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2227: Menschenjagd auf Hayok

Autor: Hans Kneifel

Inhalt

Kantiran, der von Erinnerungen an seine geliebte Thereme und vom Hass auf ihren Mörder Shallowain gequält wird, macht mal wieder eine Extratour. Da die Terraner keine Anstalten machen, die Auslieferung des irgendwo auf Hayok untergetauchten Kralasenen von den Arkoniden zu verlangen, begibt Kantiran sich - maskiert und nur von Mal Detair begleitet - selbst auf die Suche nach seinem Widersacher. Sein einziges Ziel ist es, Shallowain zu finden und zu töten oder bei dem Versuch zu sterben. Wie überall auf Hayok geht der Wiederaufbau in der Stadt Vhalaum nur langsam voran. In diesem rechtsfreien Raum erhalten Kant und sein treuer Freund Hilfe von TLD-Agenten, deren Tarnung auch nach dem Fall des SPEICHERS nicht aufgeflogen ist. Diese versorgen sie mit einem Versteck und Ausrüstung, vor allem aber mit Informationen über Shallowain. Die sind nicht schwer zu beschaffen, denn seit der Erschießung unschuldiger Zivilisten ist niemand gut auf den "Hund" zu sprechen.

Shallowain hat sich derweil in einem Luxushotel eingenistet, das in Wirklichkeit eine Celista-Niederlassung ist. Er verändert sein Äußeres und baut sich eine Tarnexistenz als Arbeiter auf einem Raumschiff auf, um mit diesem von Hayok fliehen zu können. Er wird bald von Kantirans Informanten entdeckt und Rhodans Sohn zögert nicht, ein Attentat auf ihn zu verüben. Der Anschlag misslingt, denn Shallowain trägt einen Schutzschirm. Dem Kralasenen gelingt die Flucht, aber etwas Gutes hatte die Aktion doch: Kantiran erkennt, dass seine mörderische Rachsucht falsch ist. Bei der Verfolgung verliert Kant einen Gegenstand, der Shallowain in die Hände fällt und ihn zum Versteck des "Sternenbastards" führt. Kant muss ihm allein gegenübertreten. Nachdem alle Energiemagazine leergeschossen, alle Granaten aufgebraucht und alle Messer geworfen sind, kommt es zu einem guten altmodischen Faustkampf auf Leben und Tod, in dem Kantiran die Oberhand behält. Entgegen seiner früheren festen Absicht tötet er Shallowain jedoch nicht, sondern liefert ihn an die Terraner aus.

Kommentar:

Wenn ich etwas über "juristische" Spitzfindigkeiten lese, wegen denen jemand wie Shallowain, der immerhin ein paar Dutzend Zivilisten auf dem Gewissen hat, straffrei davonkommen soll, rollen sich mir die Fußnägel hoch… Ansonsten war ich angenehm überrascht von Kneifels Roman, wenn er auch kaum mehr ist als ein zweiter Aufguss früherer Verfolgungsjagden mit Kantiran und dem "Hund". Ich hatte befürchtet, dass Kantiran nun wieder als hartgesottener Paragetha-Absolvent oder eine Art arkonidischer James Bond dargestellt werden würde, was eine 180-Grad-Kehrtwendung gegenüber den letzten Romanen, in denen er vorgekommen ist, bedeutet hätte. Stattdessen lässt er endlich mal so was wie Vernunft erkennen, als er sich quasi selbst besiegt und Shallowain am Leben lässt. Beim Showdown zwischen Kantiran und Shallowain fühlte ich mich übrigens unwillkürlich an den Endkampf zwischen Neo und Agent Smith in Matrix Revolutions erinnert…

Interessant war es übrigens auch zu lesen, welche Mengen von Bier der gute Halbarkonide bei jeder Gelegenheit in sich hineinschüttet. Wie alt ist der Junge? 19? Das sind ja lose Sitten im 14. Jahrhundert NGZ!


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