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Perry Rhodan

Glossar


Algorrian

Name eines Volks aus der Galaxis Xantharaan, die 779 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt liegt. Diese Galaxis ist Ausgangsort mehrerer Sternenschwärme, sie ist Standort des Kosmonukleotids XANRIICLE und eines Doms der Ritter der Tiefe. Die Heimatwelt der Algorrian war in Xantharaan der Planet Tulacame.

Die Algorrian haben eine Körperhöhe von durchschnittlich 1,90 Metern und erinnern an die Zentauren der griechischen Mythologie. Ihre gedrungenen Körper sind durchschnittlich 2,30 Meter lang und mit Fell bedeckt. Die vier Beine sind stämmig und haben vierzehige Füße. Die vier Arme sind vergleichsweise dünn und knochig, sie haben feingliedrige Hände. Die Köpfe sehen im Gegensatz zu "richtigen" Zentauren aus wie die Köpfe von Tigern, sie haben zwei lange, geknickte Ohren und zwei tentakelartige, sensible Fortsätze an der Schnauze. Sie haben eine Lebenserwartung von bis zu drei Jahrtausenden. Die Algorrian haben ein aufbrausendes Temperament und einen aggressiv-jähzornigen Charakter, gepaart mit unglaublicher Arroganz. Dies ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der sie ihre Heimatgalaxis mit eiserner Faust beherrscht haben, der Überlegenheitsdünkel ist allerdings auf andere Dinge zurückzuführen. Im Lauf ihrer Geschichte haben die Algorrian nämlich eine extrem hochstehende Technologie entwickelt, die z.T. auf ihrem besonders gut ausgeprägten Gespür für übergeordnete Aggregatzustände basiert. Ihre an Magie grenzenden technischen Fertigkeiten liegen insbesondere in der Beherrschung von Energiepotentialen. Die sogenannten Potential-Architekten der Algorrian haben für die Kosmokraten ein universales Transportsystem hergestellt: Die Zeitbrunnen. Insgesamt haben die Algorrian bis vor etwa 20 Millionen Jahren zu den wichtigsten Technikern und Konstrukteuren der Ordnungsmächte gehört, man könnte sagen, daß sie die Nachfolger der Raum-Zeit-Ingenieure waren.

Als die Algorrian versuchen, den Dienst für die Kosmokraten zu quittieren, um sich vermehrt eigenen Interessen zu widmen, werden sie von Hilfsvölkern der Ordnungsmächte mit einem großen Flottenaufgebot unterworfen und versklavt, ihre Heimatwelt wird besetzt. Diese für die stolzen Algorrian unerträgliche Situation führt dazu, daß das Volk auszusterben beginnt. Als sich die Kosmokratentruppen daraufhin wieder zurückziehen, flüchtet das gesamte Volk der Algorrian mit dem 42 Kilometer langen, hohlröhrenförmigen Raumschiff TULA zur Galaxis Mahagoul im Mahlstrom der Sterne. Sie besiedeln dort einen geeigneten Planeten, den sie Tulacame 2 nennen. Als sie über einen Helioten Kontakt zur Superintelligenz THOREGON erhalten, befürchten sie, daß diese eines Tages ihre schlimmsten Feinde, die Kosmokraten, auf den Plan rufen wird. THOREGON beabsichtigt jedoch ohnehin, sich dem Zugriff der Ordnungsmächte zu entziehen und sich im PULS des Mahlstroms zu verstecken. Die Algorrian sind deshalb bereit, der Superintelligenz zu helfen und die Sonnen, in denen sie lebt, in den PULS zu schaffen. Im entscheidenden Moment tauchen tatsächlich kosmokratische Truppen auf, aber auch Tulacame 2 wird in den PULS verfrachtet und ist somit dem Zugriff der Ordnungsmächte entzogen. In der folgenden Zeit erschaffen die Algorrian für THOREGON die Brücke in die Unendlichkeit, die auf den gleichen Funktionsprinzipien basiert wie die Zeitbrunnen-Technik. Als die Algorrian begreifen, welche Ziele THOREGON wirklich verfolgt und daß sie damit gegen den mit den Kosmokraten geschlossenen Stillhaltevertrag verstößt, fangen sie an, sich aus den Diensten der Superintelligenz zu lösen. Gleichzeitig setzt eine allmähliche Degeneration des Volks der Algorrian ein, denn die stolzen Wesen ertragen es nicht, schon wieder zum unwissenden Hilfsvolk eines Mächtigeren degradiert worden zu sein. Um diesen Prozeß zu stoppen, wird Tulacame 2 in ein Stasisfeld gehüllt, das den Zeitablauf auf diesem Planeten einfriert. THOREGON kümmert sich nicht weiter darum, da die Produktion der Pilzdome usw. fast automatisch abläuft, so daß die Algorrian eigentlich nicht mehr gebraucht werden. Das technisch bei weitem nicht so fortgeschrittene Volk der Mochichi übernimmt mehr schlecht als recht das Erbe der Algorrian im Ersten Thoregon.

