Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Bücher-Gesamtübersicht
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zur PAN-THAU-RA-Übersicht
Zurück zu Nr. 1
Weiter zu Nr. 3


Perry Rhodan PAN-THAU-RA Band 2: Die Trümmersphäre

Autor: Andreas Brandhorst

Inhalt

Die Loower

Im Jahr 3587 alter Zeitrechnung - ein Jahr vor Beginn der neuen galaktischen Zeitrechnung (NGZ) - werden die Loower im Alkyra-System sesshaft. Dieses Ereignis bezeichnen sie als "Einkehr". Vor der Einkehr waren die Loower ein verstreut lebendes Volk, das sich zwar frei im Weltraum bewegen konnte, jedoch stets in der Angst vor den Kosmokraten leben musste. Diese Angst wird ihnen zwar jetzt genommen, gleichzeitig verlieren die Loower aber auch ihr Tiefenbewusstsein, das ihnen bis jetzt das entelechische Denken ermöglicht hat. Manche Loower glauben, die Kosmokraten hätten den Loowern das Tiefenbewusstsein geraubt. Mit dem Verlust der Entelechie verschwindet auch das extreme Gemeinschaftsgefühl des loowerischen Volks und es kommt zu zahlreichen Fällen mentaler Labilität. Im Jahre 67 NGZ, 68 Jahre nach der Einkehr, beginnt sich eine Kugelschale um den Planeten Alkyra II zu schließen. Sie besteht aus den Millionen loowerischer Schiffe, die aus allen Bereichen des Universums dort eintreffen und nach einer teilweisen Demontage zu einer gigantischen Sphärenstadt zusammengekoppelt werden, die den Namen Schanha-Scha ("Letzte Station") trägt. Nicht alle Loower sind jedoch mit der Sesshaftigkeit einverstanden, sie trauern ihrer Zeit als ungebundene Raumfahrer nach. Viele dieser Personen werden insgeheim beseitigt, denn die Loower wollen einen Schlußstrich unter ihre Vergangenheit ziehen. Einer der Unzufriedenen ist Karn-Terg, ein ehemaliger Pilot, der wegen eines im Drogenrausch verübten Mordes zum Tode verurteilt, dann aber begnadigt und auf den Planeten Alkyra II verbannt worden ist, wo er einen Kinderhort leiten soll.

In den folgenden Jahrzehnten beginnt Karn-Terg eine ungewöhnlich innige Beziehung zu den jungen Loowern zu entwickeln. Normalerweise überlässt man die Kinder sich selbst, während sie verschiedene Stadien einer Metamorphose durchlaufen, was dazu führt, dass viele von ihnen die Kindheit nicht überleben. Karn-Terg erkennt jedoch, dass das teilweise aggressive Verhalten der Kinder nur auf die Schmerzen der Metamorphose zurückzuführen ist. Er verbessert die Bedingungen, unter denen die Kinder sich entwickeln können, schenkt ihnen Zuneigung und sorgt dafür, dass sie mehr Wissen aufnehmen. Das führt dazu, dass überdurchschnittlich viele "seiner" Kinder das Erwachsenenstadium erreichen und dass die aus seinem Hort stammenden jungen Loower in der Trümmersphäre - wie Karn-Terg die Stadt Schanha-Scha abschätzig nennt, weil sie aus den Trümmern der loowerischen Vergangenheit besteht - viel bessere Entwicklungschancen haben. So dauert es nicht lang, bis der Hort stetig wächst, denn es werden immer mehr Neugeborene zu Karn-Terg geschickt. Durch einen tragischen Unfall, bei dem eines der von Karn-Terg besonders geliebten Kinder sein Leben verliert, wird ein unterirdisches Höhlensystem entdeckt, in dem ein Raumschiff steht, das aus einem anderen Universum stammt. Die Angriffe der Plasmawesen von Alkyra II, der Monaden, sind nur die Ergebnisse von Kommunikationsversuchen der Wesen, die aus diesem sterbenden Universum gekommen sind. Das fremde Schiff wird in die Trümmersphäre gebracht und dort in ein Forschungsprojekt einbezogen, über das Karn-Terg zunächst nichts erfährt.

