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2171: Inquisition der Vernunft

Autor: H.G. Francis

Inhalt

Die Inquisition der Vernunft ist eine von vielen umstürzlerischen Geheimlogen im Reich des Glücks. Im Gegensatz zu den anderen eher harmlosen Grüppchen ist die Inquisition eine weit verzweigte und gefährliche Organisation, in der sich mehrere bedeutende Völker Tradoms zusammengeschlossen haben. Dazu gehören vor allem die Tonkihn. Diese stammen der Legende nach - ebenso wie die Guyaam - von den Quevayaan ab, sind aber ganz anders geartet als die friedliebenden Leuchter. Das ganze Wesen der Tonkihn wird von Aggressivität bestimmt. Um diese ausleben zu können, ohne im Reich des Glücks anzuecken, hält jeder Tonkihn ein speziell gezüchtetes Haustier, das er nach Strich und Faden quälen kann. Daß ausgerechnet die Guyaam in Tradom das Sagen haben, ist für die Tonkihn nahezu unerträglich. Eine besondere Fähigkeit der Tonkihn, die man auch Emotio-Händler nennt, besteht darin, daß sie andere Wesen mental beeinflussen können. Sickz Uknadi ist die treibende Kraft hinter der Inquisition der Vernunft. Er schließt ein Bündnis mit den Valentern, die sich nach wie vor nicht im friedlichen Thatrixdruum zurechtfinden, und mit den insektoiden Genetikern von Kaaf. Zusammen mit diesen Gruppen schmiedet er einen Plan, der letztlich zum Sturz VAIAS und ihres bevorzugten Volks, der Guyaam, führen soll. Die Dhyraba Katabe mischen ebenfalls mit. Die Ehrenwerten Wissenschaftler wollen endlich aus dem Schatten der Vaianischen Ingenieure heraustreten und sollen wohl das technische Knowhow mitbringen, das für den Kampf gegen die übermächtigen AGLAZARE benötigt wird.

Zunächst einmal stellen die Genetiker von Kaaf einen Anguela-Klon her, der in der Zeit nach der Machtübernahme als Marionette der Verschwörer dienen soll. Anguela genießt als neuer VAIA-Verkünder bereits nach wenigen Jahren ein enormes Ansehen bei allen Völkern Tradoms und der benachbarten Galaxien und ein Anguela-Doppelgänger, der der Inquisition gehorcht, wäre der ideale Strohmann für Sickz Uknadi und seine Anhänger. Uknadi bietet Anguela an, die Suggestivkräfte seines Volkes zur Befriedung der Valenter einzusetzen. Anguela willigt ein, denn er kann nicht ahnen, daß im Qeigat-System, wo die Befriedungsaktion gestartet werden soll, etwas ganz anderes vor sich geht. Dort nimmt nämlich ein Gesandter der Kosmokraten Kontakt mit den Verschwörern auf: Niemand anderer als Cairol bietet an, das größte Hindernis für die Revolte aus dem Weg zu räumen: Mit Hilfe des sogenannten ULTRAMAGNETEN will er VAIA vernichten. Soviel zum Nichteinmischungspakt, den die Superintelligenz mit den Kosmokraten geschlossen hat... Der ULTRAMAGNET wurde aus den Bestandteilen eines nicht fertiggestellten Sporenschiffs konstruiert. Mit ihm können enorme Mengen an PSI-Energie akkumuliert und verankert werden. Während der ULTRAMAGNET von einigen kobaltblauen Walzenschiffen der Kosmokratendiener eingerichtet wird, fangen die Verschwörer bereits an, sich gegenseitig zu dezimieren: Sickz Uknadi beseitigt einige Mitwisser aus seinem Volk, die ihm nicht zuverlässig genug erscheinen und die Genetiker von Kaaf kochen ihr eigenes Süppchen. Diese schlauen Käfer haben bereits den Gencode der Eltanen so verändert, daß diese sich nicht weiter fortpflanzen, das gelingt ihnen jetzt auch bei den Tonkihn. Die Tonkihn sollen den Genetikern also die Drecksarbeit abnehmen und VAIA sowie die Guyaam ausschalten. Wenn dieser Teil erledigt ist, müssen die Genetiker nur noch solange Geduld haben, bis die Emotio-Händler ausgestorben sind, um selbst die Macht zu übernehmen...

Der Umsturzplan steht einmal kurz auf Messers Schneide, als die junge Leuchterin Eifage Agehr (Anguelas Stellvertreterin) zunächst ein Gespräch in den Calditischen Palästen belauscht, das darauf hindeutet, daß es sogar unter den Guyaam Verräter gibt und anschließend mit ihrem AGLAZAR sogar den ULTRAMAGNETEN entdeckt. Es gelingt den Tonkihn aber, sie mental zu beeinflussen und ihr alle Erinnerungen an ihre Entdeckungen zu nehmen. Somit steht den Plänen der Inquisition nichts mehr im Wege.

Der Name der Revoluzzer ist übrigens so zu erklären: Die Tonkihn betrachten sich als diejenigen, die mit ihren Suggestorkräften die Vernunft in das Bewußtsein derjenigen bringen, die dem unlogischen Glauben an VAIA usw. anhängen. Zu diesem Zweck erforschen die Tonkihn alle Wesen der Galaxis Tradom mit inquisitorischer Energie.

Kurz notiert:

Spekulationen: Die Genetiker von Kaaf haben nicht nur die Quintanen erschaffen, sondern auch die verschiedenen Valenter-Arten und die Rudimentsoldaten. Für letztere haben sie auf genetisches Material zurückgegriffen, das sie auf irgend eine Art und Weise von den in die Vergangenheit gereisten Besatzungsmitgliedern der LEIF ERIKSSON erbeutet haben.
Die erstaunlich genauen Kenntnisse, die das Reich Tradom über die Milchstraße im Allgemeinen und die LFT im Besonderen hat, stammen ebenfalls von den zeitgereisten Terranern.
In den letzten Heften wurde gesagt, die Guyaam seien so etwas wie ein ANKER für VAIA. Dieser Anker wird vom ULTRAMAGNETEN gelöst, VAIA wird zersplittert und entwickelt sich zu dem, was wir unter dem Begriff Schmerzwechten kennen.
Die Inquisitoren werden sich aus den Tonkihn entwickeln.
Das Lichtvolk (oder die Bewußtseine eines Teils dieses Volkes) wird in den Mauern der FESTUNG DER INQUISITION gefangengehalten.



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