Die letzten noch außerhalb des Stasisfelds lebenden Algorrian lassen sich auf dem Planeten Arth Chichath nieder, um die Raumstation, welche das Stasisfeld erzeugt, zu überwachen und eines Tages vielleicht zu deaktivieren. Sie konstruieren Tarnhalsbänder, mit denen sie sich der mentalen Kontrolle durch die Helioten entziehen können. Dies ist auch nötig, denn THOREGON wendet sich gegen sein einstiges Hilfsvolk, da die Algorrian die Mitarbeit am Analog-Nukleotid verweigern und die Widerstandsbewegungen im Ersten Thoregon unterstützen. Die Superintelligenz konfisziert alle Raumschiffe der Algorrian, diese können Arth Chichath somit nicht mehr verlassen und hören vor Frustration auf, sich zu vermehren. Die wichtigsten Algorrian sind Le Anyante und Curcaryen Varantir. Sie werden schon seit Millionen von Jahren in neuen Körpern wiedergeboren und haben die Geschicke ihres Volks stets maßgeblich beeinflußt. Da abzusehen ist, daß die auf Arth Chichath lebenden Algorrian bald aussterben werden, lassen sie sich für die Ewigkeit in Kristallsärgen konservieren. Le Anyante nimmt zuvor noch so viel genetisches Material wie möglich in sich auf und lagert die Embryonen in ihrem Körper ein.

In der PR-Handlungsgegenwart gelten die Algorrian schon seit über 10.000 Jahren als ausgestorben. Man findet nur noch Statuen der ehemaligen "Lieblinge" des Gottes THOREGON und es ist bekannt, daß in der Stadt Aldarimme auf Arth Chichath Algorrian gelebt haben. Aldarimme wird als verbotene Stadt bezeichnet, tatsächlich befindet sich dort jedoch eine geheime Station einer Widerstandsbewegung, die mit THOREGONs Zielen nicht einverstanden ist. Im April 1312 NGZ entdeckt der Oxtorner Monkey hier die Kristallsärge von Le Anyante und Curcaryen Varantir, die sich bis dahin auf einem anderen Energieniveau befunden haben. Sie werden auf die SOL gebracht und lösen sich auf, als das Generationenschiff sich in die Nähe der THOREGON-Sonnen begibt. Vermutlich sind die starken mentalen Ausstrahlungen der Sonnen-Bewußtseine dafür verantwortlich. Die beiden Algorrian erwachen und raufen sich wegen ihres arroganten Verhaltens nur langsam mit den Solanern zusammen. Beide tragen eng anliegende Monturen, welche Arme und Beine vollständig freilassen. Links und rechts des Unterkörpers sind Seitentaschen für diverse Ausrüstungsgegenstände angebracht. Die Algorrian tragen sogenannte Tivar-Gewehre, das sind schwere Zweihand-Kombistrahler. Le Anyante und Curcaryen Varantir sind die vermutlich letzten Algorrian, denn das Stasisfeld von Tulacame 2 wurde - wahrscheinlich von THOREGON - in ein Zeitrafferfeld umgewandelt, so daß dort Jahrmilliarden vergangen sind. Die Welt ist restlos entvölkert und unbewohnbar. Nach dem Ende THOREGONs beschließen Le Anyante und Curcaryen Varantir, an Bord der SOL zu bleiben.