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2199: Düstere Zukunft

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Das Ende des Analog-Nukleotids METANU ist gleichbedeutend mit der Vernichtung von METANU-Nabelplatz. Alle Schiffe der Kattixu, alle sonstigen technischen Einrichtungen und sogar der Planet, der sich innerhalb dieser Sphäre befindet, werden restlos zerstört. Ob es Glück ist oder ob Hismoom dahinter steckt, bleibt unklar, jedenfalls kommt die SOL unbeschadet im Ersten Thoregon heraus, auch die CANBERRA meldet sich alsbald und wird wieder eingeschleust. Von Kattixu-Einheiten, die in der Nähe von METANU stationiert waren, wird die SOL nur halbherzig angegriffen. Es scheint, als habe ein Schock die Völker im Ersten Thoregon gelähmt. Als einigermaßen Ruhe einkehrt, findet Perry Rhodan Zeit, seine Freunde und insbesondere Mondra Diamond zu begrüßen. Es war kaum anders zu erwarten: Nach zwanzig Jahren des Getrenntseins ist die Liebe zwischen den beiden erloschen, aber noch ist keine Zeit, darüber zu reden. Man informiert sich erst einmal gegenseitig über alles, was man bisher über kosmische Ereignisse in Erfahrung gebracht hat, dann begegnet Rhodan dem Kosmokraten Hismoom. Dieser verkündet, er werde jetzt THOREGON suchen.

Zunächst erschafft er mitten im Raum einen 100 mal 100 Meter großen energetischen Rahmen, von dem sich die wenigen roten Helioten, die METANUs Vernichtung überstanden haben, wie magisch angezogen fühlen. Sobald sie aber den Rahmen durchfliegen, werden sie schwarz und fangen sofort an, sich jeweils einer anderen der Sonnen des THOREGON-Sternhaufens zu nähern. Im Cencha-System erkennt Hismoom einen Knotenpunkt, der ihm das Denkzentrum der Superintelligenz zu sein scheint. Die SOL steuert Cencha-3 an, Hismoom stellt sich dort, begleitet von Cairol und Alaska Saedelaere, THOREGON zum Endkampf. Einmal mehr materialisiert die Superintelligenz in dem Raum-Zeit-Ingenieur Chabed. Sie versucht noch, mit Hismoom zu verhandeln, doch der schlägt sofort zu und zwischen den beiden mächtigen Wesen beginnt ein mentales Ringen, durch das ein Psi-Orkan auf dem Planeten entfesselt wird. Hismoom scheint schon zu unterliegen, doch dann erscheinen die schwarzen Helioten. Cairol erklärt Alaska, daß diese von Hismoom beeinflußten Wesen ein Selbstmordprogramm in den THOREGON-Sonnen in Gang gesetzt haben. Jetzt stürzen sie sich auf die halbmateriellen RZI und lösen sie auf. Dadurch wird THOREGON so sehr geschwächt, daß sie einem von Hismoom eingeleiteten Devolutionsprozeß nichts entgegenzusetzen hat. Stellvertretend für die ganze Superintelligenz bildet Chabed sich über verschiedene Entwicklungsstufen zu einem kleinen Säugetier zurück, das von Cairol zerstrahlt wird. Auch der entkräftete Hismoom ist am Ende und löst sich in Asche auf. Im KÖCHER aktiviert Cairol den letzten Maunarikörper. Hismoom öffnet die Energieplomben, entnimmt ihnen zwei transdimensionale Zustandswandler mit Ultimatem Stoff und macht sich an die Zerstörung der Brücke in die Unendlichkeit. Zu diesem Zweck bringt er den Ultimaten Stoff zu einem der Mega-Dome, der in einer gewaltigen Explosion zerrissen wird - es folgt ein Dominoeffekt, durch den sämtliche weiteren Mega-Dome explodieren, ebenso alle normalen Pilzdome überall dort, wo sich Pfeiler der Brücke in die Unendlichkeit befinden. So auch in Tradom, wo VAIA diese Neuigkeiten an Ascari da Vivo weitergibt und kurz und bündig darum bittet, daß die vereinigten Flotten der Galaktiker nach Hause zurückkehren sollen.

