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2195: VAIA erwacht

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Der Souverän der Vernunft dringt mit dem Botenschiff SETA WAE in die Glutzone des PULSES ein. Seine Mannschaft besteht aus vier Dhyraba'Katabe, den sechs letzten Kreaturen von Quintatha und den vermutlich beiden letzten Rudimentsoldaten. Eine Handvoll Valenter hat der Souverän nur als "Wegzehrung" mitgenommen. Selbst mit der überlegenen Technik dieses Thoregon-Schiffes kann die Unüberwindliche Grenze in der Glutzone nicht bezwungen werden. Die SETA WAE kommt gerade tief genug herein, um eines der Forts zu erreichen. Die Automatik des Forts erkennt das Thoregon-Schiff und läßt nun ein Vordringen bis in den Kern des hyperenergetischen Chaos zu. Das Schiff erreicht tatsächlich den PULS, wird dabei aber so schwer beschädigt, daß die Ehrwürdigen Wissenschaftler es auf dem Planeten notlanden müssen, auf dem sich auch der Körper der Superintelligenz befindet.

Die Mobile Flotte Tradom erreicht den Planeten Frieson Eins. Perry Rhodan will über die Brücke in die Unendlichkeit zu VAIAS Welt vordringen. Er nimmt an, daß die Superintelligenz den bisher von ihr blockierten Zugang wieder geöffnet hat, da inzwischen alle Schmerzwechten erloschen sind und man davon ausgehen kann, daß sie allmählich erwacht. Als Rhodan den Pilzdom auf Frieson Eins sieht, wird ein weiteres Geheimnis der Vergangenheit geklärt: Um den Dom herum breitet sich eine gewaltige schwarze Stadt aus, eine Art militärischer Komplex der Inquisition. Genau diese Stadt hat Rhodan schon einmal gesehen, und zwar von der Brücke in die Unendlichkeit aus. Das war an dem Tag, an dem die Galornin Kaif Chiriatha von einem Messerwerfer getötet worden war. Er nimmt Gucky auf dessen Wunsch hin mit auf die Brücke. Der Ilt meint, er habe sein Trauma überwunden und er würde sich nicht mehr vor den Quintatha-Kreaturen fürchten. Im PULS werden Guckys Fähigkeiten jedoch durch die mächtigen mentalen Ausstrahlungen der erwachenden Superintelligenz stark behindert. Rhodan hat Glück: Der bisher von VAIA versperrt gewesene Brückenpfeiler ist offen, der Mega-Dom ist wieder erreichbar. Von dort aus begeben der Terraner und der Ilt sich mit einem bereitstehenden Raumgleiter zu VAIAS Planeten.

Dort ist November bereits dabei, die Superintelligenz zu ermorden. Nur ein einziges Mal versucht er, der SI das Leben auszusaugen. Obwohl er nur für einen Sekundenbruchteil an ihrer Lebensenergie leckt, zerreißt es ihn fast. Er begreift, daß dies eine Nummer zu groß für ihn ist, und daß er VAIAS Körper angreifen muß. Zwar ist die gesamte braune Masse, die den Planeten wie ein verfestigter Nebel bedeckt, VAIAS eigentlicher Körper (und dem können nicht einmal die Quintatha-Kreaturen etwas anhaben), aber der Souverän entdeckt mehrere sargähnliche Behälter, in denen Wesen aufbewahrt werden, die wie Hathor aussehen, allerdings kleiner sind als diese. Als er eines davon durch seine Messerwerfer vernichten läßt, erhält er eine deutliche Reaktion: Das mentale Äquivalent eines Schmerzensschreis erfüllt den PULS und wird auch von Rhodan und Gucky wahrgenommen. November begreift, daß diese Wesen offenbar überaus wichtig für die Superintelligenz sein müssen und befiehlt den Messerwerfern, alle zu zerstören. Die Ehrwürdigen Wissenschaftler haben derweil die Absturzstelle der SETA WAE untersucht und entdeckt, daß das Wrack eine im Körper-Nebel der Superintelligenz verborgene Steueranlage freigelegt hat. November eilt sofort dorthin, denn dabei kann es sich nur um eine Kontrolleinrichtung für die PULS-Forts handeln.

