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Perry Rhodan Nr. 2245: Operation Kristallsturm

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Unter der Leitung von Malcom S. Daellian wird im Juni 1332 NGZ ein Projekt realisiert, durch das die schwierige Energieversorgung der Erde wieder sichergestellt werden soll: Sonnenzapfung. Der Prototyp der neu entwickelten Zapfschiffe der RAINBOW-Klasse wird in Betrieb genommen. Die RAINBOW I besteht hauptsächlich aus einem umgebauten 100 Meter - Kreuzer der VESTA-Klasse, der in einer modularen, verformbaren Gitterkonstruktion aufgehängt ist. Die Energie wird mit zwei an den Schiffspolen angebrachten riesigen Parabolschüsseln aus der Sonne gezapft und in zehn ringförmige Zyklotraf-Speicher mit 500 Metern Durchmesser eingespeist. Die RAINBOW-Schiffe sind also nichts anderes als gigantische Akkus, die ihre Energie dort abgeben können, wo sie gebraucht wird. Daellian nimmt am ersten Einsatz des Prototyps persönlich teil und verhindert den Anschlag eines Orbhonisten, wodurch er den Untergang des Zapfschiffs aber nicht verhindern kann. Die RAINBOW I explodiert, weil die Zyklotraf-Ringspeicher aufgrund eines Konstruktionsfehlers überlastet werden. Die Besatzung wird noch rechtzeitig evakuiert und der zweite Versuch mit der RAINBOW II ist erfolgreich. Somit dürfte bald genug Energie zur Verfügung stehen, um z.B. den Kristallschirm wieder zu aktivieren, was möglicherweise auch die Einflussnahme von Gon-Orbhon auf die Terraner beenden wird. Versuche mit PsIso-Netzen, die das gleiche Ziel haben, waren bis jetzt übrigens nicht erfolgreich.

Daellian wird vom RAINBOW-Projekt abgezogen. Er soll als Chefwissenschaftler an der Operation Kristallsturm teilnehmen. Mit einer Flotte aus 10 zu Stufenschiffen umgebauten Typ 2 - ENTDECKERN, 30 PONTON-Tendern und 30 LFT-BOXEN soll ein Brückenkopf in der galaktischen Eastside zur Sicherstellung der dortigen reichen Hyperkristall-Vorkommen etabliert werden. So lautet jedenfalls die offizielle Version. Die Wahrheit erfährt Daellian von Myles Kantor. Das eigentliche Ziel der Flotte liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Dort soll Gon-Orbhon aufgespürt und wenn möglich neutralisiert werden. Die Bildung des Brückenkopfs ist nur ein Täuschungsmanöver, mit dem die Orbhonisten vom eigentlichen Plan der LFT abgelenkt werden sollen, denn ihnen dürfte es kaum gefallen, dass ihr Gott bekämpft werden soll. Um jegliche Gefahr einer Infiltration der Flotte durch Orbhonisten auszuschalten, soll die Endmontage der Stufenschiffe im Hayok-Sektor erfolgen, wo dann auch erst die endgültigen Besatzungen an Bord kommen werden. Raumfahrer von Terra kommen aufgrund der dort allgegenwärtigen Beeinflussung durch Gon-Orbhon nicht in Betracht. Daellian willigt erst ein, als RAINBOW II permanent störungsfrei arbeitet. Der Start der Flotte erfolgt am 03.07.1332 NGZ. Mit dabei ist Bré Tsinga. Die Gotteskriegerin ist in einem speziellen Gefängnis-Container untergebracht. Man hofft, dass sie der Flotte den Weg zu Gon-Orbhon weisen wird.

Kommentar:

So langsam sollte man sich in der PR-Redaktion mal auf die richtige Schreibweise von Daellians Vornamen einigen. Heißt er nun Malcom (wie z.B. in PR 2220) oder Malcolm (wie z.B. in diesem Roman)?

Diesmal geht es erneut hauptsächlich um die Vorstellung eines neuen technischen Gimmicks. Die Zapfschiffe zur Energiegewinnung aus der Sonne, die gleichzeitig als Energiespeicher dienen (d.h. die Energie wird nicht sofort zum Endverbraucher weitergeleitet), werden eingeführt. Womöglich wird mit ihnen bald ein Netz aus galaktischen "Tankstellen" eingerichtet, damit Raumschiffe ihre Energie nicht selbst erzeugen oder zapfen müssen, was ja unter den Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz bekanntlich ein schwieriges Unterfangen ist. Die Vorstellung dieser Technologie hätte man in ganz wenigen Sätzen zusammenfassen und der Handlung z.B. voranstellen können, sie wird aber in die ansonsten etwas dünne Handlung eingebaut und man erhält die Informationen nur häppchenweise. Der Roman ist deshalb nicht so flüssig zu lesen, wie man es sich für eine Bahnfahrt nach einem beschwerlichen Arbeitstag wünschen könnte…

In etwas zu häufigen und zu langen Passagen werden Daellians innere Qualen ausführlich beschrieben. Er hat weder seinen schweren Unfall noch die Tatsache verwunden, dass er jetzt ein reanimierter Toter ist. Daellian hat immer wieder Halluzinationen und sonstige Anfälle, manchmal muss er von der Positronik seines Überlebenstanks medikamentös ruhiggestellt werden. Eigentlich ist es unglaublich, dass jemand mit solch schweren psychischen Störungen mit derart verantwortungsvollen Aufgaben betraut wird. Was, wenn er in einem entscheidenden Moment durchdreht und betäubt werden muss? Ich kann mir das nur so erklären, dass es Daellian bisher gelungen ist, seine Probleme geheim zu halten.


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