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2170: Das Reich der Güte

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Und weiter in Anguelas Lebensgeschichte, die er selbst einem Zuhörer berichtet, bei dem es sich tatsächlich um Perry Rhodan handelt. Anguela spricht PR, der selbst nicht in Erscheinung tritt, am Ende des Romans mit Namen an. Offenbar befinden beide sich während Anguelas Erzählung auf der Brücke in die Unendlichkeit. Wann, wie und warum sie sich getroffen haben, ist zunächst noch nicht bekannt.

Anguela lebt sich allmählich auf Caldera ein. Die Oberfläche dieses Planeten ist weitgehend unbebaut, ausgedehnte Parkanlagen prägen das Bild. Die komplette Infrastruktur, alle Industriekomplexe usw. befinden sich unter der Planetenoberfläche. Die Wohnanlagen sind in schwebenden Plattformen unterschiedlicher Größe untergebracht, die ihre Position ständig verändern. Auf der Oberfläche befinden sich nur einzelne Bauwerke wie z.B. die Calditischen Paläste mit der Residenz des Verkünders. Auf Caldera leben nicht nur Guyaam, sondern auch Wesen aus verschiedenen anderen Völkern der Thatrixdruum. Wie überall im Reich des Glücks herrschen auch auf Caldera Frieden und Wohlstand. Anguela macht seine ersten Bekanntschaften. So begegnet er mehrmals (wie er meint: zufällig) einem alten Mann, mit dem er sich angeregt unterhält. Von Tirotu Rixte, einem Mitarbeiter des Verkünders, wird er in einen von vielen exclusiven Clubs eingeführt. Dort erlaubt man sich die ansonsten verpönte Freiheit, die Angugoles-Binden, mit denen erwachsene Guyaam sich von Kopf bis Fuß verhüllen, ganz oder teilweise abzulegen. Anguela begegnet dort der jungen Meloce Xip, die ihn nicht nur in den Freuden der Liebe unterrichtet, sondern ihm auch das Staubreiten nahebringt. Staubreiter surfen mit kleinen Gleitern im Para-Staub der Calditischen Sphäre und verdienen ihr Geld mit Boten- und Transportdiensten, die sie wesentlich schneller erledigen können als die größeren und relativ schwerfälligen Staubsegler. Mit ihren Boards können die Staubreiter sogar kurze Transitionen durchführen.

Das Staubreiten wird zu Anguelas neuer Leidenschaft (neben Meloce), für die er sogar den Abschluß der Ausbildung zum Vaianischen Ingenieur sausen läßt. Auch er verdingt sich als Staubreiter-Eilbote und zieht mit Meloce zusammen. Zufällig sieht er eine von ihr aufgezeichnete Holosendung, in der der VAIA-Verkünder (Anguelas Idol) abgebildet ist. Derartige Aufzeichnungen sind absolute Mangelware, und Anguela begreift auch sofort warum: Der Verkünder ist identisch mit dem alten Clochard, dem er schon mehrmals begegnet ist. In der Art eines Harun al Raschid mischt der Verkünder sich gern unters Volk, um aus erster Hand und ungefiltert zu erfahren, wie die Stimmung der Bevölkerung ist. Anguela stellt Ijotha Hyndalin zur Rede. Der Verkünder muß zugeben, daß fast alles, was Anguela bisher erlebt hat, von langer Hand eingefädelt worden ist. Daß Anguelas Mutter nach Caldera versetzt wurde, war nur ein Vorwand, denn Ijotha Hyndalin wollte den hochbegabten Anguela, auf den er schon sehr früh aufmerksam geworden ist, sozusagen aus der Nähe beobachten. Nach einigem Zögern nimmt Anguela ein Angebot des Verkünders an und wird zu einem Mitarbeiter in den Calditischen Palästen, beendet dann auch seine unterbrochene Ausbildung.

