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2215: Der Schohaake

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Seltsame Extraterrestrier, die Schohaaken, materialisieren auf Terra. Sie kennen ihre Namen, haben aber sonst keine Erinnerungen - sie wissen nichts über ihre Vergangenheit, woher sie kommen und wie (vor allem auch: warum) sie auf die Erde gelangt sind. Sie sind ca. 110 cm groß und sehr zierlich gebaut, tragen keine Kleidung und sprechen zunächst nicht. Schohaaken sind humanoid und haben je 5 Finger und Zehen, wobei der Daumen nach hinten steht. Ihre schmalen Gesichter werden von einem grünen Kinnbart geziert, auf dem Schädel sprießen ebenfalls grüne Haare, zwar wenige, aber dick wie Stroh. Die Haut ist blassgelb/ockerfarben und geschuppt. Die Nase ist sehr klein, der Mund ist lippenlos. Das erste Wesen dieser Art wird in Norwegen von dem Biologen Alexander Skargue entdeckt. Der Mann ist Alkoholiker und lebt wie ein Einsiedler in einem Wohncontainer. Fernab von der modernen Zivilisation, die er verabscheut, widmet er sich selbstgebranntem Schnaps und einem Auswilderungsprojekt für Elche, sein einziger Gefährte ist ein alter halb blinder Huskie. Der Hund spürt den Fremden in der Wildnis auf und Skargue rettet ihn vor dem Erfrierungstod.

Skargue bringt nichts aus dem Fremden heraus als dessen Namen: Orren Snaussenid. Jeder weitere Kommunikationsversuch scheitert ebenso wie das Bemühen, dem entkräfteten Schohaaken Nahrung einzuflößen. Es wird Skargue klar, dass er den Fremden zu Spezialisten bringen muß, die ihm hoffentlich eher helfen können. Da Skargue in seiner Abgeschiedenheit nichts von den Problemen mit der Hyperimpedanz mitbekommen hat, ist er ziemlich überrascht, dass sein Gleiter den Dienst verweigert und dass die Ortschaft Mol, die er nach einem Tagesmarsch erreicht (wobei er Snaussenid wie ein Kleinkind trägt), bis auf einen verrückt gewordenen Alten völlig verlassen ist. Notgedrungen macht Skargue sich auf den langen Marsch zu der Stadt Otta. Unterwegs hat er sowohl mit Alkoholentzugserscheinungen als auch mit Wilderern zu kämpfen und wird zu guter Letzt vom Piloten eines zufällig vorbeifliegenden Antigravgleiters gerettet.

In der Zivilisation erhält Skargue zuerst einmal dringend notwendige medizinische Versorgung. Eine Entgiftungsbehandlung reicht schon nicht mehr - man verpasst dem Sonderling gleich eine neue Leber und neue Nieren… Eigentlich möchte er so schnell wie möglich in seine Wildnis zurück, besinnt sich aber anders, als Mondra Diamond auftaucht. Sie will den Schohaaken nach Terrania bringen, und da Skargue zur Bezugsperson des Fremden geworden ist, soll er mitkommen. Mondras Charme wirkt: Skargue willigt ein. In Terrania überwindet er zunächst seine Angst vor den Menschen und dann seine Alkoholkrankheit, denn er schließt sich einer Gruppe von Leuten an, die Schwebebusse auf positronischen Betrieb umrüsten. Die körperliche Arbeit, mehr noch die sozialen Kontakte, tun ihm gut. Mit Orren Snaussenid geht es aber nicht voran, der Fremde bleibt stumm. Dann aber tauchen überall auf der Erde insgesamt 3504 weitere Schohaaken auf, ein Drittel davon allerdings tot. Man bringt die Wesen zusammen und damit wird der Bann gebrochen. Sie fangen an zu reden, so dass ihre Sprache entschlüsselt werden kann. Leider weiß keiner der aus dem Nichts erschienenen Schohaaken irgend etwas außer seinem Namen. Man führt ihnen alle möglichen Bilder von Galaxien, Planeten und Völkern vor. Keine Reaktion - bis man ihnen ein Holo der Algorrian zeigt. Diese erkennen sie, aber das ist auch schon alles. Dumm nur, dass Le Anyante und Curcaryen Varantir sich auf einen unbekannten Planeten in der Milchstraße zurückgezogen haben, um dort ihre Nachkommen aufzuziehen. Von ihnen ist also keine Hilfe zu erwarten.

Während Mondra Diamond sich weiter um die Schohaaken kümmert, kehrt Skargue zu seiner Hütte und zu seinen Elchen zurück - aber nicht zum Alkohol. Er ist fest entschlossen, trocken zu bleiben.

Kommentar:

Alexander Skargue ist ja ein interessanter Charakter, aber ist sein Zivilisationshaß nicht ein wenig überzeichnet? Wie glaubwürdig ist es zum Beispiel, dass er ein Tonbandgerät benutzt? Woher kriegt man so was im 14. Jahrhundert NGZ, wenn wir im 21. Jahrhundert n.Chr. schon fast nur noch CDs und MP3-Player benutzen (die übrigens auch prima ohne Hypertechnik funktionieren)? Auch die Episode mit den Wilderern fand ich wenig glaubhaft. Da amputiert einer sich eben mal selbst einen Arm und kann am nächsten Morgen schon wieder fleißig marschieren, bis er tot umfällt. Na ja. Es kommt mir so vor, als hätten dem Autor noch 20 Seiten für einen vollständigen Roman gefehlt, die er auf diese Weise füllen wollte…

Zu den Schohaaken fällt mir im Moment noch nichts ein. Auch aus dem, was wir schon über die Algorrian wissen, ergibt sich kein Hinweis auf dieses Volk. Daß ihr Auftauchen etwas mit der erhöhten Hyperimpedanz oder aber mit der 6D-Strahlung der Sonne zu tun haben muß, dürfte aber wohl klar sein.


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