Zuvor macht Cairol noch einige Verkündigungen. ES wird sich in nächster Zukunft nicht mehr um die Menschen kümmern können (hat ES das denn je getan??), andere Teile seiner Mächtigkeitsballung gehen vor. Die Galaxienzünder werden zurückgezogen, sobald die Brücke vernichtet ist. Es werden keine Schwärme und Sporenschiffe mehr ausgesandt. Außerdem soll das Leben im Universum auf noch eine andere Art wirksam eingeschränkt werden: Der hyperphysikalische Widerstand wird im gesamten Universum erhöht. Was das bedeuten soll oder wie man sich darauf vorbereiten soll, darüber schweigt der Kosmokratenrobot sich natürlich aus. Rhodan darf mit einem einzigen Begleiter über die Brücke nach Terra zurückkehren, wofür ihm eine Stunde Zeit gewährt wird. Die SOL muß die Rückkehr auf konventionellem Wege antreten. Rhodan nimmt Mondra mit auf die Brücke (warum er nicht eine wichtigere Person mitnimmt, z.B. Monkey, der bei der USO sicher gut gebraucht werden könnte, wird wohl sein Geheimnis bleiben), geht jedoch nicht sofort nach Trokan, sondern zu dem jetzt wieder passierbaren Brückenpfeiler im PULS von DaGlausch. Doch der ist völlig verlassen, weder ES noch eine der anderen Superintelligenzen ist zugegen. Als die beiden sich dann endlich auf den Weg nach Trokan machen, zeigt die Brücke schon gefährliche Auflösungserscheinungen. Kaum haben sie den Pilzdom verlassen, als dieser sich verflüchtigt. Dimensionsbeben erschüttern Trokan und legen die Technik lahm. Rhodan und Mondra können gerade noch einen Transmitter benutzen, der sie auf einen leichten Kreuzer bringt. Das Schiff befindet sich schon auf Fluchtkurs, denn mit Trokan geht etwas seltsames vor. Der Planet wird von einem mehrdimensionalen Feld umschlossen - und verschwindet. An seiner Stelle taucht eine andere Welt auf... der Mars? Es scheint tatsächlich so, als sei ein Rücktausch erfolgt und als habe der rote Planet seinen alten Platz im Sonnensystem wieder eingenommen. Er weist allerdings keine Anzeichen von Kristallisierung durch die Abruse mehr auf.

Auf der SOL beschließt man, nicht länger mit dem mindestens 5 Jahre dauernden Rückflug zur Milchstraße zu warten. Die beiden Algorrian wollen an Bord bleiben. Da alle Helioten zusammen mit THOREGON ihr Ende gefunden haben und keine Superintelligenz mehr da ist, die den PULS stabilisieren könnte, wollen Elle Ghill und ihre Leute vom Zirkular sich um die Evakuierung der Thoregon-Völker kümmern. Dazu müssen sie sich mit den Kattixu zusammentun. Saedelaere ist währenddessen noch bei Cairol beim KÖCHER. Der zeigt sich unerwartet gesprächig und teilt dem Mann mit der Maske mit, daß die Zerstörung der Brücke alle Thoregon-Superintelligenzen zwingen wird, ihre PULSE zu verlassen. Die PULSE werden destabilisiert und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie sich auflösen werden. Dann zerfällt der KÖCHER zu Asche. An seiner Stelle befindet sich jetzt plötzlich ein Zeitbrunnen, durch den er vermutlich in die SOL gelangt ist. Cairol tritt hindurch und nach kurzem Zögern folgt Alaska ihm. Den Lamuuni-Vogel nimmt er mit, das arme Tier hat sich in Alaskas Kleidung festgekrallt. Scheinbar war das Verschwinden des Kosmokraten ein schwerer Schock für ihn.

Mondra und Rhodan werden zur Solaren Residenz gebracht, wo sich sofort zahlreiche Reporter auf sie stürzen. Als wieder Ruhe einkehrt und Rhodan mit Mondra allein sein kann, klären sie ihre Beziehung. Es ist Mondra, die ausspricht, was beide bewegt: Sie haben sich auseinandergelebt. Mit gemischten Gefühlen richtet Rhodan den Blick in die Zukunft, denn Cairols Andeutungen lassen nichts Gutes erwarten...

Kommentar:

Das war er also, der letzte Roman des Tradom-Zyklus und gleichzeitig der Abschluß des Thoregon-Komplexes. Die Weichen für den kommenden Zyklus "Der Sternenozean" wurden bereits gestellt. Wie immer, wenn große Geheimnisse gelüftet und Rätsel gelöst werden, die über einen langen Zeitraum hinweg aufgebaut worden sind, bleibt ein leicht schaler Nachgeschmack zurück. Das soll alles gewesen sein? fragt man sich unwillkürlich. Das betrifft jedoch nur den Thoregon-Komplex, denn da hätte ich mehr erwartet. Was die Tradom-Thematik angeht, so bin ich dagegen ganz zufrieden mit der Auflösung. Wie ich schon früher erwähnte, bin ich froh darüber, daß man nicht wieder alles in einen einzigen Rückblenden-Roman gepackt hat. Ich fand es interessant, wie man nach und nach mehr erfahren konnte, bis sich am Ende ein Puzzleteilchen ans andere fügte. Auch sonst fand ich diesen Zyklus sehr gut, einzelne Romane waren sogar hervorragend (an erster Stelle sind Romane von Leo Lukas und Susan Schwartz zu nennen).

Alles in allem waren die letzten 100 Romane gute bis sehr gute Unterhaltung und ich bin gespannt, was Cairols kryptische Ankündigungen bedeuten sollen. Der hyperphysikalische Widerstand wird erhöht. Tja, wenn man sich mal klarmacht, daß in der PR-Serie fast alle Technik auf der Hyperphysik basiert... Wird künftig die überlichtschnelle Raumfahrt "langsamer"? Wird Energie nicht mehr so einfach aus dem Hyperraum zu zapfen sein? Werden Transmitter, Hyperfunk und ähnliches überhaupt noch funktionieren? Ist der gegen Trokan ausgetauschte Planet wirklich der Mars und wer steckt hinter diesem Austausch? Wir werden es vermutlich nächste Woche erfahren!


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