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2219: Rorkhete

Autor: Frank Borsch

Inhalt

Die Kybb-Cranar sind besiegt, Raphid Kybb-Karter ist tot. Nachdem Atlan einen Weg gefunden hat, die Gifthalsbänder der 18 überlebenden Motana von Baikhal Cain zu entfernen und nachdem Zephyda von Aicha einiges über die Epha-Matrix gelernt hat, ist auf Ash Irthumo eigentlich alles in Butter und man kann sich anderen Zielen zuwenden. Rorkhete hat z.B. eine Bitte. Beim ersten von Zephyda geleiteten Flug mit dem erbeuteten Schiff ist ihm erneut der Planet Plotter aufgefallen. Er ist sicher: Das muß der Ursprungsplanet seines Volkes sein, den er unter dem Namen Shoz kennt. Dort möchte er gerne hin, denn er hat diese Welt sein ganzes Leben lang gesucht und hofft, dort auf Artgenossen zu stoßen. Der Wunsch des Shoziden wird erfüllt. Die Welt scheint jedoch verlassen zu sein - außer Robotern in ansonsten leeren Städten begegnet man niemandem. Möglicherweise ist Rorkhete der letzte seines Volkes…

Mit seinem Helm kann Rorkhete sich in die noch funktionierenden Computersysteme des Planeten einklinken. Er beschafft eine Flugscheibe, mit der er selbst, Rhodan, Atlan und die Motana einen Rundflug über einer Stadt machen. Man sieht unter anderem riesige steinerne Obelisken, Dozaan-Pfeiler genannt, deren Funktion selbst Rorkhete nicht kennt. In der Nähe eines Kanals besichtigen sie eine 50 Meter hohe Statue, die ein humanoides Wesen darstellt, oder vielmehr eine leere Hülle in Form einer Kutte. Es sieht so aus, als sei der Inhalt der Kutte irgendwie abhanden gekommen. Eigentliches Ziel des Fluges ist die im Meer stehende Feste von Shoz. Sie besteht aus drei 200 Meter hohen fingerartigen Elementen, die durch einen breiten Ring miteinander verbunden sind. Zwischen den Fingern ist eine Plattform angebracht, auf der ein Berg steht - komplett mit Bäumen und Sträuchern scheint er hierher versetzt worden zu sein. Das Ganze hat einen Durchmesser von 500 Metern. Die Feste war einst das Zentrum der Macht der Shoziden. Jetzt ist sie verlassen, aber immer noch funktionsfähig.

Man entdeckt einen Speicherkristall, der die Aufzeichnung des shozidischen Generals Troshmoud enthält. Das Holo wurde in der Endphase des Kriegs gegen die Kybb aufgenommen und der General steht kurz vor einer Schlacht, die er mit den kläglichen Resten seiner Flotte zu schlagen hat. Er hat einiges zu berichten, was für die Nachwelt erhalten bleiben soll. Er spricht von einem seit Ewigkeiten in der Galaxis Ammandul und den Kleinen Zwillingen tobenden Krieg, der von den Schutzherren - die seiner Meinung nach auf die Ritter der Tiefe zurückgehen - gegen die Kybb und ihre unbekannten Hintermänner geführt wird. Das Zentrum der feindlichen Macht liegt in Amringhar, also im größeren der Kleinen Zwillinge. Dort, im Imperium Orbhon, residiert der eigentliche, namenlose Gegner in der Bastion von Parrakh. Dieser Krieg ist für Troshmoud Vergangenheit, denn eines Tages war ein Bote namens Homunk erschienen und hatte das Ende der Kämpfe verkündet - wahr gemacht wurde diese Verkündigung von Homunks Auftraggeber (der selbst nie in Erscheinung getreten war) durch die Erzeugung eines Hyperkokons und die Abschottung des so entstandenen Sternenozeans von Jamondi vom restlichen Universum. Der Rest ist bekannt: Einer der Schutzherren wurde zum Verräter und es kam zur Blutnacht von Barinx mit allen ihren Folgen. Damit endet die Nachricht.

