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Perry Rhodan Nr. 2244: Bürgergarde Terrania

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Am 18.04.1332 NGZ erreicht das erste von außerhalb des Solsystems kommende Raumschiff seit dem Hyperschock die Erde. Es ist der terranische 500-Meter-Frachter TOMBA, er bringt 500 Millionen Mikro-Fusionsreaktoren von Ferrol. Bei dieser für Terra extrem wichtigen Fracht ist ein Anschlag der Orbhonisten sehr wahrscheinlich - und er findet auch tatsächlich statt (es kommt nur zu geringen Schäden), ist aber eigentlich vor allem eine Antwort auf ein Bombenattentat gegen Mitglieder der Sekte, welches von einem Mitglied der drei Tage zuvor gegründeten "Bürgergarde Terrania" verübt worden ist. Unter der Leitung des geheimnisvollen Marschall Tellon, der stets anonym im Schutz eines Verzerrerfelds auftritt, finden sich immer mehr einflussreiche Terraner zusammen, die der Meinung sind, dass die LFT zu lasch gegen Carlosch Imberlock und seine Jünger vorgeht und die das Recht in die eigenen Hände nehmen wollen. Tellon plant eine große Aktion, durch die die gesamte Sekte ausradiert werden soll. Schon vor dem Tag X kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Es herrscht fast so etwas wie Bürgerkrieg in Terrania!

TLD-Chef Noviel Residor schleust einige Agenten in die Bürgergarde ein. Im Gegensatz zu den Orbhonisten, denen man immer noch keine Straftat nachweisen kann, handelt es sich bei der Bürgergarde um eine illegale Untergrundorganisation, die öffentlich bekannt gibt, dass ihr Ziel die Vernichtung der Gon-Orbhon-Sekte ist. Zur Verbreitung dieser Nachricht überlagert Tellon alle terranischen Fernsehsender - er hat seine Leute selbst im TLD und kann mit ihrer Hilfe NATHAN manipulieren. Residor bietet Imberlock deshalb den Schutz des Geheimdienstes an. Der Prediger lehnt jedoch ab. Er meint, die Sekte könne sich selbst schützen. Irrtum! Am 30. April wird ein Sprengstoffanschlag auf den Tempel der Degression verübt, bei dem alle 14 Adjunkten und Dutzende Jünger ihr Leben verlieren. Imberlock kommt noch einmal davon. Doch der nächste Schlag, von Tellon persönlich vorbereitet, steht unmittelbar bevor. Erneut soll der Tempel das Ziel sein. Die Folgen wären grauenhaft, denn Tausende von Orbhonisten versammeln sich seit dem Anschlag im Tempelbezirk.

Drei der eingeschleusten TLD-Agenten gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Identität des "Marschalls" zu ermitteln und ihn - oder besser: sie - unschädlich zu machen. Tellon ist nämlich eine ehemalige TLD-Agentin, ein ehemaliges Teammitglied der Leute, die sie jetzt entlarven. So erklären sich auch die weitreichenden Einflussmöglichkeiten der Bürgergarde. Weitere Gewalt wird zwar vorerst verhindert, aber die einmal in Gang gesetzte Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich ein neuer Führer für die Bürgergarde findet…

Kommentar:

Religion und Glaubensfragen sind ein Thema des Romans, Selbstjustiz ein anderes. Sie werden zwar eher oberflächlich behandelt, wenigstens wird aber die Bürgergarde nicht als positiv dargestellt. Sie unterscheidet sich in der Wahl ihrer Mittel ja auch kaum von den Gon-Orbhon-Terroristen. Dass der TLD gegen sie vorgehen muss, ist völlig richtig, auch wenn das manchem nicht gefallen mag. Nur frage ich mich: Was ist eigentlich aus dem vielbeschworenen "kosmischen Bewusstsein" der Terraner geworden und aus ihrem "Evolutionssprung" seit der Aktivierung des Chronofossils Terra? Damit scheint es nicht weit her zu sein; die Menschen benehmen sich immer noch so primitiv und barbarisch wie ihre Vorfahren - unsere Zeitgenossen.

Kein Wunder, dass der TLD gegen die Orbhonisten nichts ausrichten kann, wenn seine Agenten sich denn alle so unprofessionell verhalten wie die Helden dieses Romans. Was stellt der Geheimdienst überhaupt für Leute ein? Chip Greuther ist ein Beinahe-Mörder, Bernie Schneider nimmt im Dienst immer wieder mal einen Schluck aus dem Flachmann und Meggie Sweeken wird von Minderwertigkeitskomplexen geplagt… Bernie Schneider ist übrigens Karnevalist. Auch im 14. Jahrhundert NGZ gibt es noch Brauchtumsschützer mit Narrenkappe wie ihn, die Jecken sind noch immer nicht ausgestorben. Damit wäre das also auch geklärt.


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