Rhodan und Gucky landen unbemerkt auf VAIAS Körper. Während der Terraner den Souverän sucht, stellt der Ilt sich seiner Nemesis, den Messerwerfern, entgegen. Er will verhindern, daß diese Kreaturen weitere der konservierten Hathor töten. In seinem geschwächten Zustand entgeht er mehrmals nur ganz knapp den geheimnisvollen Messern der Kreaturen, doch dann schlägt einer der Blitze, die schon seit längerer Zeit über den Himmel zucken, direkt in Guckys Brust ein. Das muß ein Gruß der Superintelligenz sein, denn der Ilt wird von einem wahren Energiestrom vitalisiert. Jetzt kann er den Spieß umdrehen und die auf ihn geschleuderten Messer telekinetisch zum jeweiligen Absender zurückschicken - erst als er die letzte Kreatur gnadenlos getötet hat, hat er die psychischen Folgen seines Beinahe-Tods wirklich überwunden. Rhodan stellt sich derweil dem Souverän. Zunächst schießt man mit Energiewaffen aufeinander, denn November kann solange nicht an die Lebensenergie des Terraners heran, wie dieser sich im Schutz seines Galornen-Schutzschirms befindet. Als es soweit ist und Rhodans Schirm zusammenbricht, saugt November ihm das letzte Quäntchen "Leben" aus und findet es besonders lecker. Aber er hat nicht mit der Kraft des Zellaktivatorchips gerechnet, denn durch ihn wird der eigentlich schon tote Terraner wiederbelebt. Letztlich entscheidet ein einziges Wort den Kampf um das Schicksal Tradoms. Rhodan erkennt nämlich, wer ihm gegenübersteht, und ruft den Souverän bei seinem längst vergessenen Vornamen: Zim. Dieses eine Wort reicht aus, um in Zim November einen unglaublichen Erinnerungsschub auszulösen. Mit einem Mal weiß er wieder, wer er einst war und begreift, was er getan hat. Er stolpert mit seinem äußerst zerbrechlichen Körper gegen die Trümmer eines Aggregats und verletzt sich dabei tödlich. Er will aber auch gar nicht weiterleben, denn er kann den Gedanken nicht ertragen, jahrtausendelang fürchterliche Gräueltaten verübt und vor allem Raye Corona getötet zu haben.

Rhodan kann nicht anders: Er vergibt dem sterbenden ehemaligen Freund. Zim überreicht ihm mit letzter Kraft einen Speicherkristall, bevor er stirbt. Zusammen erleben Rhodan und Gucky VAIAS endgültiges Erwachen, nachdem sie die Hathor-Leichen gefunden haben. Die Superintelligenz offenbart sich den beiden in einer Vision. Sie sehen den ehemaligen Ritter der Tiefe Vaikan von Vaniloon, der sich zunächst hinter einem optischen Verzerrungsfeld verbirgt. Vaikan berichtet von der Geschichte der Superintelligenz. So erfahren Rhodan und Gucky, daß die toten Hathor die Orbiter des Ritters waren. Den wirklich großen Aha-Effekt spart dieser sich jedoch noch ein wenig auf, doch dann zeigt er sich offen. Der Ritter der Tiefe war - ein Ilt! Allerdings war er einen halben Meter größer als Gucky. VAIA gewährt Rhodan ihre Hilfe. Ihm wird ermöglicht, durch den Mega-Dom direkt in das Erste Thoregon zu gehen. Er geht allein, Gucky kehrt nach Frieson Eins zurück.

Kommentar:

Der "Überall-zugleich-Tröter" - so tituliert Gucky den Klonelefanten Norman. Herrlich. Ebenfalls beeindruckend, aber auf ganz andere Weise, ist der Moment, in dem November erkennt, was er getan hat. Daß er die Frau, die er einmal mehr geliebt hat als sein eigenes Leben, getötet hat. Da habe ich doch glatt eine Gänsehaut bekommen...

Gucky darf wieder hoffen: Wenn der Ritter der Tiefe, der ja immerhin vor über einer Million Jahren gelebt hat, ein Ilt ist, dann könnte das bedeuten, daß die Mausbiber vom Planeten Tramp nur ein degenerierter Seitenzweig dieses Volkes waren, und daß es irgendwo sonst - vielleicht sogar in Tradom - noch andere Ilt-Völker oder deren Nachkommen geben könnte.

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