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Perry Rhodan Nr. 2246: Kavuron, der Spieler

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Am 13.07.1332 NGZ erreicht die Kristallsturm-Flotte Hayok. Dort beginnt unverzüglich die Umrüstung der ENTDECKER zu Stufen-Fernraumschiffen. Reginald Bull, der als Expeditionsleiter mit in die Große Magellansche Wolke fliegen wird, übergibt den Oberbefehl über die LFT-Streitkräfte im Sektor Hayok an Julian Tifflor. Die Aktivitäten bleiben natürlich auch den Arkoniden nicht verborgen, die wieder Morgenluft wittern, weil der Umbau ihrer Flotten auf Alttechnik Fortschritte macht. Sie fühlen sich bereits stark genug, um den Terranern ein Ultimatum zu stellen. Die Vorbereitungen für die Expedition in die galaktische Eastside sollen eingestellt werden, weil die Arkoniden selbst Ansprüche auf die dortigen Hyperkristall-Vorkommen geltend machen. Sollten die Terraner sich weigern, käme das einer Kriegserklärung gleich. Diese Nachricht stammt angeblich direkt von Imperator Bostich und wird von Ascari da Vivo überbracht. Um Konflikte zu vermeiden, würde Bull ihr gern das wahre Ziel der Expedition erläutern, will aber sichergehen, dass es sich nicht um eine leere Drohung handelt. Mit anderen Worten: Jemand müsste in die arkonidischen Positronik-Netzwerke eindringen und den exakten Inhalt von Bostichs Funknachricht beschaffen.

Gucky kennt jemanden, der dazu imstande wäre, vorher aber überredet werden muss: Das Specter. Dieses virtuelle Wesen, hervorgegangen aus der ÜBSEF-Konstante von Maykie Molinas und verankert in den Resten von "Moles" Gehirn, welche jetzt in Teilen der Biopositronik KHASURN integriert sind, wagt sich in den Cyberspace des planetaren Rechnernetzes und dringt in die gesicherten Bereiche des Tato-Palastes vor. Dort bekommt das Specter es mit Kavuron da Untrach zu tun. Dieser Arkonide hat den Cyberspace nach dem Hyperschock neu aufgebaut und vergnügt sich damit, tödliche virtuelle Spiele gegen Hacker auszutragen, die er anschließend über die ferngesteuerten Einrichtungen ihrer Wohnungen tötet. Die Hacker haben keine Chance gegen ihn, denn Kavuron kontrolliert den Cyberspace von seiner Zentrale aus mit der Macht eines Gottes. Die Celistas Oltran und Stentral vernichten danach dann jeweils alle Beweise. Es gelingt dem Specter, die benötigten Informationen an Gucky zu übermitteln. Dann aber schaltet Kavuron alle Netzknoten ab, so dass das Specter im Intra-Netz des Tato-Palastes gefangen ist. Gucky verfrachtet deshalb die Komponenten KHASURNS, in denen Moles Gehirn sich befindet, in die RICHARD BURTON, dringt in den Tato-Palast ein und etabliert eine Funkbrücke zum Schiff. So kann das Specter entkommen.

Nach Auswertung von Bostichs Funkspruch kann Bull sicher sein, dass die Drohung der Arkoniden echt ist. Sie würden die Einheiten der LFT nach Ablauf des Ultimatums angreifen. Er unterrichtet daher Ascari über seine wahren Pläne. Die Mascantin verspricht, vorläufig von Kampfhandlungen abzusehen. Gucky führt Kavuron, Oltran und Stentral ihrer "gerechten" Strafe zu, indem er sie an die Freunde der von Kavuron getöteten Hacker ausliefert. Denen müssen sie sich jetzt in einer fairen Version der virtuellen Spiele stellen…

Kommentar:

Wenn Leo Lukas einen Gang zurückschaltet und nicht nur Kalauer am Fließband produziert, dann kann auch mal ein flotter, amüsanter Roman dabei herauskommen. Noch besser wäre der Roman geworden, wenn Lukas gänzlich auf Klamauk verzichtet hätte. Leider kommen aber auch diesmal wieder die beiden Slapstick-Celistas, der plappernde Papagei und ein Mausbiber auf einem Skateboard vor… na ja. Die Abenteuer im Cyberspace, die man sich wie eine Mischung aus "Die Matrix" und einem Online-Rollenspiel vorstellen muss, geben Lukas natürlich alle Freiheiten für abgedrehte Einfälle. Die sind denn auch gut inszeniert und durchaus unterhaltsam.

Einen echten Haken hat der Roman aber doch: Gucky übt Selbstjustiz. Kavuron mag ein Verbrecher sein, der von der arkonidischen Gerichtsbarkeit sicher ungeschoren gelassen würde, aber das gibt dem Ilt nicht das Recht, ihn eigenmächtig zu bestrafen. Schreiben wir es mal Guckys Plofre-Seite zu und hoffen, dass niemand je davon erfährt…

Warum schafft Gucky die Rechnerkomponenten mit Moles Gehirn eigentlich auf die RICHARD BURTON? Hätte er nicht auch von der LFT-Botschaft aus eine Funkbrücke aufbauen können? Durch diesen Kunstgriff sollte vermutlich nur dafür gesorgt werden, dass das Specter auch bei der Expedition in die GMW mit von der Partie sein wird.


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