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2210: Der Ilt und der Maulwurf

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Kantiran und Mal Detair werden auf Hayok von Shallowain gefoltert. Ascari da Vivo zeigt sich ihrem Sohn in ihrer jetzigen Gestalt: Ihr einst schönes Gesicht ist eine zerstörte Fratze aus Narbengewebe und scheinbar hat auch ihr Geist unter dem Trauma der Verletzung gelitten. Sie macht geheimnisvolle Andeutungen über einen schweren Schlag, den Arkon der LFT in den nächsten Tagen versetzen wird. Mal und Kant sollen auf die LEOTARD verfrachtet und anschließend zuerst zu einer Pseudo-Gerichtsverhandlung nach Arkon und dann nach Celkar gebracht werden, wo die Infinitive Todesstrafe schon auf sie wartet.

Genau das sollen Gucky und Icho Tolot verhindern, sie wollen Rhodans Sohn und seinen Freund befreien. Das dynamische Duo begibt sich nach Hayok und arbeitet dort mit Dario da Eshmale und seinen TLD-Agenten zusammen. Die einzige Zugriffsmöglichkeit besteht während des Gefangenentransports zur LEOTARD. Dabei will man sich den Hypersturm zunutze machen, der gerade im Hayok-Sektor aufzieht und der nach ersten Schätzungen mindestens ebenso verheerend sein wird wie die Stürme, welche vor Jahrtausenden die sog. "archaischen Perioden" der arkonidischen Geschichte verursacht haben. Am 08.09.1331 NGZ bricht der auf Qa'pesh (= "Wilde Jagd") getaufte Sturm los, zerstört neben zahlreichen Raumschiffen auch einen Großteil der Hypertechnik auf Hayok und verursacht Raum-Zeit-Verzerrungen, so daß Funksprüche aus vergangenen Epochen aufgefangen werden können. Wie geplant wird der Gleiterkonvoi, der von Gucky als der richtige Gefangenentransport ausgekundschaftet worden ist, auf dem Weg zum Kralasenenschiff attackiert. Die Arkoniden erweisen sich aber als zu stark, der Gleiter mit Gucky und Tolot an Bord droht abgeschossen zu werden.

Da greift der Pilot, TLD-Agent Mayk Molinas (Spitzname "Mole") mit einem von ihm selbst entwickelten High-Tech-Gimmick ein. Der eigenbrötlerische, kontaktscheue Computerspezialist hat schon seit einiger Zeit die aufziehenden Hyperstürme untersucht und eine Möglichkeit gefunden, die Effekte solcher Stürme für kurze Zeit lokal begrenzt zu verstärken. So erzeugt er eine Raum-Zeit-Falte um die Gleiter herum, die vom Normaluniversum abgeschottet ist. Die Fahrzeuge stürzen daraufhin in einem Zoo ab, der sich ebenfalls innerhalb der Verfaltung befindet. Durch den Absturz können Mal und Kantiran sich befreien, haben aber sofort Shallowain und die Kralasenen auf den Fersen. Kant schafft es mehrmals, einige Zootiere unter seine geistige Kontrolle zu bringen und mit ihrer Hilfe den Verfolgern zu entkommen. Mole läßt sich von einem robotischen Tierwärter zu den Steueranlagen des Zoos bringen, um die dortigen Anlagen so zu manipulieren, daß sie die dimensionale Verwerfung neutralisieren. Gucky gerät währenddessen in eine Zeitschleife, aus der er sich nicht gleich wieder befreien kann und Tolot stürmt dorthin, wo Shallowain sich gerade anschickt, Mal und Kantiran zu erschießen. Da Tolot es nicht mehr rechtzeitig schaffen wird, greift erneut der ebenfalls am Ort des Geschehens eintreffende Mole ein. Er lenkt Shallowains Waffenarm mit dem Traktorstrahlprojektor des Veterinär-Roboters ab. Shallowains nächster Schuß läßt den Robot explodieren, wodurch Mole schwer verletzt wird. Dann ist Tolot zur Stelle und nimmt Shallowain fest.

Mole schafft es mit letzter Kraft, die Dimensionsverwerfung wieder ans Standarduniversum heranzuführen. In diesem Moment erscheint die LEOTARD über dem Zoo, aber Gucky teleportiert alle in Sicherheit - nur Shallowain muß zurückgelassen werden. Der Hypersturm klingt am 9. September wieder ab, er hat schwere Schäden im ganzen Archipel verursacht. Mole - in Wirklichkeit eine Frau - wird in einen Regenerationstank gesteckt. Am gleichen Tag macht Ascari da Vivo sämtliche Kampfschiffe der 2. Imperialen Flotte abflugbereit.

Kommentar:

Leo Lukas feuert wieder ein Ideenfeuerwerk ab... manchmal wird es sogar ein bißchen zuviel bzw. zu konfus. Der neue, grantige Charakter (Mole) ist zwar sehr interessant, aber vermutlich werden wir nie wieder etwas von ihm bzw. ihr hören. Es gibt auch wieder ein paar Lukazismen zu bewundern und versteckte Namen zu entdecken. So tritt z.B. ein Roboter auf, der vermutlich nach Michael Palin, einem Mitglied der Monty-Python-Truppe, benannt wurde. Erstmals "sehen" wir Ascari in ihrem neuen Erscheinungsbild. Sie sagt selbst, daß es eigentlich kein Problem wäre, die Verletzungsfolgen durch kosmetische Chirurgie restlos zu beheben - sie hat nur keine Zeit dazu! Schlimmer dürften die psychischen Traumafolgen sein. Ihr schon immer ziemlich harter, kompromißloser Charakter hat sich jetzt in etwas verwandelt, was man schon als psychotisch bezeichnen kann...


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