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2190: Metanu-Station

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die Solaner fassen den Entschluß, in das Analog-Nukleotid METANU einzudringen, um zu verhindern, daß dieses weitere kosmische Messenger ins Normaluniversum entläßt - daß METANU für die von den Pangalaktischen Statistikern beobachteten unerklärlichen Kursänderungen mehrerer Galaxien, die Veränderungen einer Materiequelle und das drohende Entstehen einer Negasphäre in Hangay verantwortlich ist, daran zweifelt niemand mehr. Im Verlauf dieses Romans erfahren wir, daß es nur noch eineinhalb Wochen dauern wird, bis METANU einen neuen Messenger freisetzt. Man kann wohl annehmen, daß dies der Zeitpunkt sein wird, an dem die Kosmokraten ihren Galaxienzünder einsetzen.

Da man inzwischen weiß, daß Kattixu-Wachtruppen in METANU-Station zahlreich vertreten sind und daß die Kattixu sich höchstwahrscheinlich aus den sogenannten Design-Humanen von Aegori-B rekrutieren, liegt es nahe, daß Atlan, Trim Marath, Startac Schroeder und der Computerspezialist Trabzon Karett sich als Design-Humane maskieren und getarnt als Prospektoren auf Aegori-A landen, weil dieser Planet nicht so schwer bewacht wird. Die Aegori-Sphäre besteht aus fünf Planeten, auf der Hauptwelt Aegori-B befindet sich das Gemm-Katt-Herz, wo die Design-Humanen ihre zwanzigjährige Militärdienstzeit abzuleisten haben. Atlans Gruppe wird unterstützt von einigen ehemaligen TLD-Agenten, die die Rechner der Hauptwelt bereits infiltriert und ihnen eine virtuelle Tarnexistenz verschafft haben. So ist es für sie kein Problem, eine Passage zur Hauptwelt zu erhalten und in den riesigen Gemm-Katt-Militärkomplex vorzudringen. Unterwegs gibt es allerdings schon mehrere Reibereien mit den sehr aggressiven Design-Humanen, die durchweg wahre Raufbolde sind.

Im Gemm-Katt erhalten die vier Galaktiker eine Gemeinschaftsunterkunft, in der sie ungestört ihren Tätigkeiten nachgehen können. Karett erhält alle wichtigen Zugangscodes und sonstige Daten, die von den Ex-TLD-Agenten bisher ergattert werden konnten, dann hackt er sich in die Computersysteme des Militärkomplexes, um den Status seiner Gruppe auf "voll ausgebildet" hochzustufen - die Galaktiker wollen auf dem schnellsten Wege in die Organisation der Kattixu vordringen und da nur jeder zehnte Anwärter das Auswahlverfahren im Gemm-Katt besteht, muß ein wenig nachgeholfen werden. Wer es übrigens nicht schafft, ein Kattixu zu werden, der erhält eine Gedächtnislöschung und wird in seine Heimat zurückgebracht. Die Aggressionen der Anwärter werden durch Drogen ruhiggestellt, die man dem Essen beimischt - Karett schafft es, die Zuteilung der Drogenrationen für sich und seine Begleiter auf Null zu setzen. Erst während ihrer Ausbildung erhalten die angehenden Kattixu ihre schwarzen Monturen mit den Verzerrerfeldern, die ihnen das typische dämonische Aussehen verleihen. Auf diese Weise soll ein Mythos der Einschüchterung erzeugt werden, durch den es einfacher für die Kattixu werden soll, ihren Aufgaben als Ordnungsmacht nachzukommen. Karett, der Tag und Nacht schuftet und so an den Rand der absoluten Erschöpfung gelangt (zumal er an den psychischen Folgen seiner lange zurückliegenden Beinahe-Hinrichtung bei den Arkoniden leidet), kann den Algorithmus entschlüsseln, nach dem diese Tarnfelder funktionieren. In Zukunft werden die Galaktiker die Kattixu also immer unmaskiert sehen können.

Auch während ihres Aufenthalts im Gemm-Katt und der Ausbildung, die sie über sich ergehen lassen müssen, erregen die Galaktiker Aufmerksamkeit. So kann z.B. Atlan seinen Stolz nicht zügeln, als er von einem Ausbilder herausgefordert wird. Er schickt den Kerl mit ein paar Dagor-Griffen auf die Bretter und hat sich damit nicht nur einen Feind geschaffen, sondern auch das Mißtrauen des Kattixu geweckt. Karett fälscht die Personendaten seiner Gruppe inzwischen dergestalt, daß sie alle zusammen aus dem Gemm-Katt in die METANU-Station versetzt werden sollen. Leider nimmt Kantoja Resh (so lautet der Name des mißtrauisch gewordenen Ausbilders) Kontakt mit METANU-Station auf und weist den dortigen Kommandanten auf seine Bedenken hin. Zum Glück für die Galaktiker hat der aber ganz andere Sorgen: Er ist in eine langwierige, gewalttätige Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Protegé verstrickt und leidet unter den Folgen einer schweren Beinverletzung. So gehen die Galaktiker auf METANU-Station der gleichen Beschäftigung nach wie alle Kattixu: Sie patroullieren durch die ihnen zugewiesenen Sektoren und tun so, als ob sie die dort arbeitenden Mochichi kontrollieren würden, obwohl kein Kattixu deren Tätigkeiten versteht. Die Galaktiker finden auf diese Weise heraus, daß in der Station hauptsächlich jene Kontrollsatelliten feinjustiert werden, die auf Cecha 1 und 2 hergestellt werden. Das geschieht auf der Grundlage von Daten, die ständig aktualisiert aus dem Nukleotid gemeldet werden. Unklar bleibt weiterhin, was diese Satelliten im Inneren des Nukleotids eigentlich kontrollieren sollen. Atlan wagt sich bei seinen Erkundungen über die Grenzen des ihm zugewiesenen Sektors hinaus. Er sieht, wie die massereichen roten Halbkugeln, die Startac und Trim schon beobachten konnten, in die Aussparungen von Gestänge-Raumern (Stützwerkraumer) montiert werden. Es handelt sich um spezielle Aggregate, die den Einflug in das Nukleotid durch METANU-Tor ermöglichen.

Ganz klar: Die Galaktiker versuchen jetzt, einige dieser Aggregate (Atlan nennt sie ISO-WERKE) zu entwenden und zur SOL zu bringen, damit das Generationenschiff in das Analog-Nukleotid vordringen kann. Zunächst einmal wird Atlan aber bei seiner unerlaubten Exkursion entdeckt und zum Rapport bei einem Vorgesetzten befohlen. Natürlich denkt er nicht daran, dem Befehl Folge zu leisten. Karett muß wieder einmal ran, und die Stationscomputer dazu bringen, daß sie unser Vierergespann zu einem der Stützwerkraumer beordern, der demnächst mit einigen Iso-Werken an Bord abfliegen soll. Die Galaktiker begeben sich an Bord dieses Raumers, paralysieren die Besatzung und entführen das Schiff. Sie können aber nur deshalb entkommen, weil der inzwischen im Sterben liegende Kommandant der Station einfach nicht schnell genug die notwendigen Befehle zu ihrer Vernichtung geben kann.

Kommentar:

Daß die Galaktiker so mühelos und unbemerkt alle wichtigen Computersysteme manipulieren können, kommt mir zwar sehr, sehr unglaubwürdig vor, aber bitteschön - irgendwie muß man ja ins Nukleotid kommen, damit der Zyklus zuende gehen kann...


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