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Perry Rhodan Nr. 2235: Todesspiele

Autor: Thomas Ziegler

Inhalt

Am Beispiel des Weltraum-Vergnügungszentrums CASINO UNIVERSO erfahren wir, welche Auswirkungen der Hyperschock auf Schiffe und stationäre Einrichtungen haben kann, die sich im All befinden. Das genannte Casino ist eine Raumstation, bestehend aus einem 500 Meter langen und an der dicksten Stelle 200 Meter durchmessenden, spindelförmigen Zentralsegment, um das sechs hochkant stehende Scheiben mit 400 Metern Durchmesser und 100 Metern Dicke herum gruppiert sind. Diese "Blütenblätter" werden wiederum von einem Perimeterring umfasst. Die Station umkreist eine Sonne, die ca. 214 Lichtjahre von der Freihandelswelt Lepso entfernt ist. Durch ein Raumbeben ist sie aus dem Orbit geworfen worden und droht in wenigen Tagen in die Sonne zu stürzen. Da infolge des Hyperschocks die meisten Geräte an Bord ausgefallen sind - nur ein Fusionsreaktor, eine Notfallpositronik und das Prallfeld funktionieren noch - besteht keine Möglichkeit, die Umlaufbahn zu stabilisieren oder sonst irgendetwas gegen den drohenden Untergang zu tun. Das Ende der etwa 1200 Personen an Bord (die meisten davon zwielichtige Gestalten, Glücksritter und Kriminelle) scheint besiegelt zu sein.

Da erreicht ein Springerschiff das Casino. Es wurde notdürftig auf Low-Tech-Betrieb umgerüstet und ist weit und breit das einzige Schiff, das nach dem Hyperschock noch fliegen kann. Der Patriarch des Schiffs hat den Notruf des Casinos empfangen und ist bereit, jeden zu evakuieren, der sich das leisten kann - nur leider ist die Springerwalze lediglich 80 Meter lang, ein Beiboot also, das maximal 32 Personen befördern könnte. Kellborn, der Kommandant der Casinostation, kommt gar nicht dazu, weiter mit dem Patriarchen zu verhandeln, denn der ebenfalls anwesende Chef eines Verbrechersyndikats erschießt den Springer, während seine Leute die Besatzung umbringen und das Schiff kapern. Kellborn wiederum tötet den Syndikatsboss und ruft Sicherheitskräfte zu Hilfe. Nun hat Kellborn zwar ein funktionierendes Schiff, aber wie soll er entscheiden, wer die Station verlassen darf und wer bleiben muss?

Kellborn kommt auf die ziemlich makabre Idee, dass die Leute um ihr Leben spielen sollen. Schließlich sind sie alle wegen des Spiels auf der Station, jetzt geht es eben um den höchstmöglichen Einsatz. Und so beginnen tatsächlich die "Todesspiele". Wer in einem solchen Spiel verliert, muss sterben - und zwar nicht erst, wenn das Ende der Station kommt, sondern sofort! Alle Verlierer müssen entweder ein tödliches Gift nehmen oder sie werden erschossen. Alle beugen sich diesem Verfahren - alle bis auf den "Magier" Thau aus der Galaxis Sharitme. Dieser Ornithoide hat hypnosuggestive Kräfte und nutzt diese, um beim Spiel zu betrügen. Als der Betrug durch Zufall auffliegt, kommt es zu einer schrecklichen Schießerei, bei der auch Thau getötet wird. Letzten Endes bleiben 33 Personen übrig. 32 fliehen mit dem Springerschiff. Der letzte ist Kommandant Kellborn. Er bleibt freiwillig zurück und verglüht mit der Raumstation, als diese in die Sonne stürzt.

Kommentar:

Thomas Ziegler ist ein Name, der bei "Altlesern" Erinnerungen an die frühen Achtziger weckt, als Rainer Zubeil (so der bürgerliche Name des jetzigen Gastautors) Stammautor war und auch an den Exposés mitarbeitete. Jetzt darf er nur einen Lückenfüller schreiben, der immerhin ganz unterhaltsam zu lesen ist. Nur die Idee der "Todesspiele" ist für mich nicht überzeugend. Mir will nicht einleuchten, warum sich alle diesem unmenschlichen Reglement unterwerfen. Auf der Station tummeln sich doch die Kriminellen nur so, viele sind bewaffnet - eigentlich wäre es unausweichlich, dass da der eine oder andere versuchen würde, sich den Weg freizuschießen.

2233 Romane lang hat man nichts über die "Friedensfahrer" gelesen, jetzt sieht es so aus, als seien sie überall. So war der Magier Thau auf der Flucht vor ihnen und war bis zuletzt davon überzeugt, dass sie ihn auch im Weltraumkasino aufspüren würden. Warum ist man ihnen noch nie zuvor begegnet?


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