Rorkhete ist sichtlich beeindruckt und gibt weitere Informationen preis. Der verräterische Schutzherr sei noch am Leben und halte sich im Schloß Kherzesch auf, wo sich auch das Kybernetische Kommando befindet. Der Standort des Schlosses ist aber nicht bekannt. Während man noch dabei ist, die neuen Erkenntnisse zu verdauen, verschwindet Ash Irthumo - der Planet ist aus dem Hyperkokon herausgefallen. Sollten sich die Ozeanischen Orakel noch dort befunden haben, so sind sie jetzt unerreichbar. Rhodan und Atlan gehen jetzt davon aus, dass im Sternenozean ein extrem verlangsamter Zeitablauf herrscht, denn Troshmouds Bericht enthält Bezeichnungen, die vor über einer Million Jahren gebräuchlich waren! Zu guter Letzt findet Rorkhete einen Hangar in der Feste, in dem sich unter einem Deflektorfeld eine Überraschung verbirgt: Es ist ein Bionischer Kreuzer.

Kommentar:

Frank Borsch hatte die undankbare Aufgabe, um einige wenige - durchaus faszinierende - Informationen herum eine Geschichte zu stricken. Das Ergebnis ist leidlich akzeptabel. Nehmen wir uns die Fakten vor, denn die muß man sich ein bisschen auf der Zunge zergehen lassen.

Offenbar ist der Sternenozean vor mindestens einer Million Jahren im Hyperkokon versteckt worden. Damals hieß die Milchstraße Ammandul, die Kleinen Zwillinge sind wohl die jetzt als Große und Kleine Magellansche Wolken bekannten Trabanten unserer Galaxis. In der damaligen Zeit, genauer gesagt vor 1,2 Millionen Jahren, waren die Horden von Garbesch in der Milchstraße unterwegs und wurden schließlich von einem Ritter der Tiefe zurückgeschlagen. "Nur" 100.000 Jahre vorher war das Suprahet von den Oldtimern kaltgestellt worden, außerdem war damals der Schwarm schon einmal in der Milchstraße. Da liegt der Schluß nahe, dass die Kybb Garbeschianer waren/sind! Der damalige Hauptfeind der Schutzherren war in der Großen Magellanschen Wolke ansässig, sie hieß damals Amringhar? Komisch. Befindet/befand Amringhar sich nicht auf Wanderer bzw. auf Wanderer II? Oder wurden die dort aufgefundenen Zeittafeln von Amringhar nur nach etwas anderem benannt? Egal - das Imperium des Feinds hieß Orbhon. Tja - und auf Terra treibt ja nun der Gon-Orbhon-Kult sein Unwesen. Da schließt sich wohl ein weiterer Kreis.

Homunk kennen wir ja schon lange, er ist ein Bote der Superintelligenz ES. Hat ES also mit den Oldtimern zusammengearbeitet, um den Sternenozean zu erschaffen? Daß die Schutzherren zumindest so etwas ähnliches wie die Weihe eines Ritters der Tiefe erhalten haben müssen, geht daraus hervor, dass Rhodans und Atlans Ritterauren die Unsterblichen fast (aber auch nur fast) als Schutzherren ausweisen. Es könnte ja noch andere Dome geben, in denen man die Ritterweihe erhalten kann. Vielleicht ist die Aura eines Ritters je nach Standort des Doms anders?

Noch eine Frage zum Schluß: Warum schleppt Lotho Keraete die Unsterblichen in den Sternenozean, wenn die eigentliche Bedrohung gar nicht von dort ausgeht, sondern von der Bastion von Parrakh, die in der GMW liegt?

Peinlicher Fehler übrigens: Auf dem Cover des Hefts steht "Rohrkhete"…

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