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2192: Wider den Seelenvampir

Autor: Claudia Kern

Inhalt

Perry Rhodan hat es ganz richtig erkannt: Das nächste Angriffsziel der Inquisition kann nur VAIA selbst sein. Man verlegt deshalb eine mobile Flotte aus Einheiten der Arkoniden, Posbis und Terraner zur Glutzone, in der sich der PULS befindet. Um einen möglichst großen Bereich überwachen zu können, werden alle Beiboote ausgeschleust - auf diese Weise können mehrere Millionen Schiffe die Glutzone nach dem KATAPULT-Hort und der Festung der Inquisition absuchen.

Tatsächlich wird der Souverän der Vernunft bereits in der Umgebung des PULS aktiv. Die Festung und der KATAPULT-Hort befinden sich in einem Bereich der Glutzone, der nicht abgesichert ist, weil die dort positionierte Raumstation nicht mehr in Betrieb ist. Die Ehrwürdigen Wissenschaftler führen hier Experimente mit kleinen Raumkapseln durch, mit denen es gelingen soll, zu VAIAs Refugium durchzudringen. Normale Raumschiffe können den Widerstand der Materie- und Energieströme im Zentrum der Glutzone nicht durchdringen. Kleinste Einheiten mit besonders starken Schutzschirm- und Antriebssystemen, die noch dazu quasi wie Geschosse aus dem KATAPULT-Hort (daher auch der Name) auf den PULS abgefeuert werden, dürften aber bessere Erfolgschancen haben. Vier dieser Kapseln, jeweils bemannt mit einer Quintatha-Kreatur, einem Rudimentsoldaten und einem Ehrwürdigen Wissenschaftler, stehen bereit. Ihre Aufgabe soll darin bestehen, entweder vom PULS aus die Kontrolle über die unüberwindlichen PULS-Forts zu erhalten oder aber, falls dies nicht gelingt, VAIAs Körper zu vernichten.

Ob es daran liegt, daß die Verfallserscheinungen im Reich Tradom um sich greifen, oder ob es sowieso nur eine Frage der Zeit war, bis jemand sich gegen die unmenschlichen Inquisitoren auflehnen würde - jedenfalls erlebt November auf dem KATAPULT-Hort eine kleine Revolution. Postal Evvy, ein Ehrwürdiger Wissenschaftler, verliert die Frau die er liebt. Der Souverän der Vernunft verschafft sich nämlich immer wieder gern einmal Nachschub an Lebensenergie, und wenn er zu diesem Zweck keinen Planeten heimsuchen kann, dann müssen eben die Leute in seiner unmittelbaren Umgebung dran glauben. So macht er es auch im Hort, wo er kurzerhand eine ganze (wenn auch eher unwichtige) Abteilung entvölkert. Eines der Opfer ist Postals Lebensgefährtin. Durch dieses traumatische Erlebnis kippt das Weltbild des Wissenschaftlers um und von diesem Augenblick an hat er nur noch ein Ziel: Den Souverän zu töten. Da er dies niemals allein bewerkstelligen könnte, zieht er einige vertrauenswürdige Kollegen auf seine Seite, indem er ihnen heimlich gefertigte Filmaufnahmen des Souveräns vorführt. Da niemand einen Inquisitor und erst recht nicht den Souverän der Vernunft erblicken darf, wären Postal und seine Vertrauten ohnehin dem Tode verfallen, sollte dies je ans Licht kommen. Vor allem aber haben die Verschwörer jetzt gesehen, daß November keineswegs ein Gott ist, sondern ein körperliches Wesen, das man auch angreifen kann.

Die Verschwörer haben nur eine Chance, den Souverän anzugreifen. Dann nämlich, wenn er den Start der KATAPULT-Kapseln persönlich überwacht. Nachdem die ersten beiden Versuche, Kapseln durch die Glutzone zu bringen, fehlschlagen, sind die Verschwörer zum Handeln gezwungen. Es konnten vor der Explosion der Kapseln immerhin so viele Daten gesammelt werden, daß die nächsten Versuche mehr Erfolgsaussichten haben. Postals Leute beschaffen sich ein Energiegeschütz und installieren dieses mit einer automatischen Steuerung im Hangar der Kapseln. Tatsächlich nimmt die mit Novembers Bild programmierte Waffe den Souverän beim Start der dritten Kapsel unter Beschuß, aber sein Schutzschirm erweist sich als zu stark - der Anschlag mißlingt. Es dauert nicht lange, bis Postal und seine Gefährten dingfest gemacht werden. November nimmt sich ihrer persönlich an und saugt ihnen die Lebensenergie aus. In seinem allerletzten bewußten Moment erlebt Postal noch mit, wie der Hort und die Festung von der Flotte der Galaktiker angegriffen werden.

Die Galaktiker haben nämlich die Explosionen der Kapseln angemessen und den Standort der Festung ausfindig gemacht. Sie schlagen sofort und ohne Vorwarnung zu. Leider halten sie sich zu lange mit der Vernichtung des KATAPULT-Horts auf, denn das verschafft November die Zeit, die er braucht, um sich in die Festung zu begeben und mit ihr zu verschwinden.

Kommentar:

Komisch, wenn ich Postal Evvy lese, muß ich immer an Poison Ivy denken...

Die Minullu-Allianz, anfangs als ein Zusammenschluß unabhängiger Völker geschildert, die dem Reich Tradom heldenhaft Widerstand zu leisten beginnen, erweist sich in diesem Roman als kaum besser als das Reich selbst: Die Truppen der Allianz sind ein zusammengewürfelter Haufen aus Piraten, Abenteurern und Plünderern. Sie nutzen die unsicheren Verhältnisse nach den großen Niederlagen der Reichstruppen aus, um ganze Planeten auszurauben und sie schrecken dabei auch nicht vor brutalen Gewalttaten zurück. Kleiner Seitenhieb der Autorin auf die Verhältnisse nach dem Afghanistan-Krieg mit der Nordallianz usw.?


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