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2206: Gesang der Hoffnung

Autor: Frank Borsch

Inhalt

Bei den Kybb-Cranar gibt es Ärger: Die Förderquote für den Schaumopal wird wieder einmal verdoppelt, inzwischen ist sie praktisch unerfüllbar. Der Direktor der Mine zettelt deshalb eine Revolte an, tötet den Gouverneur von Baikhal Cain und setzt sich selbst an dessen Stelle. Perry Rhodan und Atlan quälen sich währenddessen durch eine Dornbuschsteppe auf den Wald zu, in dem Jadyels Familie leben soll. Schwerer als die entbehrungsreiche Wanderung wiegt das Problem mit den Metallhalsbändern, die PR und Atlan bisher noch nicht loswerden konnten. Diese setzen nämlich an jedem Morgen eine Dosis Gift frei, welche für Normalsterbliche tödlich wäre und die möglicherweise auf Dauer auch von den Zellaktivatoren nicht mehr bewältigt werden kann.

Im Wald angekommen, erhalten die Unsterblichen erst dann Kontakt zu den Motana, als Atlan den "Choral an den Schutzherrn" anstimmt, den er in der Mine gelernt hat. Die Motana leben im Wald in der "Residenz von Pardahn" im Einklang mit der Natur. Sie haben die Fähigkeit, mit ihrer Umgebung zu verschmelzen und so fast unsichtbar zu werden. Als PR und Atlan der Anführerin der Motana, einer rothaarigen Frau namens Zephyda, Jadyels Lederbeutel überreichen, gewinnen sie ihr Vertrauen. Sie werden in die Waldsiedlung der Motana gebracht. Man wohnt dort in diskusförmigen, aus Pflanzenfasern gewobenen Nestern, die an den Bäumen aufgehängt sind. Hier sind die Unsterblichen vorerst in Sicherheit, nachdem das Clan-Oberhaupt der Motana (die "Planetare Majestät") sie willkommen geheißen hat. Mehr als das: Zwischen Atlan und Zephyda knistert es ganz gewaltig! Von der Planetaren Majestät erfahren die Unsterblichen, daß die Motana früher, vor den "kybernetischen Nächten", das zahlenmäßig größte und wohl bedeutendste Volk im Sternenozean gewesen sind. Die Motana von Baikhal Cain sind nur noch ein degenerierter Zweig dieses Volks.

Durch einen Überfall auf einen Wachturm der Kybb-Cranar verschaffen Zephydas Jäger sich Werkzeuge, mit denen sie PR und Atlan von den Gifthalsbändern befreien. Wenig später erhält die Waldsiedlung Besuch von dem seltsamen Wesen, dem die Unsterblichen schon auf dem Weg nach Baikhalis begegnet sind. Die Motana kennen den Geheimnisvollen, sie nennen ihn "Rorkhete den Nomaden". Angeblich ist er auf der Suche nach der Medialen Schildwache, die sich auf Baikhal Cain verstecken soll. Rorkhete unterzieht PR und Atlan einer Prüfung, bei der sie wie von unsichtbaren Händen abgetastet werden. Die Prüfung fällt negativ aus: Nach Meinung Rorkhetes (der kurz nach der Prüfung wieder grußlos verschwindet) haben die "Ozeanischen Orakel" bei den beiden zwar eine Aura gespürt, sie sind aber wohl doch nicht die "neuen Schutzherren", nach denen Rorkhete sucht. Die beiden dürfen dennoch bei den Motana bleiben, denn sie geben ihnen neue Hoffnung. Wenn sie es schaffen würden, zu ihrer Flotte zurückzukehren, wäre nämlich die Unterdrückung der Motana durch die Kybb-Cranar bald Geschichte...

Kommentar:

Ich würde Frank Borschs Einstieg in die PR-Heftromanserie mal als gelungen bezeichnen, wenn die Motana und ihre Waldsiedlung auch ein wenig arg an Galadriels Elben in "Der Herr der Ringe" erinnern.

Ich frage mich nur, wie die Kybb-Cranar es schaffen, genug Motana-Sklaven für das Bergwerk zu fangen, wo diese Waldläufer sich doch offensichtlich zwischen den Bäumen so perfekt verstecken können, daß man sie überhaupt nicht wahrnehmen kann. Gut - vielleicht verlassen sie ja ab und zu den schützenden Wald und sind dann eine leichtere Beute für die Sklavenjäger. Aber warum verlassen sie den Wald überhaupt? Das wird in diesem Roman jedenfalls noch nicht erklärt.

Die rücksichtslose Ausbeutung der Schaumopal-Mine überzeugt mich auch nicht ganz. Wenn die Kybb-Cranar das Zeug so dringend brauchen, müßten sie doch darauf achten, die Mine nicht durch zu hohe Förderquoten zu vernichten?


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