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2225: Terraner als Faustpfand

Autor: Rainer Castor

Inhalt

Unter der von Shallowain geleiteten Folter hat Corg Sonderbon alles ausgeplaudert, was er über den SPEICHER weiß. Das ist genug, um dem arkonidischen Geheimdienst den Zugriff zu ermöglichen. Um die Mutanten mattzusetzen, werden PIEPER aufgestellt, und als der Angriffsbefehl kommt, wird der Untergrund im Bereich der TLD-Zentrale durch Sprengungen pulverisiert - damit werden alle Fluchtmöglichkeiten gekappt, denn eine Flucht per Transmitter kommt seit dem Hyperschock nicht in Betracht. Der Trichterbau der "Gesellschaft zum Nutzen arkonidischen Kulturguts", der sich über der unterirdischen TLD-Zentrale erhebt, wird von Celistas und Kralasenen besetzt. Der SPEICHER hüllt sich allerdings umgehend in einen HÜ-Schirm. Da der SPEICHER mitten in der Stadt liegt, kommt der Einsatz schwerer Waffen nicht in Betracht. Shallowain erschießt Corg Sonderbon vor laufender Kamera, als Dario da Eshmale sich weigert, den Schirm zu öffnen. Dann lässt er tausend Terraner aus dem Etymba-Viertel herbeischaffen und lässt sie dutzendweise exekutieren, bis die Verteidiger den Schirm deaktivierenů

Als der ebenfalls im SPEICHER eingeschlossene Icho Tolot diese Gräueltat mit ansieht, dreht er durch. Der Haluter bricht aus und wütet fürchterlich unter Arkoniden und Kampfrobotern, bis er mit Traktorstrahlen eingefangen werden kann. Gucky, der zum Zeitpunkt des Angriffs mit Kantiran im Freien war, kann seinen vierarmigen Freund aber im letzten Moment trotz der Parafallen retten. Shallowain droht mit weiteren Erschießungen unschuldiger Zivilisten, aber der TLD lässt sich nicht unter Druck setzen. Mit voller Rückendeckung durch seine Leute verkündet Dario die feste Entschlossenheit, den SPEICHER zu verteidigen. Shallowains Drohung verpufft somit und es werden keine weiteren Geiseln getötet. Stattdessen dringen die Kralasenen in die subplanetarische Anlage vor. Ein mörderischer Stellungskampf entbrennt. Während Startac Schroeder, Trim Marath und die Wissenschaftlerin Lyra Morgen zu Gucky und den anderen teleportieren, versuchen die Terraner im SPEICHER auf Zeit zu spielen, denn sie hoffen auf Entsatz durch LFT-Einheiten, die ihren Notruf aufgefangen haben. Hilfe kommt aber zunächst von unerwarteter Seite. Das, was von Mole Molinas noch übrig ist und sich jetzt im Inneren der Biopositronik des SPEICHERS befindet, schaltet sich in den Kampf ein. Mole hatte früher mit Aggregaten zur Erschaffung von Pararealitäten experimentiert und hetzt jetzt nicht nur die normalen Abwehreinrichtungen auf Shallowains Leute, sondern auch bizarre Alptraumgeschöpfe, die den Angreifern schwer zu schaffen machen.

Der Notruf erreicht den neuen terranischen Stützpunkt Brocken-44. Bully setzt PRAETORIA in Marsch, Hayok ist ja nicht weit entfernt. Als das Gigantschiff und weitere 20.000 LFT-Einheiten über Hayok erscheinen, ist alles entschieden, denn dieser Macht können die hyperschock-geschädigten arkonidischen Schiffe gar nicht erst entgegentreten. Während Shallowain die Zeichen der Zeit erkennt und untertaucht, müssen die Mascanten Kraschyn und Ascari da Vivo Bullys Bedingungen akzeptieren. Die LFT wird zwar nicht die Kontrolle über den Planeten übernehmen (was ohnehin auf Dauer zu viele Kräfte und Ressourcen der Terraner binden würde), im Gegenzug müssen die Arkoniden aber einem Friedensschluss für diesen Raumsektor zustimmen. Dieser von Ascari so bezeichnete "Schandfrieden" gibt der LFT die Möglichkeit, in aller Ruhe den Sternenozean zu erforschen. PRAETORIA und 5.000 LFT-Boxen sichern den Sektor Hayok. Die tapferen Verteidiger der TLD-Zentrale werden befreit, Gucky erhält telepathischen Kontakt mit Mole, die wohl eine neue Form der Existenz gefunden hat.

Kommentar:

Castor kann es nicht lassen, auch in einem Action-Roman wie diesem Seite um Seite mit Technobabble zu füllen. Oder unnötige technische Erklärungen mitten in die "Action" hineinzuklatschen. Auf den Lesefluss hat das den gleichen Effekt, den eine Notbremsung auf einen ICE hatů

Ziemlich starker Tobak wird uns zugemutet, wenn Shallowain mal eben ein paar Dutzend Geiseln erschießen lässt - immerhin handelt er mit voller Legitimation durch die Mascanten. Arkon und Terra befinden sich zwar im Kriegszustand, auch wenn der Krieg nie offiziell erklärt wurde. Aber rechtfertigt das eine solche Aktion? Man hätte auch leichtere Geschütze auffahren können, um den Lesern zu verdeutlichen, dass den Arkoniden in diesem Zyklus die Rolle von Bösewichtern zufällt. Und überhaupt: Ich halte es nicht für glaubwürdig, dass Shallowain seine Erpressungsversuche sofort aufgibt, nur weil seine Gegner behaupten, trotzdem standhaft bleiben zu wollen. Was hält diesen Oberschurken davon ab, solange weitere Geiseln zu exekutieren, bis die Gegenseite doch noch weich wird? Glaubhafter wäre das gewesen, wenn Shallowain unter Zeitdruck gestanden hätte, aber das war in diesem Moment ja noch nicht der Fall.


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