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2193: Rettungsplan Stimulation

Autor: Rainer Castor

Inhalt

Am Sternenfenster versammeln sich alle sechs Wurme aus dem Reich Tradom, denn in den drei ehemaligen Inquisitionswurmen wurden die reichstreuen Schwarmer durch Revolten entmachtet. Jetzt fürchten die Aarus, durch den langen Arm der Inquisition bestraft zu werden und bitten um Asyl in der Milchstraße. Reginald Bull gewährt ihnen diese Bitte, nachdem die Wurme durchsucht und von Hinterlassenschaft der Inquisition (Mikromaschinen, Transmitter, Rudimentsoldaten und sogar eine Kreatur von Quintatha) befreit worden sind. Währenddessen erhält Ascari da Vivo nach einer harmlosen Untersuchung von einem Medoroboter eine Nachricht, die ihr gar nicht gefällt: Sie ist schwanger...

Zeitsprung: Vor etwa 160.000 Jahren, noch vor der Machtübernahme durch die Inquisition der Vernunft, entdeckt der vaiainische Ingenieur Rintacha Sahin im Inneren einer Halbraumblase einige Hinterlassenschaften der Qevayaan, darunter einige PULS-Forts und auch eine 120 Kilometer durchmessende Raumstation mit 16 dreieckigen Sternauslegern, die er kurzerhand SAHINS STERN nennt und für seine Forschungen vereinnahmt. Von dort aus errichtet er einen permanenten Tunnel, über den der PULS erreicht werden kann. Später versuchen Eltanen mit Hilfe dieses bereits fertiggestellten Tunnels, VAIAs Körper zu erwecken.

Zeitsprung: Vor rund 1,4 Millionen Jahren ist der Ritter der Tiefe Vaikan von Vaniloon im Bereich der Galaxis Tradom im Einsatz. Diese noch nicht von einer Superintelligenz besetzte Sterneninsel droht zu einem Schlachtfeld in der Auseinandersetzung der Superintelligenzen MYR und OCCIAN zu werden. Vaikan greift im Auftrag der Ordnungsmächte in diese Auseinandersetzung ein und wird dabei nicht nur von errantischen Werftinseln mit Hüllen aus Carit, sondern auch von einem Teil des reinkarnierten Volks der ehemaligen Schwarm-Erbauer unterstützt. Diese Wesen, die sich Qevayaan nennen, entstammen also dem gleichen Geisteskollektiv, aus dem auch die Galaktischen Ingenieure (auch Petronier, Barkoniden, Oldtimer, Querionen genannt) hervorgegangen sind. Die Qevayaan steigen zum beherrschenden Volk Tradoms auf und schaffen ein Reich aus mehreren Galaxien als Bollwerk gegen die negative Superintelligenz OCCIAN. Nach vielen Jahrhunderttausenden geben 80 Prozent der Qevayaan ihre körperlichen Hüllen auf und bilden zusammen mit dem ebenfalls vergeistigten Ritter der Tiefe den Kern einer neuen Superintelligenz: VAIA. Aus den restlichen 20 Prozent entstehen die Tonkihn und das Lichtvolk, aus letzterem gehen die vaianischen Ingenieure hervor. Aus dem Verbund der Galaxien VAIAs wird das Reich des Glücks und die Thatrix-Zivilisation entsteht, nachdem VAIA Kontakt mit einem Helioten hatte.

