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2202: Der Hyperschock

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Neues aus der LFT: Der Mars wird erneut kolonisiert, die Aarus sind noch in der Milchstraße und Mondra Diamond ist Staatssekretärin im Stab des Liga-Außenministers Julian Tifflor. Die nicht mehr wegzuleugnenden Veränderungen des Hyperkontinuums haben wenigstens einen positiven Aspekt: Die Talfahrt der Wirtschaft ist aufgehalten worden, denn die Maßnahmen der Terraner scheinen zu greifen. Ansonsten gibt es nur schlechte Nachrichten. Der Transmitterverkehr liegt brach (Perry Rhodan verbietet die Beförderung von Personen mit Transmittern ganz), was für einen Aufschwung bei der Handelsraumfahrt führt. Es wurde bereits ein Begriff für die Störungen geprägt: Hyperphysikalische Impedanz ist die Bezeichnung für den Effekt, der auch dafür sorgt, daß Schiffe immer öfter einfach aus dem Hyperraum geschleudert werden oder gar nicht erst auf Überlicht gehen können. Die Überlichtfaktoren sind generell um bis zu sieben Prozent reduziert, der Hyperfunk ist gestört. Es wird immer mehr Energie benötigt, um bestimmte hyperenergetische Wirkungen zu erzielen, gleichzeitig werden die verwendeten Kristalle (z.B. Howalgonium) schneller ausgelaugt als gewöhnlich. Die Nachrichten dieser Tage werden aber von einem ganz anderen Ereignis beherrscht – die Hochzeit von Reginald Bull und Fran Imith (siehe PR-Odyssee-Taschenbuchzyklus) steht unmittelbar bevor! Die Feier muß allerdings verschoben werden, denn Bull muß ein neues, unerklärliches Phänomen untersuchen. Heftige Raumbeben erschüttern viele Sektoren der Galaxis, und zwar nur solche, in denen nahezu keine Sonnen vorkommen. Bull beobachtet in einem dieser Bereiche in der Nähe des Hayok-Sternenarchipels einen plötzlich erscheinenden Asteroidenschwarm. Auf einem der Brocken befindet sich eine metallene Funkkuppel, die an die 2000 Jahre alt sein muß und unbekannte Schriftzeichen trägt. Auch die verwendete Technologie erscheint völlig fremd.

Kantiran und Mal Detair (der übrigens Kolonialarkonide vom Planeten Fuerto ist), haben ihren Transmitterdurchgang gut überstanden, müssen aber eine Notlandung auf Quovan-7 bauen. Sie buchen so schnell wie möglich einen Flug, ein terranisches Schiff bringt sie zu der Freihandelswelt Reno 25. Dort erwirbt Kant ein gebrauchtes Schiff: Die zwar 120 Jahre alte, technisch aber einwandfreie Space-Jet DIRICI. Die „alte Dame“ verfügt sogar über eine Transformkanone und durchmißt 30 Meter. Kant verliebt sich sofort in das leichte, schnelle Schiffchen. Bald darauf fliegen er und Mal nach Terra. Kant will sich Rhodan offenbaren und in der LFT bleiben, denn für das Kristallimperium hat er nur noch Abscheu übrig. Zu ihrer Überraschung gelangen die beiden ohne weitere Umstände bis in die Solare Residenz – die terranische Gastfreundschaft kennt man bei den Arkoniden nicht. In der Residenz wird Kant aber fast sofort verhaftet und Mondra Diamond vorgeführt. Sie konfrontiert Kant mit einem Holobild, auf welchem die verstümmelte, aber lebendige Ascari da Vivo in einem Krankenzimmer zu sehen ist. Kant, der sich nun nicht mehr als Muttermörder fühlen muß, wurde anhand eines vom TLD erbeuteten Steckbriefs erkannt. Er bittet formell um Asyl in der LFT und in diesem Moment trifft Perry Rhodan ein. Kant erwirkt ein Vier-Augen-Gespräch mit ihm und erzählt ihm alles, da er seinem Vater vertraut. Ein Gentest beweist seine Worte. Sein Vertrauen wird nicht enttäuscht: Rhodan gewährt ihm und Mal Asyl. Kant soll seine politischem Zündstoff gleichende Identität aber zunächst noch geheimhalten. Vater und Sohn sprechen sich aus, Rhodan scheint recht angetan von Kantiran zu sein, denn er lädt ihn sogar zu Bullys Hochzeitsfeier ein, die für den 02.09.1331 NGZ anberaumt wurde.

Maurenzi Curtiz hat die Zeremonie schon eingeleitet, da läßt eine wichtige Nachricht erneut alles platzen! Ein Ereignis kosmischen Ausmaßes bahnt sich in der Nähe des Hayok-Sternenarchipels an, alle wichtigen Personen der LFT begeben sich mit der LEIF ERIKSSON dorthin. Die Raumbeben verstärken sich extrem – und dann erscheinen aus dem Nichts plötzlich unzählige Sterne und Sonnensysteme, bis der vormals leere Raumsektor von einem neuen Sternhaufen ausgefüllt ist!

Kommentar:

Dies ist der letzte Perry Rhodan – Roman von Uschi Zietsch alias Susan Schwartz und auch er zeigt, wie groß dieser Verlust für die PR-Serie ist. Viel besser als Hans Kneifel im vorherigen Roman gelingt es ihr, die Charaktere der Hauptpersonen so zu schildern, daß man sie als menschliche Wesen mit eigener Persönlichkeit erkennen kann. Romane von Susan Schwartz haben immer zu meiner Lieblingslektüre in der PR-Serie gehört und ich werde sie sehr vermissen.

Nur ein kleiner Kritikpunkt: Wieso darf Kantiran bei Bullys Hochzeit dabei sein und im Rampenlicht stehen, wo die Feier doch galaxisweit ausgestrahlt werden dürfte? Gut, die Arkoniden wären früher oder später auch von selbst darauf gekommen, daß der flüchtige Beinahe-Muttermörder in der LFT ein neues Zuhause gefunden hat, aber mußte man sie gleich am ersten Tag mit der Nase darauf stoßen?


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