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Perry Rhodan Nr. 2239: Verrat auf der Kristallwelt

Autor: Rainer Castor

Inhalt

Das arkonidische Kristallimperium ist in den Monaten nach dem Hyperschock zunächst genauso gelähmt und zergliedert wie jedes andere Volk, das hauptsächlich Hypertechnologie benutzt. Auch in Thantur-Lok steht ein in einem Hyperkokon festhängender Sternhaufen vor der Rematerialisation. Er umfasst 110.000 Sonnenmassen in einem Raumgebiet von 55 Lichtjahren und wird Dashkon-Sternwolke genannt. Die einzelnen Welten des arkonidischen Reichs haben keinen Kontakt untereinander, es kann keine Rede mehr von einem einheitlichen Wirtschaftsraum sein. Diese Schwäche macht eine Gruppe von Verschwörern, die den Sturz des Imperators plant, sich zunutze. Sie spielen Bostich I. Informationen über ein geplantes Attentat zu, welches auch tatsächlich durchgeführt wird, jedoch keinen Erfolg hat. Es war ohnehin nur inszeniert worden, um Bostich auf eine falsche Spur zu lenken. Bostich glaubt, sein Schützling Thendorn da Gonozal sei für den Mordanschlag verantwortlich, die wahren Hintermänner bleiben aber unerkannt.

Obwohl Bostich die Warnungen Rhodans in Bezug auf die Erhöhung des Hyperwiderstands ignoriert hat, wurde das Kristallimperium von den Veränderungen nicht unvorbereitet getroffen. Zu verdanken ist dies vor allem Aktakul, Chefwissenschaftler des Imperiums und bester (bzw. einziger) Freund des Imperators. Aktakul hat rechtzeitig mit der Wiederinbetriebnahme von Alttechnik begonnen, die überall im Kernbereich des Imperiums noch eingemottet ist bzw. von neueren Anlagen überbaut wurde. Er hat auch dafür gesorgt, dass die Yobylin-Werft aus ihrem Hyperraumversteck geholt wurde, andernfalls wäre sie verloren gewesen. Sie befindet sich jetzt in einem Orbit um Arkon III. Oberstes Ziel ist es, die Raumfahrt wieder in Schwung zu bringen. So wird schon bald mit dem Bau umgerüsteter GWALON-Schlachtschiffe begonnen. Die größte Leistung arkonidischer Wissenschaftler ist jedoch die Konstruktion eines Situationstransmitters, dessen ungeheurer Energieverbrauch durch Sonnenzapfstationen gedeckt wird. Mit Hilfe dieser Technologie hofft Bostich bald soweit zu sein, seine auf die galaktische Southside gerichteten Eroberungspläne wieder aufgreifen zu können.

Kommentar:

Das Schlimmste an Castor-Romanen ist, dass meine Erwartungen nie "enttäuscht" werden. Diesmal werden sie sogar noch übertroffen, denn der Roman ist fast unlesbar. Die rudimentäre Story wird gnadenlos in einem Wust von Daten, Zahlen, Namen, Rückblenden und Abschweifungen erstickt, die nicht nur langweilig, sondern zum Teil auch völlig bedeutungslos sind. Castor prügelt uns Dutzende von Namen mit den dazugehörenden uninteressanten Hintergrundinformationen um die Ohren, die später nie wieder eine Rolle spielen werden. Immer wieder unterbrechen lange technische Erläuterungen und Erklärungen z.B. über Bostichs Weg zur Macht den Lesefluss. Ein solches Durcheinander, nur unzureichend zusammengekittet von der völlig zweitrangigen Story um die Verschwörung gegen Bostich, sollte nicht in Romanform herausgegeben werden. Castor sollte seine Erklär-Wut lieber in den PR-Kommentaren ausleben und das Geschichtenerzählen anderen überlassen. Immerhin wissen wir jetzt, dass die Terraner gut daran tun, schnell wieder auf die Beine zu kommen, denn mit Arkon ist bald wieder zu rechnen.

Der Roman enthält einen Rückblick auf ein fröhliches Familientreffen zwischen Atlan und seiner Tochter Jasmyne da Ariga im Juli 1325 NGZ auf Traversan, also kurz nach der Rückkehr der SOL aus dem Mahlstrom. Das Kapitel scheint keinen Zusammenhang zum Rest des Romans zu haben. Ob hinter der Verschwörung gegen Bostich vielleicht Jasmyne oder gar Atlan selbst steckt?

Übrigens: In diesem Roman findet der ehemalige USO-Agent "Sternenvogel" scheinbar den Tod. Wir erinnern uns: Sternenvogel war damals maßgeblich an der Befreiung von Reginald Bull aus arkonidischer Gefangenschaft beteiligt. Wenn sein Tod denn nicht nur ein Trick war, damit er untertauchen konnte…


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