Zurück in die Handlungsgegenwart: Die KARRIBO versucht mehrfach vergeblich, zu SAHINS STERN vorzudringen. Von Auge-B geht nach wie vor ein gepulster Jetstrahl aus, dessen Kern nach dem KNK-Prinzip zu funktionieren scheint und auf den PULS gerichtet ist. Hierbei handelt es sich um Rintacha Sahins Hypertunnel. Eigentlich sollte der Jetstrahl mit einer UHF-Intensität ausgestattet sein, mit der VAIA erweckt werden könnte. Allerdings ist davon nichts zu bemerken. Da die KARRIBO trotz aller Anstrengungen nur 0,436 Lichtjahre weit in Auge-B vordringen kann und auch keine Reaktionen auf Anguelas Funksprüche (der Leuchter ist an Bord des arkonidischen Schiffs) festzustellen sind, kommt Trerok mit seiner Silberkugel zum Einsatz. Mit Hilfe dieses querionischen Transportmittels dringen er und Anguela ins Innere der Mini-Glutzone ein. Von hier aus zeigen Anguelas Überrang-Kodes, die er zu SAHINS STERN funkt, endlich Wirkung: Der Hypertunnel wird aktiviert und die KARRIBO wird durch ihn ebenfalls ins Innere der Halbraumblase befördert. Anguela stellt fest, daß die zur Erweckung VAIAS erforderliche UHF-Pulsation des Hypertunnels aus zwei Gründen nicht funktioniert: Einerseits haben stationsinterne Sicherheitsschaltungen es verhindert, weil die Eltanen keine ausreichenden Vollmachten hatten, um an VAIAs Leib herumzupfuschen. Dieses Problem kann von Anguela leicht behoben werden. Der zweite Fehler wiegt schwerer: Als UHF-Quelle sollte ein AGLAZAR-Aggregat dienen. Im Kern dieser Aggregate befindet sich nämlich eine gewisse Menge Parastaub, und der sollte angezapft werden. Nur leider war das Aggregat bei der Aktivierung schon zu lange nicht mehr von einem vaianischen Ingenieur kalibriert worden und brannte deshalb quasi durch, der größte Teil des Parastaubs ging dabei verloren und die Eltanen waren nicht in der Lage, ihn zu ersetzen.

Da es unmöglich wäre, das Aggregat innerhalb eines vertretbaren Zeitraums durch ein anderes zu ersetzen, muß Trerok einmal mehr seine Silberkugel einsetzen. Mit ihr ist es nämlich möglich, ins Innere eines AGLAZAR-Aggregats vorzudringen. Frischer Parastaub ist in ausreichender Menge vorhanden. Aber wie soll er aus der Silberkugel in das Aggregat transportiert werden? Ganz einfach: Diesen Job übernehmen die geheimnisvollen Mikromodule, die Trerok als extravagante Tätowierung auf seiner Stirn mit herumschleppt. Das Vorhaben gelingt, aber sozusagen mit letzter Kraft, denn die Silberkugel hat schon den größten Teil ihrer Energie verloren. Schwer verletzt kommt der Zaliter wieder aus dem Aggregat hervor, seine Silberkugel und seine Mikromodule sind für immer verloren. Aber es hat sich gelohnt: Anguela kann das Aggregat justieren, der Jet ist korrekt gepulst und es zeigen sich schon gleich erste Auswirkungen. Die Schmerzwechten strahlen eine nach der anderen hell auf und verschwinden dann. Die Bewußtseinssplitter der Superintelligenz finden wieder zueinander. VAIA erwacht.

Kommentar:

Man muß sich wohl nicht weit spekulativ aus dem Fenster hängen, um auf die Idee zu kommen, daß Kantiran - jener junge Arkonide, der im kommenden neuen Zyklus eine wichtige Rolle spielen soll - der Sohn von Rhodan und Ascari da Vivo ist. Soll damit schon wieder ein Handlungselement der Vergangenheit aufgewärmt werden? Schließlich hatten wir es bei Thomas Cardif schon einmal mit einem Sohn Rhodans und einer Arkonidin zu tun. Ihm wurde seine halb arkonidische Abstammung verheimlicht, was ihn zu einem Gegner Rhodans gemacht hat. Bei Kantiran könnte es genau umgekehrt sein. Hoffen wir, daß es nicht solch ein Abklatsch alter Ideen sein wird.

Die Beschreibung der Kunstwelten von Vaianam erinnert frappierend an WANDERER. Eine zufällige Parallele?


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