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2205: Das Blut der Veronis

Autor: Ernst Vlcek

Inhalt

Nach ihrer Gefangennahme müssen Rhodan und Atlan in einem Bergwerk schuften. Ihre neuen Herren, die sich allerdings fast nie in der Mine blicken lassen, sind die Kybb-Cranar. Diese durchschnittlich 1,60 Meter großen, korpulent wirkenden Wesen sehen mit ihren spitzen Gesichtern und dem mit Stacheln bedeckten Rücken aus wie aufrechtgehende Igel. Bei allen fehlt einer der beiden verkümmerten Arme - an seiner Stelle tragen die Kybb-Cranar eine vollrobotische Multifunktionsprothese. Die Leidensgenossen der beiden Unsterblichen sind die Motana. Sie sind einfache, naturverbundene Waldbewohner. Bis auf den fehlenden Bartwuchs gleichen sie Terranern, ihre Sprache ist melodiös und ihre Unterhaltungen gehen häufig in Gesänge über. Die Kybb-Cranar zwingen ihre Sklaven mit Halsringen in ihre Dienste, die Krin Varidh genannt werden. Weibliche Motana arbeiten mehr schlecht als recht als Aufseher im Bergwerk. Die Halsringe sind da wirkungsvoller als Unterdrückungsinstrument. Sie enthalten einerseits eine fernsteuerbare Neuropeitsche, andererseits eine Giftspritze. Diese verabreicht eine tödliche Substanz, wenn man versucht, den Halsring zu entfernen. Außerdem muß ein integrierter Codegeber täglich auf Null gesetzt werden. Entzieht man sich den dazu erforderlichen Kontrollen, so wird das Gift ebenfalls abgegeben. Natürlich wird auch Rhodan und Atlan solch ein teuflisches Instrument verpaßt. Die beiden haben also keine Wahl, als ebenso hart zu arbeiten wie alle anderen Sklaven. Dabei sind die Verhältnisse in den Bergwerken katastrophal primitiv, die Sklaven leben unter erbärmlichsten Verhältnissen, werden gnadenlos ausgebeutet und schuften bis zu ihrem frühen Tod mit einfachstem Werkzeug. Von einem geplanten Bergbau und einer Absicherung der Stollen hat man in der Mine, die weniger wie das Innere eines Berges und mehr wie eine gigantische, hochkomprimierte Müllhalde aussieht, noch nie etwas gehört. Höher entwickelte Technologie funktioniert dort nämlich nicht - und das liegt eben an dem Material, welches dort abgebaut wird: Das ist der Schaumopal, auch "Blut der Veronis" genannt. Da Rhodan und Atlan dieses Material nicht von gewöhnlichem Gestein unterscheiden können, die Motana aber sehr wohl, gehen die beiden Unsterblichen davon aus, daß der Schaumopal eine Art Psi-Materie oder zumindest ein 5D-Kristall ist und von den Motana evtl. durch Telepathie geortet werden kann. Der Schaumopal neigt (wie Paratau) zur Deflagration, wenn er Erschütterungen ausgesetzt wird. Dann toben Psi-Stürme durch das Bergwerk, die ganze Stollen zum Einsturz bringen können und zu anderen seltsamen Phänomenen führen.

Rhodan und Atlan, die im Gegensatz zu den Motana mehr und mehr unter den Ausstrahlungen des Schaumopals leiden, können ihre Förderquoten natürlich nicht erfüllen, da sie die Substanz nicht erkennen können. Die selbst in höchster Not noch hilfsbereiten Motana unterstützen die beiden und geben ihren Überschuß an sie ab. Als Gegenleistung erzählt Atlan farbenprächtige Geschichten aus seiner bewegten Vergangenheit, die wie ein Lebenselixier auf die mut- und hoffnungslosen Motana wirken. Rhodan übernimmt den Part des Organisators und verbessert die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Mine. Die Verhältnisse verschlechtern sich, als der Direktor der Mine auf Druck seiner Vorgesetzten die Förderquoten erhöht, so daß die Motana kaum noch Überschüsse produzieren, die sie an die Unsterblichen abgeben könnten. Möglicherweise werden größere Mengen des Schaumopals benötigt, weil auch der Sternenozean von Jamondi unter den Auswirkungen der Hyperimpedanz zu leiden hat. Atlan fällt beinahe dem Einsturz eines Stollens zum Opfer. Während er verschüttet im Berg liegt, hat er eine seltsame Begegnung mit den geheimnisvollen Veronis. Das sind Motana, die sich in der Mine verirrt haben und durch die Strahlung des Schaumopals mutiert sind. Sie sehen aus wie lebende Tote, können sich wie Schlangen durch engste Felsspalten zwängen und ernähren sich von der "Lebensenergie" ihrer einstigen Artgenossen. Da mit den Herren des Bergwerks nicht zu reden ist, wie Atlan leidvoll erfahren muß, entschließen er und Rhodan sich zur Flucht. Der Motana Jadyel, der vor seinem Tod noch einmal den Himmel sehen will, hilft ihnen dabei. Sie finden einen vergessenen Tunnel, der ins Freie führt und nicht bewacht wird. Draußen bricht ein neuer Tag an und da die Halsreifen nicht auf Null gestellt worden sind, geben sie ihr Gift ab. Das ist Jadyels Tod, Rhodan und Atlan überleben durch ihre Zellaktivatoren. Die beiden wollen als nächstes Jadyels Familie aufsuchen.


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