Als die Trümmersphäre sich gut 100 Jahre nach der Einkehr fast vollständig schließt, vereist Alkyra II und die Atmosphäre gefriert. Karn-Terg erfährt, dass sein Volk an einem Projekt arbeitet, das die Entstehung einer neuen Duade zum Ziel hat. Dieser Zusammenschluss vieler Monaden wird als "Halo" bezeichnet. Karn-Terg entdeckt Monaden auf der Planetenoberfläche, die die Gestalt haar- und geschlechtsloser Humanoiden angenommen haben. Jahre später stößt er bei der Erkundung der Höhlensysteme auf ein Beobachtungssystem der fremden Wesen, mit dem man Einblick in die weitesten Fernen des Universums erhalten kann - doch die Loower sind bereits dabei, es zu vernichten, um die Monaden besser in ihren Dienst zwingen zu können. Mit den Zwillingsbrüdern Kilan-Gerp und Hisk-Mekang verlassen die ersten Loower Karn-Tergs Hort, die sich vollständig an ihre Kindheit erinnern können. Sie und viele andere junge Loower wurden so sehr von ihrem Wärter und dessen Erzählungen von der Vergangenheit beeinflusst, dass sie für einen gesellschaftlichen Umbruch in der Trümmersphäre sorgen. Während Hisk ein Befürworter der Sesshaftigkeit ist und die Sphärenstadt weiter ausbauen will, versucht Kilan das Tiefenbewusstsein wiederherzustellen, was auch gelingt, als er den Halo missbraucht. Die Erlangung des neuen Tiefenbewusstseins ist nur durch die hyperenergetische Matrix der Monaden möglich. So entsteht die Gruppe der "Zweidenker", die der Neo-Entelechie anhängen.

Viele Jahrzehnte später findet Karn-Terg Aufzeichnungen in einer verlassenen Forschungsstation, die darauf schließen lassen, dass ein "externer Faktor" bei der Entstehung des Halo mitgewirkt hat. Bei diesem Faktor scheint es sich um ein schlafendes humanoides Wesen in einem Schrein zu handeln. Offenbar haben die Monaden ihre humanoiden Körper nach dem Vorbild dieses Wesens gestaltet. Im Jahre 578 NGZ senden Kilans Zweidenker Gruppen von Missionaren der Neo-Entelechie in die Galaxis aus. Diese errichten noch zur Zeit der Monos-Herrschaft zahlreiche Missionsstationen, vor allem auf Welten der LFT. Diese Stationen haben aber noch einen zweiten, geheimen Verwendungszweck. Immer mehr Kinder werden in Karn-Tergs Hort geschickt und auf diese Weise kehren immer mehr Erwachsene in die Trümmersphäre zurück, die umgehend zu Zweidenkern werden und den Plan entwickeln, wieder zu den Sternen aufzubrechen. Da der Quellmeister, das Oberhaupt aller Loower, auf ihrer Seite steht, kommt es zu einer tiefen Spaltung des loowerischen Volks. Bald gibt es nur noch "Zweidenker" und "Eindenker" - beide Gruppen, repräsentiert durch die Brüder Kilan und Hisk, stehen sich feindlich gegenüber.

Als der erhöhte Hyperwiderstand im Jahre 1331 NGZ seinen höchsten Wert erreicht, lebt Karn-Terg immer noch. Die Zweidenker sehen in der Hyperimpedanz-Erhöhung und den katastrophalen Folgen, die sich daraus auch für die Sphärenstadt ergeben, einen klaren Angriff. Sie wollen sich wehren und planen einen Krieg gegen die Kosmokraten. Ihr Leitsatz lautet "Für das Leben" - aber sie nehmen sogar den Tod ihrer Artgenossen in Kauf, um ihre Ziele zu erreichen. Der Konflikt zwischen den von Kilan angeführten Zweidenkern und den Eindenkern mit Hisk an der Spitze eskaliert. Alle Mahnungen und Bitten Karn-Tergs ändern daran nichts. Die Zweidenker lösen ungefähr die Hälfte der Schiffe aus der Trümmersphäre. Als sich ihnen die Eindenker entgegenstellen, die verhindern wollen, dass es zu einem Konflikt mit den übermächtigen Kosmokraten kommt, fallen die ersten Schüsse. Kilan, der sich jetzt selbst als "Neundenker" bezeichnet, schickt 1337 NGZ einen Teil seiner Flotte zu den Missionsstationen. Einen anderen Teil führt er selbst zum Angriff auf die PAN-THAU-RA. Das Sporenschiff soll als Waffe gegen die Kosmokraten eingesetzt werden. Hisk verfolgt Kilans Flotten in den Bereich der LFT.