Anguela absolviert einige Einsätze, die ihn an verschiedene Schauplätze der Thatrixdruum führen. Kurz zusammengefaßt erfährt er dabei drei wichtige Dinge: Unter der harmonischen Oberfläche des Reichs des Glücks gibt es durchaus schwerwiegende Konflikte, z.B. mit den Valentern. Die waren seinerzeit, als während VAIAs Abwesenheit im PULS eine Zeit der Kriege angebrochen war, wichtige Streitkräfte der Thatrixdruum und können sich jetzt nur schlecht an die Friedenszeiten gewöhnen. Es gibt auch eine ganze Reihe kleinerer, eher harmloser Grüppchen, die mit der Thatrix-Zivilisation unzufrieden sind. Eine davon nennt sich Inquisition der Vernunft(!). VAIA ist aus dem Volk der Quevayaan hervorgegangen, die Guyaam sind eine Seitenlinie dieses Volkes. Die ganze wichtige Technik (AGLAZARE, Sternenfensterstationen usw., sogar die Tymcal-Sphären, die Planeten wie Caldera umhüllen) wurde von den Quevayaan entwickelt. Andere großartige Quevayaan-Projekte sind dagegen verloren gegangen, z.B. die Technowelt Vaianam, welche ein Konglomerat aus Abertausenden scheibenförmigen Kunstwelten gewesen sein soll, die als Kugelschale um eine Sonne herum gruppiert waren. VAIAs Körper gleicht einem planetengroßen Objekt, das aus einer dichten, aber gasförmigen Substanz besteht, die eine starke mentale Ausstrahlung besitzt. Ihr Geist dagegen befindet sich außerhalb des PULSES, verteilt über die Lebewesen der Thatrixdruum. Ein berühmter Vaianischer Ingenieur mit Namen Rintacha Sahin konstruiert verschiedene epochale Einrichtungen, z.B. künstliche Welten für die Eltanen, die sich nur in völliger Abgeschiedenheit so wohl fühlen, daß sie sich fortpflanzen (wir kennen eine dieser künstlichen Welten unter dem Namen Letzte Stadt). Außerdem werkelt er im Cocin-System an einer Zeitmaschine, mit deren Hilfe er alle Gefahren, die der Thatrixdruum drohen könnten, ausschalten will, bevor sie entstehen. Dazu schürft er auf dem Planeten Cocindoe nach einem besonderen, fünfdimensional strahlenden Material. Im Auftrag des Verkünders verbietet Anguela ihm allerdings, an diesem Projekt weiterzuarbeiten.

Als die Stellvertreterin des Verkünders einem Attentat zum Opfer fällt (wir sehen: Im Reich des Glücks ist nicht alles Gold, was glänzt), rückt Anguela an ihre Stelle auf. In dieser Position erhält er von Ijotha Hyndalin weitere Hintergrundinformationen und wird über die Brücke in die Unendlichkeit in den PULS von Tradom geführt (der Pilzdom steht im uns noch nicht bekannten Frieson-System). Ijotha Hyndalin besitzt ein Passantum und ein besonderes Raumschiff, die 108 Meter lange, schneeweiße SETA WAE, die sogar einem AGLAZAR überlegen sein soll und über deren Herkunft nichts bekannt ist. Ijotha Hyndalin ist also ein Thoregon-Bote. Eine weitere interessante Information betrifft VAIA selbst: Die Kosmokraten haben nämlich erkannt, daß es infolge der (von ihnen ja geförderten) rasanten Ausbreitung des intelligenten Lebens auch zur vermehrten Entstehung von Superintelligenzen kommt. Damit sind die Kosmokraten nicht einverstanden und deshalb haben sie eine Möglichkeit entwickelt, die Lebensdauer der eigentlich unsterblichen Superintelligenzen zu begrenzen! Dem wollte VAIA durch die Gründung eines Thoregons und den Rückzug in den PULS entgehen, was ihr auch geglückt zu sein scheint.

Schließlich kommt es, wie es kommen muß: Eines Tages stirbt Ijotha Hyndalin, Anguela wird sein Nachfolger und neuer Thoregon-Bote.

Kurz notiert:

Viele Informationen, eine lange Rezi. Muß aber sagen, daß mir der Stil dieses Romans schon wieder nicht so gut gefallen hat. Müssen die Figuren bei Leo Lukas immer solche Sachen wie aber Hallo, verarschen kann ich mich auch allein und ähnliches sagen?

Sind die Superintelligenzen etwa deshalb so wild auf die Gründung von Thoregons, weil das ein Weg ist, der kosmokratischen Lebensdauerbegrenzung zu entgehen? Sind Thoregons also nichts weiter als eine Lebensversicherung für Superintelligenzen? Purer Eigennutz? Aber welche Rolle würden dann die Helioten dabei spielen??


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