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2222: Rendezvous mit der Ewigkeit

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Am 20.01.1332 NGZ bekommt Homer G. Adams unerwarteten Besuch. Ein alter Mann, der sich als "Sahaver" vorstellt, nennt ein Kodewort, das eigentlich kaum jemandem bekannt sein dürfte: Fall Terminale Götterdämmerung heißt es und steht für den Tod der Unsterblichen. Er überreicht Adams ein geheimnisvolles Buch und verschwindet kurz darauf spurlos, nachdem Adams das Buch quergelesen hat, als hätte es ihn nie gegeben. Während Adams sich noch wundert, warum es ihn plötzlich am ganzen Körper juckt (Sahaver hat ihm einige Flöhe angehängt), gibt es Alpha-Alarm im Solsystem. Eine nicht identifizierbare Energiewolke stößt unaufhaltsam zur Erde vor, bleibt direkt über der Solaren Residenz stehen und verlangt nach Gucky. Adams ist aber derzeit der einzige Aktivatorträger auf Terra. Die Wolke muss daher mit ihm vorlieb nehmen - seltsamerweise waren diese Ereignisse in dem Buch beschrieben, welches Adams von Sahaver erhalten hat. Er soll die Geisteswesen, aus denen die Energiewolke besteht, zu den anderen Unsterblichen führen und wird kurzerhand in ein paralleles Universum versetzt, sein Alter Ego aus diesem alternativen Universum nimmt derweil seinen Platz ein und sorgt für einige Verwirrung, denn in der Parallelwelt hat man noch nie etwas von der Erhöhung des Hyperwiderstands gehört, alle Zellaktivatorträger weilen in der Solaren Residenz und zwischen LFT und dem arkonidischen Imperium herrscht bestes Einvernehmen - Rhodan nennt den Imperator sogar liebevoll "Bosti"…

Überhaupt benehmen die Unsterblichen sich mehr als seltsam, irgendwie albern und keineswegs so, wie Adams seine alten Freunde kennt. Abgesehen davon faseln sie ständig etwas von einem "großen Projekt", zu dessen Verwirklichung alle Zellaktivatorträger anwesend sein müssen. Bevor man Adams darüber aufklären kann, was das für ein ominöses Projekt sein soll, erscheint die Energiewolke auch in diesem Universum. Gucky nimmt mentalen Kontakt mit der Wolke auf. Er ist dem Bewusstseinskollektiv schon einmal begegnet, und zwar im Jahre 426 NGZ in der Galaxis M82 auf dem Planeten Gucklon. Die Gucklon-Wesen verlangen nichts weniger als die Zellaktivatoren, denn nur mit Hilfe dieser Geräte könnte verhindert werden, dass das Bewußtseinskollektiv sich auflöst. Würde das geschehen, wäre das gleichbedeutend mit dem Ende des Universums. Da die Unsterblichen somit ohnehin keine Wahl haben, händigen sie ihre ZA-Chips dem Kollektiv aus. Die Energiewolke verschwindet wieder, dafür erscheint ein geheimnisvoller Maler namens Johnny, der umgehend damit anfängt, die Unsterblichen zu porträtieren.

Während der quälenden Wartezeit, die den Unsterblichen noch durch die von Adams eingeschleppten Flöhe versüßt wird, verwandelt Gucky sich plötzlich in einen Wer-Ilt und fällt sämtliche Angestellten der Residenz an, die sich daraufhin in Werwölfe verwandeln. Auch die Verhaltensweisen der anderen Unsterblichen werden immer abstruser, jeder von ihnen scheint alte Kindeswünsche verwirklichen zu wollen - der eine baut sich eine Modell-Karakettabahn, der andere spielt mit einem Stabilo-Baukasten, Rhodan mutiert zu einem Möchtegern-Diktator und lässt sogar seinen Busenfreund Bosti verhaften. Kurz gesagt: In der Residenz herrscht pures Chaos. Erst als die Gucklon-Wesen nach 62 Stunden, kurz bevor alle ehemals Unsterblichen sich in Staub auflösen, endlich wieder auftauchen und die ZA-Chips zurückgeben, kehrt wieder Ruhe ein. Es ist nur ein Ableger des Kollektivs, der aus jüngeren Bewußtseinen besteht. Das Mutter-Kollektiv konnte stabilisiert werden, der Fortbestand des Universums ist gesichert und das ganze Durcheinander, bis hin zu Guckys Verwandlung in einen Wer-Ilt, wird rückgängig gemacht. Aus dem "großen Projekt" der Unsterblichen (dem Versuch, sich zu einer Superintelligenz zu vereinigen) wird aber vorerst nichts.

Adams wird wieder in sein eigenes Universum zurückversetzt, begegnet ein letztes Mal dem geheimnisvollen Sahaver (der natürlich niemand anderer als Ahasver ist) und macht sich daran, alle Anweisungen des Alternativ-Adams zu widerrufen. Sahavers Buch, dessen Seiten plötzlich leer sind, verschwindet ebenfalls…

Kommentar:

Hier haben wir also den zweiten Schnapszahlen-Roman nach PR 1111 ("Die Macht der Elf") vor uns und ebenso wie dieses im Jahre 1982 erschienene Heft darf man "Rendezvous mit der Ewigkeit" nicht ernst nehmen. Falls jemand die Anspielungen im Roman nicht verstanden haben sollte: Die Gucklon-Wesen sind natürlich die PR-Autoren.

Man liest die erste Seite und weiß, was man vor sich hat: Eine Parodie der Perry Rhodan - Serie auf sich selbst, einen Pointenroman, eine reine Selbstverulkung. Wenn man das sofort begreift und einfach mal hinnimmt, daß der Roman kein "regulärer" Beitrag zur PR-Heftromanserie ist, dann kann man ihn streckenweise vielleicht sogar witzig finden. Abgesehen von einem leichten Schmunzeln wegen der einen oder anderen Anspielung hat er bei mir aber keine weiteren Heiterkeitsausbrüche hervorgerufen. Immerhin: Das Heft ist flott geschrieben und die Unsterblichen verhalten sich mal ganz anders als sonst - dadurch gewinnen sie teilweise sogar mehr an Profil als bei der sonst vorherrschenden, doch recht stereotyp-langweiligen Darstellung!

Nichts, was in diesem Roman passiert, hat irgend eine Auswirkung auf das PR-Universum. Hoffe ich jedenfalls. Denn wenn die Serie in diesem Stil weitergehen würde, dann gute Nacht…


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