Karn-Terg hat die natürliche Lebensspanne der Loower weit überschritten. Da man nur in der Trümmersphäre zum Zweidenker werden kann und da er Alkyra II nicht verlassen wollte, hat er nie ein neues Tiefenbewusstsein erhalten. Da schon seit Jahren keine Kinder mehr in seinen Hort geschickt werden und weil er den Zerfall seines Volks nicht erträgt, für den er sich selbst verantwortlich fühlt, beendet er sein Leben.

Reginald Bull

1341 NGZ erreichen die Loowerflotten - insgesamt mindestens 50 - die Welten der LFT und beginnen sofort mit gnadenlosen Kämpfen um alle Planeten, auf denen es Missionsstationen der Neo-Entelechie gibt. Reginald Bull leitet nach Perry Rhodans Verschwinden die terranischen Flotten, vermeidet jedoch Zusammenstöße mit den Loowern, denn die sind nur solange mit sich selbst beschäftigt, wie sie nicht von Dritten angegriffen werden. Untersuchungen loowerischer Wracks bringen erstaunliche Erkenntnisse: Die Loower verwenden eine Energieform aus einem anderen Universum, die von der erhöhten Hyperimpedanz kaum beeinträchtigt wird. Das erklärt die Überlegenheit der Trümmerschiffe. Shon Leehan bringt eine weitere wichtige Information, die er aus den Tänzen der Tring vom Planeten Snowflake herausgelesen hat: Die Loower dringen zwar zu Planeten vor, auf denen Missionsstationen stehen (und es gibt 700 solcher Welten in der LFT, unter anderem auch Terra), tatsächlich haben sie es aber nur auf 54 ganz bestimmte Welten abgesehen. Vermutlich haben die Tring diese Information deshalb besessen, weil sie selbst in der Nähe einer solchen Station gelebt haben. Gelingt es den Loowern trotz der Gegenwehr der anderen Gruppe, einen solchen Planeten zu erreichen, dann entsteht sehr bald ein undurchdringlicher Schutzschirm. Bull setzt deshalb alles daran, diese Planeten zu evakuieren. Er lässt den planetennahen Raum zwar verminen und schickt starke Flotten dorthin, zögert aber selbst dann noch, die Loower anzugreifen, als ein weiterer bewohnter Planet vernichtet wird. Er fürchtet, die Loower würden sich sonst gegen die ganze LFT wenden.

Gucky

Währenddessen sucht Gucky nach Perry Rhodan. Er folgt einer Eingebung und fliegt zum Mars, wo er der Neo-Entelechetin Sirken begegnet. Die Terranerin behauptet, sie habe gewusst, dass sie Gucky auf dem Mars treffen würde, und sie könne ihm bei der Suche nach Rhodan helfen. Sie berichtet, auch Nicht-loowerische Schüler der Neo-Entelechie hätten eine Art Tiefen- oder Kollektivbewusstsein entwickelt. Dass Gucky ihre Gedanken nicht lesen kann, scheint dafür zu sprechen. Sirken meint, es sei ihre Aufgabe, den Krieg der Loower zu beenden. Geführt von den unerklärlichen Fähigkeiten, die sie aus dem Tiefenbewusstsein bezieht, führt sie Gucky zum Planeten Tschesko, wo es ebenfalls eine Missionsstation gibt. Die Gebäude wurden zwar von aufgebrachten Siedlern zerstört, die unterirdischen Anlagen sind aber noch intakt. Im Kern der Anlage finden Gucky und Sirken gewaltige Energieerzeuger. Sirken meint, es handele sich um Transferstationen, die für den Krieg der Loower von entscheidender Bedeutung seien. Neun solcher Anlagen seien erforderlich, um etwas aus einer anderen Dimension zu holen. Es gelingt Gucky nicht, wieder ins Freie zu teleportieren - und dann landen die ersten Loowerschiffe.

