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Perry Rhodan Nr. 2232: Wiedergeburt

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Kantiran macht seinem armen Onkel Reginald Bull mal wieder Ärger. Rhodans Sohn besteht nämlich darauf, sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass Shallowain wirklich in einem ausbruchssicheren Gefängnis einsitzt. Bull, der gegen den Rat einiger Juristen durchsetzt, dass Shallowain demnächst für seine Verbrechen bei der Erstürmung des SPEICHERS vor Gericht gebracht werden soll, erfüllt Kantirans Wunsch. Und so geht der Knabe alsbald auch der Sicherheitschefin der alten LFT-Botschaft auf die Nerven. Im ehemaligen Botschaftsgebäude, das nach der Vernichtung des SPEICHERS wieder als offizieller Sitz der terranischen Verwaltung hergerichtet wird, hält man Shallowain unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gefangen. Kantiran und Mal Detair quartieren sich in der Nähe der Zelle ein. Kant verbringt fortan einen Großteil seiner Zeit damit, seinen Erzfeind durch ein semitransparentes Fenster zu beobachten.

In der Alten Botschaft werden u.a. auch alle transportablen Komponenten der Biopositronik KHASURN montiert, die bisher in der TLD-Zentrale stationiert war. Um der Ursache für die vermutlich von KHASURN verursachten Phänomene, die beim Kampf um den SPEICHER für Verwirrung gesorgt hatten, auf den Grund zu gehen, klinkt sich ein Posbi von PRAETORIA in den Rechner ein. Er entdeckt dort ein hochkomplexes, offenbar von außen eingeschleustes Programmkonstrukt, welches er für die Wurzel allen Übels hält. Der Posbi löscht das Konstrukt oder glaubt zumindest, es wie ein Computervirus entfernt zu haben. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine Art "Bewusstseins-Backup", das Mayk Molinas vor ca. 25 Jahren angelegt hat und das sich jetzt, unbeeindruckt von den Bemühungen des Posbis, mit den Bewusstseinsfragmenten der eigentlich toten Frau vereinigt (wir erinnern uns: Maykies Bewusstsein hatte sich im Moment ihres Todes in die Biopositronik gerettet). Auf diese Weise entsteht ein "Geist in der Maschine", der die volle Kontrolle über den gesamten Rechnerverbund und alle Peripheriegeräte hat.

Nur allzu bald erweist sich Kantirans Skepsis in Bezug auf die Sicherheit des Gefängnisses als berechtigt. Elf Celistas - einige davon sind Kralasenen - bereiten nämlich schon eine Aktion zur Befreiung Shallowains vor. Dabei kommt ihnen zugute, dass die Alte Botschaft schon vor Jahrhunderten unbemerkt vom arkonidischen Geheimdienst unterminiert worden ist. Es gibt einen geheimen Tunnel, durch den die Celistas eindringen können. Jeder einzelne von ihnen hat einen Anti-Mutanten-Sender dabei, so dass z.B. Kantiran mattgesetzt ist. Als erstes zerstören die Agenten ein Kraftwerk, welches den HÜ-Schirm und die internen Sicherheitssysteme der Botschaft mit Energie versorgt. Außerdem nehmen sie Filana Karonadse und Mal Detair als Geiseln - die beiden waren gerade dabei, es sich in einem abgelegenen Raum zu einem Schäferstündchen gemütlich zu machen…

Kommentar:

Neues aus Kalau: Eine als Pirat kostümierte Sicherheitschefin - komplett mit Papagei (der zudem in Reimen krächzt) - ein Posbi, der wie ein Weihnachtsbaum aussieht und ständig "Hüah, Hüah, Hüah" brüllt, zwei Slapstick-Celistas, die dem Vorbild von Stan Laurel und Oliver Hardy nachempfunden sind… das sollen wir wohl witzig finden. Warum verschwendet Leo Lukas sein Talent, die Seiten dieses Romans und die Geduld des Lesers mit derartigem Unsinn? Wann packt er endlich den Holzhammer wieder ein und versucht es mit einer etwas subtileren Art von Humor?

Wieder einmal müssen wir darüber hinaus pseudojuristische Spitzfindigkeiten ertragen, die in einem früheren Roman schon einmal breitgetreten worden sind und die im wesentlichen darauf hinauslaufen, dass die Terraner dem lieben Shallowain nicht den Prozess machen können, weil er angeblich keine Terraner umgebracht hat, sondern Bewohner eines von Arkon annektierten Planeten - mithin also Arkoniden. Außerdem sei die Existenz des SPEICHERS, an der die ganze Geschichte sich ja erst entzündet habe, ein klarer Verstoß gegen arkonidisches Recht. Aha. Ein Unrecht hebt also neuerdings ein anderes auf? Gut: Es stimmt, dass Hayok vor Jahrtausenden erstmals von den Arkoniden besiedelt worden ist und danach nur lose mit der LFT assoziiert war. Es stimmt auch, dass Perry Rhodan damals (nachzulesen in PR 2000) den Anspruch des Kristallimperiums auf den Hayok-Sternenarchipel offiziell anerkannt hat. Der Planet Hayok ist also arkonidisches Hoheitsgebiet. Wird aber dadurch automatisch jeder, der dort lebt, zum Arkoniden? Wohl kaum. Und so etwas wie eine Genfer Konvention gibt es im 14. Jahrhundert NGZ wohl nicht mehr? In der Genfer Konvention kann man z.B. lesen, dass Zivilpersonen (also alle Personen, die nicht den bewaffneten Kräften angehören und die nicht an den militärischen Handlungen teilnehmen) niemals angegriffen werden dürfen und geschont werden müssen. Sie dürfen nicht als menschliche Schutzschilde verwendet oder als Geiseln genommen werden. Gegen jede dieser grundlegenden Vorschriften hat Shallowain massiv verstoßen, er ist damit ein Kriegsverbrecher. Ob er die Erschießungen selbst vorgenommen oder sie "nur" befohlen hat, ist dabei völlig unerheblich.

Immerhin: Reginald Bull lässt sich auf diese Peinlichkeit nicht ein. Das nimmt der Sache etwas die Spitze…


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