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2207: Der letzte Gesang

Autor: Frank Borsch

Inhalt

Während Rhodan und Atlan eine schöne Zeit in der Residenz von Pardahn verbringen und die Kultur der Motana immer besser verstehen (Atlan vertieft insbesondere seine Beziehung zur schönen Zephyda, obwohl ihm klar sein muß, daß diese Beziehung nicht von langer Dauer sein kann), bahnt sich anderswo Unheil an. Raphid-Kybb-Karter hat nämlich als neuer Gouverneur von Baikhal Cain mit genau den gleichen Problemen zu kämpfen wie sein Vorgänger. Das Kybernetische Kommando verlangt immer größere Mengen Schaumopal, die neuen Quoten kann Raphid nur erfüllen, indem er zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift: Er verbessert die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Motana in der Mine und erhöht so ihre Produktivität. Dann allerdings erhält er eine neue Order - er soll binnen weniger Tage 25.000 unverbrauchte, kräftige Motana bei den Schiffen der Flotte abliefern, die um den Planeten kreist. Das wäre ungefähr ein Zehntel der Gesamtpopulation. Ein kaum zu erfüllender Auftrag, denn die meisten Motana verstecken sich tief im Wald und können dort nicht ohne weiteres aufgespürt und gejagt werden. Da kommt Raphid auf eine geniale Idee: Er läßt einige Minensklaven frei, verpaßt ihnen unbemerkt intelligente Nanomaschinen, die sich in ihrem Blut zu Peilsendern zusammensetzen, und muß jetzt nur noch warten, bis die Freigelassenen zu ihren Waldsiedlungen zurückkehren und somit unbewußt die Kybb-Cranar dorthin führen.

In der Waldresidenz ahnt man von alldem noch nichts. Rhodan läßt sich von Lesyde, Zephydas kleiner Schwester, herumführen und erfährt auf diese Weise einiges über die Lebensweise der Motana. Als Gegenleistung muß er der Kleinen ein paar abenteuerliche Geschichten erzählen - das Mädchen ist wie alle Motana geradezu süchtig nach guten Storys. In der Siedlung wird alles für ein großes Fest vorbereitet, mit dem eine besonders erfolgreiche Jagd gefeiert werden soll. Zu einem solchen Fest gehört es, daß jeder Motana ein Lied vorträgt, Rhodan und Atlan können sich da nicht ausgrenzen. Atlan hatte in Zephyda eine gute Singlehrerin und trägt mit einigem Erfolg eine alte arkonidische Weise vor, Rhodan dagegen muß improvisieren, denn die kleine Lesyde, die er um Unterricht gebeten hat, kann selbst nicht singen. Rhodans Idee, ein Lied auf einer selbst gebastelten Flöte zu spielen und Lesyde dazu tanzen zu lassen, schlägt ein wie eine Bombe, denn so gut, gerne und oft die Motana auch singen mögen (ihre ganze Sprache ist ja eine Art Gesang) - das Zusammenspiel von Musik und Bewegung war ihnen bislang völlig unbekannt. In ihrer Begeisterung stimmen die Motana einen besonderen Choral an, der plötzlich eine paranormale Intensität erhält, doch dann erfährt das Fest ein jähes Ende, denn die Sklavenjäger haben die Residenz erreicht und greifen gnadenlos an: Wer nicht das richtige Alter hat, wird niedergemacht, wer als Sklave in Betracht kommt, wird paralysiert. Die ganze Siedlung, alle alten Bäume und die Nester, in denen die Motana leben, werden zerstört. Die Planetare Majestät kommt dabei ums Leben.

Rhodan, Atlan und Zephyda fliehen, doch Lesyde bleibt zurück und wird durch einen umstürzenden Baum erschlagen. Für kurze Zeit sieht es so aus, als könnten die Motana sich durch einen ihrer besonderen Choräle wirkungsvoll wehren, denn unter seinem paranormalen Einfluß versagen die Energiewaffen und Schirme der Kybb-Cranar, doch dann greifen Raumschiffe ein, die über der Siedlung schweben, und zerschlagen brutal jeden Widerstand. Rhodan, Atlan und die schwer verletzte Zephyda werden von Rorkhete gerettet, der die drei mit seinem Hovertrike in Sicherheit bringt. Er führt sie zu einer Lichtung, wo sie vom Ozeanischen Orakel erwartet werden. Diesen Wesen, die an irdische Seekühe erinnern, sind Rhodan und Atlan schon während ihrer Fahrt über das Meer begegnet. Die Wasserwesen verfügen wohl über PSI-Fähigkeiten, denn sie schweben über dem Boden und bringen das Trio durch eine Art Teleportation zu einem unbekannten Ort.

Kommentar:

Wie schon letzte Woche gesagt: Das war ein guter Einstand von Frank Borsch. Er nimmt sich viel Zeit, uns die Kultur der Motana nahezubringen und zeichnet ein lebendiges Bild des Waldvolks. Bleibt zu hoffen, daß die Motana nicht schon bald wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken.


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