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2228: Der Bionische Kreuzer

Autor: Robert Feldhoff

Inhalt

Rhodan und seine Freunde untersuchen den Bionischen Kreuzer, den Rorkhete in der Feste von Shoz entdeckt hat. Das 115 Meter breite, 70 Meter lange und 16 Meter hohe Schiff sieht exakt wie ein grau, braun und ocker gemaserter Manta-Rochen aus und ist "beseelt" von der immer noch funktionierenden Biotronik Echophage, die über ein eigenes Bewusstsein sowie über einen eigenwilligen Charakter zu verfügen scheint und sich wissbegierig nach Rhodans und Atlans Ritterauren und den damit verbundenen Geschichten erkundigt. Echophage anerkennt ohne jegliches Zögern sowohl Zephyda und ihre Motana-Gruppe als auch Rorkhete als zutrittsberechtigt und unterstellt sich voll und ganz Zephydas Kommando. Rhodan und Atlan werden als Gäste geduldet. Zephyda, die Krach mit Atlan hat (der Unsterbliche will die sterbliche Frau nun doch plötzlich nicht mehr emotional zu dicht an sich heranlassen), gibt dem Schiff den Namen SCHWERT.

Der elegante Bionische Kreuzer verfügt über keinerlei Antriebssysteme. Nur entsprechend begabte Motana können ihn zum fliegen bringen. Alle anderen für ein Raumschiff erforderlichen Systeme sind natürlich vorhanden, die Energie dafür bezieht das Schiff durch eine Art Osmoseprozess aus dem Psionischen Netz. Neben einem Schutzschirm, der von den Motana paramechanisch verstärkt werden kann, sind an Offensivwaffen fünf Paramagnetische Werfer vorhanden. Mit ihnen können in der Art von Transformkanonen fünfdimensionale "Torpedofelder" verschossen werden, die am Ziel eine hyperphysikalische Schockwelle freisetzen. Das ganze Innere des Schiffs ist auf die Bedürfnisse von Motana zugeschnitten, es sind aber auch Hoch-G-Kabinen für Shoziden vorhanden. Die Innenwände wirken wie mit Schlangenhaut überzogen. Um richtig zu funktionieren, braucht Echophage einen Motana, der nur für ihn zuständig ist und "Beistand" genannt wird - ein solcher findet sich rasch unter Zephydas Leuten. Die Waffen des Kreuzers können nur von einem weiteren besonders begabten Motana - dem "Todbringer" bedient werden. Auch ein solcher ist unter Zephydas Leuten, doch leider will Echophage (aus dessen Erinnerungsspeichern übrigens alle Informationen über die Vergangenheit gelöscht worden sind) seinen Namen nicht verraten, denn der Todbringer muss sich selbst berufen fühlen. Niemand anderer als Selboo, dem wir schon in Heft 2219 begegnet sind (ich erwähnte ihn seinerzeit nicht), ist dieser Todbringer. Er weigert sich, diese Berufung anzuerkennen, denn ein Todbringer ist nach den Mythen der Motana ein verabscheuungswürdiges Geschöpf.

Nachdem die ersten Testflüge erfolgreich verlaufen sind, muss man sich über die weiteren Ziele klar werden. Zephyda will natürlich die Gunst der Stunde nutzen und ihrem Volk mit der SCHWERT zur Freiheit verhelfen, solange die Flotten der Kybb-Cranar noch hyperschock-geschädigt sind. Auf Bitten von Rhodan und Atlan fliegt man aber zunächst nach Baikhal Cain, um Lotho Keraete aus dem Eis zu befreien. Unterwegs leistet man einem havarierten Händlerschiff Hilfe. Als Gegenleistung rücken diese seltsamen Wesen, die mich übrigens an die Quochten aus dem Odyssee-Zyklus erinnern, eine Karte des Sternenozeans heraus. Nach dieser Episode wird endlich Lotho Keraetes Körper geborgen. Der Bote von ES gibt vorerst kein Lebenszeichen von sich. Als plötzlich 12 Kybb-Cranar-Schlachtschiffe angreifen, verliert Atlan die Geduld mit Selboo und überzeugt ihn auf recht handgreifliche Weise, endlich die Aufgabe zu akzeptieren, für die er auserwählt ist. Selboo macht seine Sache vielleicht etwas zu gut und vernichtet die Angreifer wie in einem Rausch.

Jetzt wissen die Kybb-Cranar allerdings, dass wieder ein Bionischer Kreuzer auf der Bildfläche erschienen ist. Der Krieg ist also eröffnet. Zephyda will nun mit Hilfe des Sternenkatalogs versuchen, weitere Verstecke zu finden, in denen vielleicht ebenfalls Bionische Kreuzer die Äonen überdauert haben.

Kommentar:

Dafür, dass in diesem Roman hauptsächlich der Bionische Kreuzer vorgestellt werden soll, liest er sich ganz angenehm. Besonders die bizarren Szenen im Handelsschiff der Besch haben mir gefallen. Man fragt sich nur, warum Schiffe fremder Völker gar so oft exakte Nachbildungen von irdischen Lebewesen sind, jetzt sind mal wieder Rochenschiffe dranů

Was mich an Feldhoff-Romanen aber immer und an diesem hier ganz besonders stört, ist der recht freie Umgang mit der Syntax. Wenn man nicht gerade durch die knappen, fast im Bildzeitungs-Stil gehaltenen Sätze hastet, stolpert man immer wieder über Passagen, deren Satzbau nicht so ganz mit der Subjekt-Prädikat-Objekt-Regel übereinstimmen will.

Ein paar Worte zu Atlan, dem alten Herzensbrecher: Erst macht er Zephyda den Hof, dann bekommt er moralische Bedenken und lässt sie abblitzen. Sollte er in mehr als 10.000 Jahren nicht einen etwas souveräneren Umgang mit Herzensangelegenheiten gelernt haben?


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