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Perry Rhodan Nr. 2234: Expedition ins Ungewisse

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Der Wiederaufbau nach dem Hyperschock geht weiter: Die Wirtschaft auf Terra ist allgemein im Aufschwung. Ein Netz aus Hyperfunk-Relaisstationen entsteht, durch das die Planeten des LFT-Kernbereichs zumindest funktechnisch miteinander verbunden werden. Auch mit der Raumfahrt geht es voran: Die RICHARD BURTON, Julian Tifflors Schiff, wird mit zusätzlichen Nugas-Modulen und Hawk-Kompensationskonvertern ausgerüstet. Sie soll demnächst zu einem Fernflug aufbrechen. Auf der Negativseite dieser optimistisch stimmenden Bilanz steht Carlosch Imberlock. Dessen Gon-Orbhon-Sekte erhält immer mehr Zulauf und der "Tempel der Degression" wird am 09. April 1332 NGZ eingeweiht. Der TLD observiert das Gebilde fleißig, hat aber immer noch nichts gegen die Sekte in der Hand, deren Mitglieder ungehindert weitere Anschläge verüben, u.a. auch auf eine Luna-Werft, wo die Zusatzmodule für die ENTDECKER-Raumer hergestellt werden. Bré Tsinga, die zweifache Mörderin, sitzt im Gefängnis. Irgend etwas scheint an ihr zu zehren - sie magert immer mehr ab. Tifflor setzt sich dafür ein, dass ihr zunächst noch nicht der Prozess gemacht wird. Er will weiter versuchen, einen Beweis für ihre Unschuld zu erbringen.

Am 12. April startet die RICHARD BURTON mit Tifflor an Bord zum ersten Fernflug seit dem Hyperschock. Ziel ist der 9220 Lichtjahre von Terra entfernte Hayok-Sternenarchipel. Während eines Stopps wird ein Hyperfunk-Notruf der Algorrian aufgefangen. Le Anyante und Curcaryen Varantir waren auf dem Weg nach Terra und sind durch den Hyperschock in Raumnot geraten. In seiner unnachahmlichen Art fordert Varantir von Tifflor eine Tonne Howalgonium - als ob die Terraner auch nur ein Gramm entbehren könnten! Die Algorrian machen den Flug nach Hayok mit und beweisen sogleich wieder ihre Genialität, indem sie den ENTDECKER vor der Vernichtung bewahren, als er in einen gewaltigen Hypersturm gerät.

Die Algorrian haben außerdem Interessantes zu berichten. Le Anyante hat bereits zwei Kinder zur Welt gebracht, ein drittes ist unterwegs. Sie haben die Galaxis erkundet und dabei einen Bahnhof der Friedensfahrer entdeckt. Angeblich gibt es viele solcher Bahnhöfe entlang einer Universellen Schneise, die sich von Erranternohre über die Milchstraße und Algstogermaht bis zum Mahlstrom erstreckt. Tifflor führt den Algorrian das Holo eines Schohaaken vor. Sie kennen diese Wesen tatsächlich, vor Millionen von Jahren waren die Schohaaken ein wichtiges Hilfsvolk der positiven Superintelligenz ARCHETIM. Mehr wissen die Algorrian nicht - zumindest verraten sie sonst nichts mehr.

Auf Hayok gibt es ein fröhliches Wiedersehen der Unsterblichen. Nach einem Informationsaustausch wird festgestellt, dass der "Tempel der Degression" bis ins Detail der Kybb-Cranar-Festung gleicht, welche man auf dem ins Normaluniversum zurückgestürzten Jamondi-Planeten Ash Irthumo entdeckt hat. Le Anyante bringt an Bord von PRAETORIA ihr drittes Kind zur Welt, das somit automatisch die LFT-Staatsbürgerschaft erhält. Julian Tifflor überreicht neben hundert Gramm Howalgonium (mehr ist nicht drin) persönlich die Geburtsurkunde…

Kommentar:

Eigentlich geschieht nicht viel in diesem Roman, aber er ist vollgepackt mit Informationen. Dass er dennoch nicht langweilig ist, liegt wohl daran, dass die Ereignisse aus der Sicht "kleiner Leute" geschildert und durch die Irrungen und Wirrungen eines Liebespaars aufgelockert werden: Elena Dworkoff und Phil de Beer müssen sich als neue Besatzungsmitglieder der RICHARD BURTON erstmal zurechtfinden und haben einige Gefahren zu bestehen, bis sie sich endlich "kriegen" - und das ausgerechnet im Moment höchster Todesgefahr. Ich frage mich, wie de Beer es mit seinen psychischen Problemen (der Mann erträgt den Aufenthalt im All oder auf fremden Planeten nur innerhalb geschlossener Räume) auf die Besatzungsliste der RICHARD BURTON geschafft hat… Immerhin gibt es ein Happy End für die beiden. Alles andere hätte ich Arndt Ellmer auch übelgenommen!

Die Algorrian sorgen für a) weitere amüsante Abwechselung, b) einige Erkenntnisse und c) eine Menge neuer Fragen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei der "Leiche" einer Superintelligenz, die in der Sonne Sol verborgen ist, um die Überreste von ARCHETIM. Die auf Terra materialisierten Schohaaken könnten so etwas wie Konzepte sein, die bisher in einem Hyperkokon eingelagert waren. Ob es Zufall ist, dass dieser sich gerade jetzt aufgelöst hat oder ob die Schohaaken als eine Art letzte Eingreiftruppe ARCHETIMS dienen sollen, ist noch nicht klar. Dass uns die Friedensfahrer und die Universelle Schneise noch intensiv beschäftigen werden, steht außer Frage, im Moment kann man zu beiden Begriffen aber noch nichts sagen. Die Schneise war den Raumfahrern von der SOL ja bereits im vergangenen Zyklus aufgefallen: Die oben genannten Galaxien liegen alle auf einer geraden Linie.

Die Zusammenhänge zwischen den in Hyperkokons eingelagerten Sternensystemen, der Großen Magellanschen Wolke und dem Gon-Orbhon-Kult dürften den Verantwortlichen der LFT jetzt klargeworden sein. ES hatte vor langer Zeit einen Gefahrenherd in die Hyperkokons verbannt. Diese Kokons lösen sich jetzt auf, prompt beginnt eine fremde Macht, ARCHETIMS Überreste anzuzapfen. ES hatte seinerzeit genau das gleiche getan, um Kräfte zu sammeln. Da liegt der Schluss nahe, dass Gon-Orbhon ein alter Konkurrent von ES um die Vorherrschaft in der Mächtigkeitsballung war, dass ES ihn in einem Hyperkokon eingesperrt hatte, und dass dieser Hyperkokon sich in der Großen Magellanschen Wolke befindet. Damit steht fest, dass die Terraner so bald wie möglich in der GMW nach dem Rechten sehen müssen.


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