Perry Rhodan

Perry Rhodan hat die Explosion des Schiffs, mit dem er zwischen die Fronten geraten ist, überlebt. Er wird von einem Loowerschiff an Bord geholt - doch dies geschieht ohne Wissen der Loower, denn auf deren Schiffen leben noch andere Wesen. Diese bezeichnen sich als "Nichtdenker", es sind haar- und geschlechtslose Humanoide wie jene, denen Karn-Terg auf Alkyra II begegnet ist. Eines dieser Wesen namens Regor Zlusch nimmt Rhodan in die Reihen der Nichtdenker auf. Angeblich haben sie auf ihn gewartet, Rhodan habe eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Der Terraner beteiligt sich an den unerklärlichen Tätigkeiten der Nichtdenker an Bord des Loowerschiffes. Nach Aussage der Nichtdenker halten diese Tätigkeiten, die für Rhodan keinen Sinn ergeben, das Schiff funktionsfähig. Nach einigen Tagen führt Zlusch ihn zu einem Hangar, in dem eine beschädigte Space-Jet steht. Mit Zluschs Hilfe kann Rhodan das kleine Schiff reparieren. Als Rhodan durch einen Loower entdeckt wird, flieht er mit der Jet und nimmt Zlusch mit.

Als die Jet sich vom Loowerschiff entfernt, gibt Zlusch einige Informationen preis. In so weiter Entfernung vom Halo, das von den Loowern teilweise beherrscht wird, kann er freier denken. Er sagt, Rhodan müsse "den Anderen" finden, denn dieser brauche die Hilfe des Terraners. Dann verwandelt Zlusch sich in ein wolkenartiges Plasmawesen und verschwindet. Erneut gerät Rhodan mitten in ein Gefecht zwischen Trümmerschiffen. Wieder wird er auf eines dieser Schiffe geholt, diesmal aber von den Loowern selbst. Er wird ihrem Oberhaupt vorgeführt - es ist Hisk-Mekang. Hisk meint, Rhodan müsse die Eindenker als Ortskundiger zum Sturm auf die PAN-THAU-RA führen, die gerade von den Zweidenkern erobert werde.

Julian Tifflor

Im Alkyra-System, zu dem Julian Tifflor entsandt wurde, sind keine Spuren der Loower mehr zu finden. Nur Karn-Tergs aufgegebener Kinderhort auf Alkyra II existiert noch. Dort werden Aufzeichnungen gefunden, die den Zerfall der Trümmersphäre zeigen. Plötzlich werden fremde Funksignale in Interkosmo empfangen. Eine Stimme wiederholt immer wieder zwei Worte: "Befreit mich"…

Kommentar:

Obige Zusammenfassung ist zwar sehr lang geworden, aber eigentlich geschieht erstaunlich wenig - oder besser gesagt: Es geschieht wenig Erstaunliches. Was dem Vergnügen, das ich bei der Lektüre empfunden habe, allerdings nicht geschadet hat, denn der Roman ist wirklich sehr schön geworden, um Längen besser jedenfalls als Band 1 der PAN-THAU-RA - Trilogie. Der Schwerpunkt liegt auf der Charakterisierung Karn-Tergs und des Volks der Loower. Beides ist hervorragend gelungen. Karn-Tergs innere Qualen und seine Verwirrung, als er ein Gefühl entdeckt, für das er keinen Namen hat (die Liebe zu den ihm anvertrauten Kindern), werden eindrucksvoll geschildert. Seine anfänglichen Probleme mit den unkontrollierbaren Loowerkindern sind einfach köstlich. Die Denkweise der Loower erscheint ausreichend fremdartig für so ein exotisches Volk, aber trotzdem agieren sie noch nachvollziehbar. Die Entwicklung dieses Volks nach der "Einkehr" enthält denn auch die einzigen echten Informationen, ansonsten werden hauptsächlich neue Fragen aufgeworfen. Wir erfahren, dass die Loower ihr ursprüngliches Tiefenbewusstsein verloren, mit Hilfe der Monaden aber ein neues gewonnen haben. Die Monaden, ein Volk aus einem sterbenden anderen Universum, scheinen eine Art Kollektivbewusstsein zu besitzen (den "Halo") und die Loower - sowie die nicht-loowerischen Schüler der Neo-Entelechie - können an diesem Kollektiv Anteil haben. Sirken, die recht unsympathische neue Figur, die in diesem Roman eingeführt wird, gehört zu diesen Neo-Entelecheten. Offenbar kann sie den Kontakt zum Halo auch über weite Entfernungen hinweg herstellen.

