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Perry Rhodan Hörbuch Nr. 4: Ich, Rhodans Mörder

Audio-CD, Laufzeit ca. 71 Minuten
Nach dem gleichnamigen Roman von William Voltz (Perry Rhodan - Taschenbuch Nr. 15)

prcd

Sprecher:

Dunn Beynon - Josef Tratnik
Dellman - Thomas Lang
Ruscon - Hans Bayer
Ansom - Franz Laake
Clariss / Ben Loosen - Susanne Reuter
Jill Governor - Kordula Leisse
Halley Governor - Thomas Lang
Lan-Malc - Alexander Schottky
Taxifahrer - Axel Gottschick
Shak - Dieter Meise
Jäger - Volker Wolf
Halogh / Forch - Norman Matt
Gourtney - Hans Bayer
Sprecher - Achim Ropertz
Itch - H.G. Altmann

Handlung:

Dunn Beynon, ein ehemaliger Versicherungsbetrüger, will nach Entlassung aus der Zwangsarbeit ein neues Leben in der terranischen Kolonie auf dem Planeten Gelton beginnen. Auf dem Weg dorthin, den er als Passagier des Raumschiffs TEEKANNE zurücklegt, macht er die Bekanntschaft der schönen Jill Governor. Er möchte der faszinierenden jungen Frau gern näher kommen. Leider stellt sich heraus, dass sie zu einer Gruppe von Terroristen gehört (hinter denen die Akonen stecken), die einen heimtückischen Anschlag plant und zu diesem Zweck noch ein menschliches Werkzeug braucht. Man entführt Beynon und deponiert eine Kapsel in seiner Bauchhöhle, die tödliche Viren enthält. Wenn Beynon in der Kolonie angekommen ist, wird einer der Terroristen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Hyperfunksignal aussenden, durch das die Viren freigesetzt werden. Das wäre das Ende für alle Bewohner der Kolonie auf Gelton. Warum die Verbrecher ausgerechnet eine solche eher unbedeutende Kolonie angreifen wollen, erfährt Beynon ebenso wenig wie den Zeitpunkt, an dem das Aktivierungssignal ausgestrahlt werden soll.

Beynon hat keine Chance, irgendjemandem von diesem Plan zu berichten, denn man hat ihm einen Hypnoblock verpasst und einen Nervenschocker implantiert. Sobald er mit jemandem über das Vorhaben der Terroristen sprechen oder auch nur darüber schreiben will, wird eine Welle unerträglicher Schmerzen freigesetzt, wodurch er für längere Zeit wie gelähmt ist. Es bleibt Beynon also nichts anderes übrig, als das gefährliche Spiel zunächst mitzuspielen. Er will versuchen, auf Gelton den Agenten ausfindig zu machen, der die Bombe zünden soll. Nur so könnte er das Leben der Kolonisten - und sein eigenes - retten. Zunächst einmal wird er aber wie jeder Neuankömmling zum "Patenkind" eines Kolonisten, der schon länger auf Gelton lebt. So gerät er ausgerechnet an eine alte Springerin, der er auf der TEEKANNE schon einmal begegnet war und die in der Kolonie als Ben Loosen bekannt ist. Für sie soll er in der noch relativ unerforschten Wildnis des Planeten eine bestimmte Pflanze suchen, die von den Ureinwohnern Geltons für geheimnisvolle Riten benutzt wird und aus der sie ein Heilmittel für sich selbst extrahieren will - dass sie todkrank ist, ahnt Beynon nicht. Er hat sie sogar im Verdacht, der Terroristen-Agent zu sein.

Nach einigen Tagen in der Wildnis beobachtet Beynon eine seltsame Zeremonie der Eingeborenen, während der einige der menschengroßen, humanoiden Pelzwesen sich scheinbar in Luft auflösen. Er verbringt einige Zeit bei den gastfreundlichen, halbintelligenten Wesen. Sie trinken jeden Abend einen Sud aus genau den Pflanzen, die Beynon sucht. Er besorgt sich einige Exemplare und verschwindet bei Nacht und Nebel. Als er in die Siedlung zurückkommt, ist Ben Loosen bereits tot. Beynon erfährt, dass Perry Rhodan, der Großadministrator des Solaren Imperiums, auf dem Weg nach Gelton ist. Er will eine Unabhängigkeitsurkunde überbringen - die Kolonie soll vollwertiges Mitglied des Imperiums werden. Jetzt wird Beynon alles klar: Der Anschlag gilt allein Rhodan. Am Vorabend von Rhodans Ankunft betrinkt Beynon sich, randaliert und wird prompt eingesperrt.

Am nächsten Morgen erhält Beynon Besuch von dem Agenten, den er gesucht hat. Der Terroristenring wurde auf einem anderen Planeten von der galaktischen Abwehr zerschlagen und jetzt wird dem Agenten der Boden auf Gelton zu heiß. Bevor er sich absetzt, wollte er Beynon nur noch eröffnen, dass es nie vorgesehen war, die Bombe mit einem Hyperimpuls zu zünden. Die Ausstrahlung von Rhodans Zellaktivator wird die Viren freisetzen! In letzter Minute, als Rhodans Schiff bereits landet, erscheint einer der Eingeborenen in Beynons Zelle und teleportiert ihn in Sicherheit. In Wirklichkeit gehört er zu einem Volk von Statistikern. Die Statistiker sammeln in unterschiedlichen Gestalten Daten und Informationen im gesamten Universum, greifen aber nur selten in die Geschehnisse ein. Sie entschärfen und vernichten die Bombe - auch der Hypnoblock verschwindet. Beynon wird künftig ebenfalls als Statistiker in verschiedenen Körpern das Universum bereisen…

Kommentar:

Die Story beginnt zwar recht gut, flaut dann aber schnell ab und gipfelt in einem ziemlich unbefriedigenden, stark konstruiert wirkenden Ende. Dunn Beynon ist ein für den Autor William Voltz typischer Charakter: Ein Durchschnittstyp mit einigen Macken, der zum Spielball undurchsichtiger Mächte wird und in eine ausweglose Situation gerät. Beynons Qualen werden sehr überzeugend vermittelt, man leidet mit ihm. Dass die Zwickmühle, in der er sich befindet, am Schluss nur durch das Eingreifen eines wie ein Kaninchen aus dem Zylinder herbeigezauberten geheimnisvollen Volkes, das in der PR-Serie noch nie zuvor und seitdem nie mehr eine Rolle gespielt hat, aufgelöst werden kann, wirkt dagegen unglaubwürdig und enttäuschend. Eine vernünftigere Auflösung hätte Voltz sich da schon ausdenken können!

Die Hörspielumsetzung wiederum ist hervorragend gelungen. Sie gefällt mir so gut, dass ich über die schwache Story gern hinwegsehe. Es wirken nur Sprecher mit, die auch etwas von ihrem Mundwerk… äh… Handwerk verstehen und Josef Tratnik (der Ich-Erzähler) liefert eine erstklassige Vorstellung ab. Einziger Wermutstropfen ist die Springerin: Die Stimme dieser Sprecherin (die übrigens einen irgendwie russisch klingenden Akzent verwendet) wurde elektronisch verzerrt, was nicht zu ihrer Rolle passt. Hinzu kommen eine gut gemachte, atmosphärische Geräuschkulisse mit vielen Soundeffekten und eine sehr schöne Musikuntermalung (elektronische Musik), die immer zur jeweiligen Szene passt.

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