Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2173
Zurück zu Nr. 2171


2172: Projekt Finsternis

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Die in der Vergangenheit gestrandeten Leute von der LEIF ERIKSSON und der KARRIBO dringen in das eltanische Raumschiff TEFANI vor, der noch schwerer beschädigt ist als die Schiffe der Terraner und Arkoniden. Zahlreiche Eltanen sind umgekommen, der Rest liegt im Koma, denn die Anlagen, mit denen die Zeitversetzung bewirkt wurde, emittieren eine schädliche Strahlung. Die Retter schalten die beschädigte Zeitmaschine ab und die überlebenden Eltanen erwachen. Rhodans Verdacht bestätigt sich: Die Eltanen wollten in der Vergangenheit dafür sorgen, daß die Inquisition der Vernunft nie an die Macht kommt. Rhodan ist gegen diesen Plan, er fürchtet sich vor einem Zeitparadoxon oder vielmehr vor einer Zeitschleife - was wäre, wenn die Zeitreisenden durch ihr Eingreifen erst die Ereigniskette in Gang setzen würden, durch die es schließlich zum Ende der Thatrix-Zivilisation kommt? Er hat einen anderen Vorschlag: Nicht jetzt in die Geschehnisse eingreifen, sondern im Verborgenen die Voraussetzungen dafür schaffen, daß in der Gegenwart das Reich Tradom besiegt werden kann.

Da dies nicht ohne die Unterstützung der jetzigen Machthaber möglich sein dürfte, begibt sich die LEIF nach Caldera, während die KARRIBO bei der reparaturbedürftigen TEFANI bleibt und die JOURNEE ins Queigat-System geschickt wird. Man hat nämlich durch Zurückverfolgung der Bahndaten von Schmerzwechten herausgefunden, daß diese seltsamen Singularitäten von einem zentralen Punkt ausgegangen sein müssen, und der liegt - wir ahnen es - genau dort, wo jetzt der ULTRAMAGNET installiert wird. Ascari da Vivo und Qertan begleiten die Terraner zur Zentralwelt der Guyaam, unterwegs informiert man sich über die aktuellen Verhältnisse in Tradom. Rhodan gibt sich schließlich als Thoregon-Bote aus, um eine Audienz bei Anguela erhalten, der für gewöhnliche Besucher praktisch unerreichbar wäre. Nur Ascari darf ihn begleiten, als er mit einem Staubsegler in die Calditischen Paläste gebracht wird. Die Wartezeit bis zur Audienz vertreiben die beiden sich mit dem Aufarbeiten unbewältigter Konflikte. Rhodan bringt die Spionagetätigkeit Qertans aufs Tapet, Ascari reibt dem Residenten seine ZA-Träger-typische Weltentrücktheit unter die Nase. Wie es häufig der Fall ist, wenn man sich ausspricht: Danach ist die Atmosphäre wesentlich besser. Bei Rhodan und der Mascantin ist sie so gut, daß sie endlich doch noch gemeinsam im Bett landen (Tusch!), allerdings ist die Arkonidin am nächsten Tag schon wieder so zickig, wie man sie kennt.

Als die beiden schließlich Anguela gegenüberstehen, dauert es zwar nicht lange, bis er ihre Zeitreise-Geschichte glaubt, aber sie können ihn kaum davon überzeugen, daß ausgerechnet die als harmlos bekannte Geheimloge, die sich Inquisition der Vernunft nennt, das in sich gefestigte und allseits beliebte Reich des Glücks stürzen soll. Dann bricht plötzlich jeglicher Kontakt zum Sektor Queigat ab. Als schnelle Nachforschungen ergeben, daß ausgerechnet Sickz Uknadi, der ja das angebliche Valenter-Befriedungs-Experiment im Sektor Queigat leitet, der Kopf der Inquisition ist, hat Anguela keine Zweifel mehr an Rhodans Geschichte. Ihm ist klar, daß der entscheidende Schlag gegen das Reich des Glücks unmittelbar bevorstehen muß - und er will etwas dagegen unternehmen, Rhodans Warnungen vor Zeitparadoxa und ähnlichem ignoriert er. Anguela ist davon überzeugt, daß er über ausreichende Machtmittel verfügt, um der Inquisition die Stirn bieten zu können (weder er noch Rhodan & Co. können schließlich ahnen, daß auch die Kosmokraten ihre Hände im Spiel haben), eines davon sind die Calditischen Paläste. Diese Anlage ist nämlich flugfähig und laut Anguelas Aussage unbesiegbar. Rhodan und Ascari glauben das gern, denn als die Paläste sich aus ihrer Verankerung lösen und in den Orbit um Caldera gehen, erkennen sie, daß es sich um die spätere FESTUNG DER INQUISITION handelt...

Kurz notiert:

Kompliment an Susan Schwartz. Der Roman ist ein würdiger Nachfolger für den Doppelband von Leo Lukas. Besonders gut hat mir die Kopfwäsche mit anschließender Bettgymnastik gefallen, die Rhodan von Ascari erhalten hat - daß die beiden sich irgendwann an die Wäsche gehen würden, war ja irgendwie seit Band 2100 klar.

Nettes Detail am Rande: In den Calditischen Palästen begegnen die beiden einem Wesen, das keine feste Gestalt zu haben scheint. Seine Gesichtszüge und Körperformen sind in ständiger fließender Bewegung. Es handelt sich um den Sekretär von Eifage Agehr und sein Name ist Rishtyn-Jaffami aus dem Volk der Jaffami (!!!).

Zurück zur Übersicht
Weiter zu Nr. 2173
Zurück zu Nr. 2171