachen. Bull schickt die Hälfte der PONTON-Tender voraus. Sie sollen eine Kette von Weltraumbahnhöfen bis 40.000 Lichtjahre in den Leerraum hinein bilden. Als erstes Schiff wird die RICHARD BURTON den Sprung in die GMW wagen, es bleibt jedoch nicht genug Zeit, um sie wie die anderen ENTDECKER komplett umzurüsten. Die Kugelzelle des Schiffs "steckt" jetzt in einem an zwei Seiten offenen Würfel mit 3 Kilometern Seitenlänge, dessen Wände 400 Meter dick sind. Diese würfelförmige Erweiterung beherbergt vor allem zusätzliche Hawk-Konverter und kann abgeworfen werden. Zusammen mit den Hawks innerhalb des Kugelschiffs reichen die Konverter aber nur für den Hinflug und für Erkundungen innerhalb der GMW. Sollte das Gros der Flotte es also aus irgendwelchen Gründen nicht bis in die GMW schaffen, wird die RICHARD BURTON nicht mehr genug Triebwerkskapazität haben, um in die Milchstraße zurückzukehren…

Während die Terraner emsig an ihren Schiffen herumbasteln, gibt Kantiran der Jugend in Vhalaum ein schlechtes Beispiel, indem er sich mehrmals bis zur Besinnungslosigkeit besäuft und mit einem Mädchen anbandelt, das sich in ihn verliebt, dem er aber keine tieferen Gefühle entgegenbringt, weil er Thereme nicht vergessen kann (ihr Tod ist ja auch erst ca. ein Jahr her). Er bewegt sich sorglos in der Stadt umher und nimmt mit Mal Detair zusammen sogar einen Job an, obwohl er genau weiß, dass er bei den Arkoniden immer noch ein gesuchter Mann ist. Scazada Toan, Kants Freundin, träumt schon von einem glücklichen Familienleben auf Hayok, aber daraus wird nichts, denn eines Tages taucht Gucky in Kants Wohnung auf, um ihn für den Flug in die GMW anzuwerben. Jeder verfügbare Mutant wird für die Mission gebraucht. Kant schaltet aber erstmal wieder in den Trotzkopf-Modus um und weigert sich selbst dann noch, als wenige Tage später Bull persönlich einen Versuch unternimmt, Kant zum Mitkommen zu bewegen. Der Sternenbastard wirft Bull dessen Verhalten in der Shallowain-Affäre vor, außerdem fühlt er sich immer noch von seinem Vater Perry Rhodan schlecht behandelt. Erst als ihm klar wird, dass ein gemeinsames Leben mit Sca nicht das ist, was er sich erträumt, zumal die Frau für ihn nur eine Affäre ist, entscheidet er sich anders.

Ein minderjähriger arkonidischer Junge aus einer von Shallowain zu terranerfeindlichen Aktionen angestifteten Jugendbande verübt einen Anschlag auf die Bar, in der Kant sich mit Sca treffen wollte. Die junge Frau wird dabei aber weit weniger verletzt als durch das, was Kant ihr ausgerechnet kurz nach dem Anschlag zu sagen hat. Nach einem kurzen, unerfreulichen Abschied begibt Kant sich auf die RICHARD BURTON, wie immer begleitet von Mal Detair. Er ist gar nicht erfreut, als er den bzw. die arkonidischen Beobachter sieht, die am Tag des Starts, dem 05.08.1332 NGZ, an Bord kommen. Es sind: Der zalitische Wissenschaftler Trerok, der Dron Qertan - und Ascari da Vivo!

Kommentar:

Wann wird dieser Bengel Kantiran endlich erwachsen und wann kriegt er sein Alkoholproblem in den Griff? Schon in einem früheren Roman ist er ja durch exzessiven Bierkonsum aufgefallen, diese Woche schlägt er vollends über die Stränge. Mal sehen, wie er mit Ascari auskommt, aber auf dem ENTDECKER dürfte es ja genug Platz geben, damit die beiden sich aus dem Weg gehen können. Die Idee, Ascari wieder mit den Terranern auf große Fahrt zu schicken, gefällt mir übrigens gut.

In diesem Roman wird einmal mehr der Versuch unternommen, Bulls Verhalten in der Shallowain-Affäre zu begründen. Ich wünschte, man würde dieses leidige Thema endlich ruhen lassen! Bull sagt, so etwas wie eine verbindliche galaktische Kriegsverbrecher-Charta existiere nicht und die Regelungen des Galaktikums seien mehr Theorie als Praxis. Wie bitte? In der Milchstraße des 14. Jahrhunderts NGZ, wo hunderte Zivilisationen zusammenleben müssen, gibt es kein übergreifendes Völkerrecht und das Galaktikum ist ein Papiertiger wie seinerzeit in der realen Welt der Völkerbund? Na, dann wird es aber höchste Zeit, dass sich das ändert!

Bull führt weiter aus, man hätte Shallowain vor terranische und arkonidische Gerichte stellen müssen. Nach terranischem Recht wäre er nicht zu verurteilen gewesen und die Arkoniden hätten ihn vermutlich nicht angetastet. Woher will Bull vor allem letzteres wissen? Und selbst wenn es zuträfe, warum hat man nicht wenigstens versucht, ihm einen ordentlichen Prozess zu machen? Das wäre jedenfalls legaler gewesen, als Kralasenen (!!!) zu seiner gewaltsamen Befreiung anzuheuern! Durch diese Aktion hat Bull übrigens sein eigenes Argument ausgehebelt, er habe sich nicht mit den Arkoniden auf eine Stufe stellen und Shallowain einfach töten lassen wollen. Er hat in jedem Fall unrechtmäßig und mit mehr als fragwürdigen Mitteln gehandelt.

Schließlich meint Bull noch, wenn man Shallowain vor ein arkonidisches Gericht gestellt hätte, dann hätten die Arkoniden im Gegenzug bestimmt die Auslieferung aller Agenten des SPEICHERS gefordert und hätten diese Agenten dann hingerichtet. Wieder so eine durch nichts begründete Vermutung! Diese Argumentation ist ohnehin - man verzeihe mir das Wortspiel - Bullshit. Denn a) handelt es sich um völlig verschiedene Sachverhalte, mit denen ein Gericht sich wohl kaum gleichzeitig befassen würde, b) hätte nichts die Arkoniden daran gehindert, die Auslieferung der TLD-Agenten auch so zu fordern - dass sie es bis jetzt noch nicht getan haben, heißt doch nicht, dass sie nur auf eine Anklage Shallowains gewartet hätten! Und c): Wer ist denn auf Hayok in der stärkeren Position und hätte ein Auslieferungsersuchen auch ignorieren können? Na also.

Eigentlich wollte ich mich über diesen Quatsch ja nicht mehr aufregen, aber wenn die Autoren immer wieder darauf herumreiten… In letzter Konsequenz müsste Bull eigentlich aus seinem Amt entfernt werden. In der realen Welt wäre jemand, der eine solche Aktion anzettelt, nicht tragbar. Im Perryversum sieht das alles natürlich ganz anders aus…

Ach so - wie hat mir der Roman gefallen? Durchschnittlich, fast langweilig. Das liegt hauptsächlich an der Hauptfigur, nicht an der Art, wie der Roman geschrieben ist. Ich finde Kantiran einfach zu uninteressant, als dass mich seine pubertären Seelenqualen groß beeindrucken könnten.


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