Es stellt sich die Frage: Wer ist "Der Andere"? Welches humanoide Wesen könnte es nach Alkyra II verschlagen haben und warum haben die Monaden sich nach seinem Bild gestaltet? Vielleicht stammen die Monaden ja aus dem Arresum und "Der Andere" ist einer der dortigen Mächtigen (vielleicht Aachthor?). Warum aber sendet er erst dann Funksignale aus, und dann auch noch in Interkosmo, als sich ein Schiff der Terraner nähert? Wollte er all die Jahrhunderte vorher nicht von den Loowern befreit werden? Die Erklärung für die Überlegenheit der Loowerschiffe ist übrigens zwar recht phantastisch, aber wenigstens in sich schlüssig. Mal sehen, ob es den Terranern gelingen wird, Nutzen aus diesen Informationen zu ziehen.

Dass die Loower ein Sporenschiff erobern wollen, wussten wir ja schon. Verglichen mit dem Vorhaben, in den Bereich jenseits der Materiequellen vorzudringen, ist das gar nicht mal so unrealistisch. Könnte es sein, dass die Energie der Transferstationen gebraucht wird, um die PAN-THAU-RA aus dem Bereich zwischen den Dimensionen herauszuholen?

Auch Reginald Bull und Gucky erhalten in diesem Roman große Rollen. Endlich darf Bully mal wieder souverän, besonnen und doch konsequent vorgehen. Andreas Brandhorst macht nicht den Fehler, das alte Klischee vom hitzköpfigen Haudrauf auszupacken, und so bekommt Bully diesmal den Part des Zauderers, den sonst immer Perry Rhodan übernimmt. Völlig zu Recht allerdings, denn ein Angriff auf die Loower hätte fatale Folgen. Die Gucky-Kapitel kamen mir zwar etwas zu übertrieben vor, aber Gucky hat eine geniale Abkürzung für sich selbst erfunden: "RdU" = Retter des Universums.

Perry Rhodan ist diesmal wieder eher eine Nebenfigur, seine Kapitel sind vergleichsweise schwach, wenn auch nicht uninteressant. Natürlich handelt es sich bei den "Nichtdenkern" um humanoide Monaden. Die Frage ist, woher sie wussten, dass sie Rhodan suchen müssen und wobei genau er ihnen helfen soll. Allein der Sturm auf das Sporenschiff kann's ja wohl nicht sein.

Insgesamt ein sehr guter Roman. Er ist sogar in gewisser Weise in sich abgeschlossen, denn alle Informationen aus dem Vorgänger-Roman, die man für das Verständnis braucht, werden zumindest angedeutet. Mit anderen Worten: PAN-THAU-RA Nr. 1 hätte man nicht lesen müssen…

Das Buch enthält einen Anhang mit dem Titel "Kreuzwege - William Voltz und seine Erben" von Rüdiger Schäfer. Darin wird erneut der Versuch unternommen, die von William Voltz ersonnene oder doch zumindest maßgeblich beeinflusste Kosmologie des Perryversums zu erläutern. Rüdiger Schäfer meint, in dieser Kosmologie das Problem erkannt zu haben, an dem die Heftromanserie noch immer leidet: Ein zu mythisch und komplex, gleichzeitig aber zu starr gewordenes Universum, in dem die Fronten klar abgesteckt sind und bei dem der einzige Reiz für die Romane nur noch aus immer stärkeren, immer gefährlicheren Gegnern bezogen werden kann. Diese "Altlast" ist durchaus vorhanden, auch wenn man spätestens seit Heftroman Nr. 1400 versucht hat, einen anderen Kurs einzuschlagen. Aber diese Altlast hat nichts zu tun mit der (mangelnden) Fähigkeit der Autoren, Woche für Woche spannende oder wenigstens interessante Romane zu schreiben. Meiner Meinung nach ist es völlig egal, vor welchem Hintergrund die Geschichten spielen.


Zur Archiv-Startseite
Zur Bücher-Gesamtübersicht
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zur PAN-THAU-RA-Übersicht
Zurück zu Nr. 1
Weiter zu Nr. 3