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2220: Tote leben länger

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Nördlich der Universität von Terrania entsteht auf einem Areal von 8 Kilometern Durchmesser die neue Waringer-Akademie. Grundsteinlegung war schon am 01.06.1330 NGZ, nach einer kurzen Unterbrechung der Bautätigkeit durch den Hyperschock vom September 1331 NGZ wird sie im Dezember desselben Jahres fertig gestellt. Sie hat die Form einer "Tropfenkrone", d.h. sie sieht aus wie die Momentaufnahme von Tropfen, die in Wasser fallen. Zwei "Tropfen" bilden das Zentralgebäude, an Auslegern des Basisgebäudes sind 16 Kugeln von je 60 Metern Durchmesser angebracht. Das Gebäude hat einen Gesamtdurchmesser von 730 Metern und liegt inmitten eines Parks. Über der Akademie wird eine Holoprojektion installiert, die einen aus allen Richtungen erkennbaren Regenbogen darstellt. Der Regenbogen wird am 01.12.1331 NGZ aktiviert und soll ein Symbol für Hoffnung, Kreativität und Phantasie sein, ein Zeichen dafür, dass es nach dem Hyperschock wieder aufwärts geht. An der Universität werden denn auch vor allem alte Fertigkeiten gelehrt, die aufgrund der erhöhten Hyperimpedanz eine Renaissance erleben. Es sollen aber auch neue Technologien durch die synergetische Kombination aus altem Wissen und Hightech entwickelt werden.

Direktor der Akademie wird der ehemalige USO-Spezialist und QuinTech Malcom S. Daellian. Er ist Terraner und müsste nach einem schweren Raumschiffsunfall eigentlich tot sein. Was von seinem Körper noch übrig ist (viel ist es nicht), wird in einem knapp zwei Meter hohen, klobigen Medotank am Leben erhalten. Daellians Überreste schweben in einer Nährflüssigkeit, durch SERT-Steuerung kann er den flugfähigen Tank dirigieren. Extremitäten aus Mikro-Metallfasern, die jede gewünschte Form annehmen können, steuert er auf die gleiche Weise. Anfangs empfindet man in der Akademie Misstrauen oder gar Angst vor ihm und gibt ihm den Spitznamen "Direktor Sarg". Er überzeugt jedoch bald durch seine enormen Fähigkeiten als Wissenschaftler und seine Eigenschaft, die Menschen für neue Aufgaben zu begeistern. Er besteht seine Bewährungsprobe, als er einen Anschlag von Gon-Orbhon-Jüngern verhindert, der die gesamte Akademie vernichtet hätte. Unter Daellians Leitung wird der Lehr- und Forschungsbetrieb an der Akademie schnell aufgenommen. Eines der ersten Ergebnisse ist der Prototyp eines Mikro-Transitions-Hyperkonverters, der die Nugas-Schwarzschild-Technologie ablösen soll. Der MTH kann zur Energieerzeugung mit jedem beliebigen Material beschickt werden, d.h. nukleares Gas wird nicht mehr benötigt. Einschränkungen durch die Hyperimpedanz sollen bei ihm nicht mehr zu befürchten sein.

Am 01.01.1332 NGZ, kurz nach Mitternacht, gibt es noch einen anderen Grund außer dem Jahreswechsel, um die Sektkorken knallen zu lassen: Eine neue Hyperfunkbrücke stellt die Verbindung zum 27 Lichtjahre entfernten Planeten Ferrol wieder her.

Kommentar:

Es ist eine undankbare Aufgabe, einen Roman zu schreiben, in dem eigentlich nur etwas neues wie die Waringer-Akademie vorgestellt werden soll. Hubert Haensel löst sie wie üblich, indem er die Ereignisse vor allem aus der Sicht "kleiner" Leute schildert und indem er die Gefühlswelt ihres Direktors erkundet, der erst einmal sein eigenes seelisches Tief überwinden muss, bevor er die Verantwortung für die Akademie und Tausende von Forschern übernehmen kann. Insofern kann man auch einem solchen Roman noch etwas abgewinnen. Ansonsten kann man dazu nur sagen: "Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt"! So allmählich dürfte jeder Leser begriffen haben, dass auf Terra Pioniergeist und Aufbruchsstimmung herrschen. Noch ein Roman mit diesem Inhalt und es wird langweilig!

Ich finde es übrigens ein wenig irritierend, dass der Leiter der z.Zt. wichtigsten Akademie Terras in ein Museum einbricht (wobei er übrigens einen Hypnostrahler einsetzt - ich dachte, die Dinger seien endgültig im "Giftschrank" verschwunden?), um sich Alttechnik zu beschaffen…

Sehr auffällig ist die penetrant häufige Erwähnung dieser Aufbauhelfer-T-Shirts, die sich bei den Mitarbeitern der Waringer-Akademie solch großer Beliebtheit erfreuen. Sollte das Werbung für ein bald erhältliches Merchandising-Produkt sein?


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