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Perry Rhodan Nr. 2236: Der Finger Gottes

Autor: H.G. Francis

Inhalt

Eine Rückblende in die Zeit vor dem Hyperschock: Auf dem zum arkonidischen Imperium gehörenden Planeten Caiwan gibt es ergiebige Vorkommen von Hyperkristallen. Am häufigsten werden zwar Adern des minderwertigen Khalumvatt-Kristalls gefunden, aber die schiere Menge der Funde gleicht das wieder aus. Der Planet birgt somit einen unvorstellbaren Reichtum. Es gibt nur ein Problem: Sobald arkonidische Schürfkommandos, Roboter oder sonstige Maschinen in die Nähe der Adern kommen, implodieren diese in einem begrenzten Umkreis und zerfallen zu Staub. Die Kristalle können nur von den primitiven Eingeborenen unter Zuhilfenahme einfachster Werkzeuge abgebaut werden. Es scheint so, als existiere eine fast symbiotische Beziehung zwischen den Caiwanen und den Hyperkristallen. Die Caiwanen werden von den Arkoniden daher gnadenlos ausgebeutet. Man zwingt die humanoiden, nichtmenschlichen Wesen zur Arbeit unter erbärmlichsten Bedingungen in den Minen. Man verweigert den Caiwanen jegliche Bildung, um sie gefügig zu halten - sie sollen die Arkoniden für Gesandte der Götter halten und ihre Arbeit tun, ohne irgendwelche Gegenleistungen zu verlangen.

Die Verhältnisse auf Caiwan werden am Beispiel des jungen Caiwanen Dando Gentury geschildert, der sich zur Arbeit in einem Hyperkristall-Bergwerk verpflichtet, um reich zu werden. Natürlich sieht die Realität ganz anders aus und mit der Zeit wächst in Dando der Wille zum Widerstand gegen die arkonidischen Unterdrücker, für die die durchaus intelligenten Caiwanen nur harmlose Wilde sind. Erst als Dandos Lebensgefährtin durch die Machenschaften eines Priesters, der mit den Arkoniden kollaboriert, ums Leben kommt, geht Dando aktiv gegen seine Herren vor. Hilfe erhält er durch einen abgetrennten, aber noch funktionsfähigen Roboterkopf, den er gefunden hat. Der Kopf vermittelt ihm das nötige Wissen. So agitiert Dando gegen die Arkoniden und kuriert immer mehr seiner Leute von ihrer abergläubischen Furcht vor den Besatzern. Als er im Jahre 1322 NGZ deswegen verhaftet wird, verweigern auf dem ganzen Planeten unzählige Caiwanen aus Protest die Arbeit. Da die Arkoniden sich die damit verbundenen Ertragsausfälle nicht leisten können, sind sie zu Verhandlungen bereit. Dando erreicht, dass die Sicherheitsvorkehrungen in den Bergwerken verbessert werden. Außerdem soll den Eingeborenen Zugang zum Wissensschatz der Arkoniden gewährt werden. Der dickste Brocken, den Dando für sein Volk erstreitet, ist jedoch das Recht, in eigenen Bergwerken Hyperkristalle fördern und den Arkoniden verkaufen zu dürfen. Auch darauf geht der Tato Caiwans ein, aber es ist ein Haken an der Sache: Die Caiwanen erhalten zwar die Schürfrechte für das größte planetare Vorkommen an rotem Khalumvatt. Dass es sich dabei aber um minderwertige Kristalle handelt, die für die Arkoniden wertlos sind, ahnt Dando nichtů

Kommentar:

Die Caiwanen sind ein interessantes Volk mit einer ziemlich bizarren Biologie - nur leider werden sie wahrscheinlich bald wieder im Exposé-Nirwana verschwinden wie so viele Völker vor ihnen. Ein wenig zu auffällig sind bei diesem Roman die Parallelen zu den versklavten Motana und ihrer Arbeit in den Schaumopal-Minen; eigentlich ist es genau die gleiche Story mit nur leicht veränderten Rahmenbedingungen.

Ich frage mich, was das wohl für ein Roboter gewesen sein mag, dessen abgetrennten Kopf Dando gefunden hat. Worauf war der bloß programmiert, dass er den Caiwanen hilft - immerhin ist es ein arkonidisches Modell?!?

Der "Finger Gottes", dem der Roman seinen Namen verdankt, ist übrigens nichts anderes als ein Tempel, der Bestandteil des von den Arkoniden inszenierten (Aber-)Glaubens ist, mit dem die Caiwanen ruhig gehalten werden sollen. Eigentlich ist er völlig unwichtig für die Handlung, er wird gegen Ende von Dando zerstört.


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