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Perry Rhodan Nr. 2243: Die Mediale Schildwache

Autor: Frank Borsch

Inhalt

Mit dem Sieg über die Kybb-Cranar fangen für Zephyda die Probleme auf Baikhal Cain erst an. Tausende von befreiten Sklaven aus dem Heiligen Berg müssen versorgt werden, dazu kommen noch mehr Motana aus den Gefangenenlagern und aus den Wäldern. Man beginnt mit der Evakuierung ins 6,7 Lichtjahre entfernte Ios-System. Dann zerstören die Motana den Heiligen Berg, das Symbol der Unterdrückung. Doch für Zephyda reicht das noch nicht. Sie sucht in der von den Cranar verwüsteten Residenz von Pardahn nach Hinweisen auf das Schicksal ihrer kleinen Schwester Lesyde, mit deren Tod sie sich noch nicht abgefunden hat. Erst als sie die Knochen eines Kindes findet, bei denen eine kleine Flöte liegt, hat sie bittere Gewissheit…

Perry Rhodan sucht derweil im eisbedeckten Land Keyzing nach der Medialen Schildwache. Er kampiert dort ganz allein mit primitiver Ausrüstung und versucht, durch Träume Kontakt mit der Schildwache zu erhalten. Tatsächlich sieht er die humanoide, menschengroße Frau mit der blauen Haut, kahlem Schädel, eisgrauen Augen und krallenartigen Finger- und Fußnägeln mehrfach in seinen Träumen. Außerdem schlafwandelt er und entdeckt so eine getarnte Höhle, in der ein offen stehendes Schott zu einer eiförmigen, 30 Meter hohen und maximal 18 Meter breiten High-Tech-Anlage mit transparenten Wänden führt, die unter dem Eis liegt. Kosmokratentechnik? Auch hier träumt Rhodan wieder von der Schildwache. In der Sprache der Mächtigen stellt sie ihm verschiedene Fragen, die er offenbar zufrieden stellend beantwortet. Denn als er (wieder wach) seine ganze technische Ausrüstung ablegt, gelingt es ihm, eine zuvor verschlossen gewesene Kammer im Zentrum der Anlage zu betreten - und dort steht die Schildwache auf einem Podest, schlafend, gestützt von einem Stasisfeld. Rhodan deaktiviert das Feld, aber die Schildwache erwacht nicht. Stattdessen erhitzt sich die gesamte Station und fängt an zu schmelzen. Mit einem primitiven Bagger, der in der untersten Ebene der Station geparkt war, schaufelt Rhodan sich gerade noch rechtzeitig ins Freie, wo er und die Schildwache von einem Bionischen Kreuzer aufgenommen werden.

Baikhal Cain wird bereits von der Traken-Flotte angegriffen. Der Kampf verläuft zunächst günstig für die Motana, doch dann setzt Letoxx einen Kyber-Neutro ein. Schlagartig verlieren alle Epha-Motana die Fähigkeit, die Feldlinien der Epha-Matrix zu benutzen, und werden von schrecklicher Übelkeit und Kopfschmerzen gequält. Es gelingt den Traken, 19 der hilflos dahintreibenden Bionischen Kreuzer abzuschießen. Dann geraten die restlichen Kreuzer außer Reichweite. Die "modernen" Epha-Motana scheinen im Gegensatz zu ihren Vorfahren in der Lage zu sein, sich der PSI-Welle der K/Neutros anzupassen. Während die Traken auf Baikhal Cain landen, um die dort verbliebenen Motana zur Strafe für die Sprengung des Heiligen Berges auszurotten, treffen die 40 entkommenen Bionischen Kreuzer auf halbem Weg nach Tom Karthay zusammen. Da erwacht die Schildwache an Bord der SCHWERT. Sie sagt nur ein Wort: "Lyressea".

Kommentar:

Lyressea ist sicher der Name der Medialen Schildwache. Interessant zu wissen, dass sie mit Rhodans Antwort auf ihre Frage, wie er zu den Kosmokraten stehe, zufrieden ist. Rhodan hatte nämlich gesagt, er diene ihnen nicht, ihre Moral sei nicht die seine. Er sehe sich selbst in der Tradition der alten Ritter der Tiefe. Vermutlich waren also auch die Schutzherren und ihre Schildwachen Verfechter eines "Dritten Weges" zwischen den Mächten der Ordnung und des Chaos. Man darf gespannt sein, was Lyressea zu berichten hat. Nicht weniger interessant dürfte die Reaktion des Kybernetischen Kommandos auf die Vernichtung des Heiligen Berges ausfallen, der ja wohl die einzige Quelle des wahnsinnig wertvollen Schaumopals war...

Frank Borsch nimmt sich wieder viel Zeit für seine Hauptfiguren. Seine Favoriten sind eindeutig Venga (die in diesem Roman aber keine Rolle spielt - leider, möchte ich fast sagen), Zephyda und Rorkhete. Besonders letzterer wird mir immer sympathischer, je mehr man merkt, was für ein "menschlicher" Kern in seiner abweisenden Schale steckt. Es wäre schön, wenn der Shozide nicht am Ende des Zyklus wieder "verschwinden" würde. Aber auch Rhodan hat einige gute Szenen. Er baut sich in der Einsamkeit der Eiswüste ein Metallgestell in Form eines Hundes, der dann stummer Zuhörer von Rhodans Selbstgesprächen wird. Das erinnert ein wenig an Tom Hanks in "Castaway", der immer mit seinem Wilson-Ball geredet hat… Leider enthält der Roman viele Druck-/Schreibfehler, über die man großzügig hinwegsehen muss.


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